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Dritter Challenge Roth 2017 Maurice Clavel

Maurice Clavel ist einer der besten Triathleten Deutschlands.

Cannes International Triathlon 2017 Maurice Clavel +
Foto: Marc Sjoeberg

Maurice Clavel beim Cannes International Triathlon 2017.

Maurice Clavel wurde am 3. März 1988 in Offenburg geboren. Mit 18 Jahren entschied er sich 2006 dem Schwimmsport den Rücken zu kehren und sich voll und ganz dem Triathlon zu widmen. Ursprünglich sei dies sogar schon früher sein Plan gewesen, doch er ist beim Schwimmsport hängen geblieben. Ein Jahr vor seinem Langdistanz-Debüt bei der Challenge Roth wurde Maurice Clavel 2016 Vater.

Erste Erfolge feierte Maurice Clavel auf der Kurzdistanz. Er stand für Deutschland bei Europa- und Weltcup-Rennen an der Startlinie. Doch Kurzdistanz-Rennen sind für ihn seit 2014 abgehakt, denn ab dort konzentrierte er sich auf längere Renndistanzen. Dabei wird er vom Erfolgstrainer Lubos Bilek, der unter anderem auch den Ironman-Weltmeister 2014 Sebastian Kienle trainiert, gecoacht. So konnte er auch gleich Erfolge verbuchen, wie der fünfte Platz bei der Challenge Rimini oder der folgende dritte Platz beim City-Triathlon Heilbronn zeigten. Seinen bis dato größten Erfolg konnte er mit dem Vize-Titel bei der Ironman-70.3-Europameisterschaft 2014 in Wiesbaden feiern. Nur zwei Wochen später gewann er beim Allgäu-Triathlon in Immenstadt. Maurice Clavel oder "Mister Krawall", wie er gerne genannt wird, zeichnet sich zudem vor allem durch seine sympathisch und direkte Art aus.

2015 konnte er seinen Vorjahres-Erfolg in einem unglücklichen Rennen in Wiesbaden nicht wiederholen. Auf dem Rad in Führung liegend, sprang ihm erst die Kette herunter und später nahm ihm eine Fünf-Minuten-Strafe letzte Hoffnungen auf einen erneuten Podestplatz. Er wurde am Ende Elfter.

Mit seinem zweiten Platz bei dem als Duathlon ausgetragene Ironman 70.3 Pays d'Aix setzte Clavel ein erstes Ausrufezeichen im Jahr 2016. Ebenfalls im Mai untermauerte der Freiburger seine gute Form beim Ironman 70.3 Barcelona. Mit einer offensiven Renntaktik setzte er sich auf der Radstrecke ab und führte das Rennen lange an. Letztlich musste er sich am Ende knapp dem als starken Läufer bekannten Schweden Patrik Nilsson geschlagen geben. Beim Ironman 70.3 Kraichgau reichte es am Ende hinter Boris Stein und Sebastian Kienle nur zu Platz vier, ein weiterer Podest-Platz verhinderte der vor ihm ins Ziel laufende Belgier Pieter Heemeryck. Zwei Wochen später belegte er bei der Challenge Heilbronn, die witterungsbedingt als Duathlon ausgetragen wurde, den zweiten Platz der Deutschen Meisterschaft im Mitteldistanz-Triathlon. Das Saison-Highlight bildete aber rund zweieinhalb Monate später ein anderes Rennen: die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft im australischen Mooloolaba Anfang September. Gewohnt angriffslustig kündigte Maurice Clavel an, schon früh alle Karten auf den Tisch zu legen. Belohnt wurde er am Ende mit einem guten achten Platz.

Ein besonderes Jahr in der Karriere von Maurice Clavel sollte 2017 werden. Begonnen hatte es mit einem vierten Platz beim Cannes International Triathlon am 16. April. Wenige Wochen später folgte der Ironman 70.3 St. Pölten. Hinter Nils Frommhold und Andreas Böcherer lief er auf den dritten Platz und komplettierte das Freiburger Podest. Das größte Rennen der Saison stellte sein Langdistanz-Debüt bei der legendären Challenge Roth dar. Als plötzlich der führende Nils Frommhold auf dem Rad stürzte, fand sich Clavel in der Führungsposition wieder. Als er merkte, dass seine Verfolger schwächelten, setzte er sich auf den letzten 50 Rad-Kilometern ab und ging mit einem Vorsprung von zwei Minuten auf den abschließenden Marathon. Sehr mit seinen schwindenden Kräften kämpfend, musste er den Belgier Bart Aernouts und den Briten Joe Skipper noch ziehen lassen, konnte aber mit dem dritten Platz bei einem der bekanntesten Langdistanz-Rennen der Welt einen herausragenden Einstand über die 226-Kilometer-Distanz feiern.
Autor: Patrick Brucker 28.07.2017
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