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ITU World Triathlon Hamburg 2017 Triathlon-Fieber in Hamburg trotz Regen

Nach den Sprint-Rennen am Samstag standen am Sonntag, den 16. Juli die Olympische Distanz für 5.000 Jedermänner und die Weltmeisterschaft der Mixed-Team-Relay auf dem Plan.

ITU World Triathlon Hamburg 2017 +
Foto: Thomas Sobczak

Der Regen tat der Stimmung unter den Triathleten keinerlei Abbruch.

5.000 Altersklassen-Athleten nahmen am zweiten Tag des „World’s Biggest Tri“ in Hamburg über die Olympische Distanz von 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen teil. Bei ähnlich milden Temperaturen, aber im Vergleich zum Vortag der ein oder anderen Abkühlung von oben, starteten die Jedermänner und -frauen schon ab 6:30 Uhr mit dem Sprung in die Binnenalster vom Jungfernstieg aus in ihre Rennen. Später am Nachmittag erfolgte der Startschuss zur Weltmeisterschaft der Mixed-Team-Relay über eine Super-Sprint-Distanz von nur rund einem Drittel einer gewöhnlichen Sprint-Distanz. Ein enges und sehr dynamischen Rennen war vorprogrammiert. Australien konnte sich hier WM-Titel sichern.

Für runnersworld.de war der Fotograf Thomas Sobczak beim ITU World Triathlon Hamburg 2017 vor Ort. Seine schönsten Bilder vom Sonntag finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Erneut fanden rund 150.000 begeisterte Zuschauer den Weg in die stimmungsvolle Triathlon-Hochburg Hamburg. Auch Regen und wenig sommerliche Bedingungen konnte sie nicht davon abhalten, rund um die Strecke und besonders am Rathausmarkt die Stimmung zum Kochen zu bringen.

28 Startschüsse für 5.000 Teilnehmer über die Olympische Distanz

Ganze viereinhalb Stunden lang ertönten in 10-Minuten-Intervallen 28 Startschüsse für alle Teilnehmer, die alleine oder als Staffel über die Olympische Distanz starteten. Bevor um 14:30 Uhr Zielschluss vor dem Hamburger Rathaus war, gehörte die Hansestadt so acht Stunden lang den Amateur-Triathleten. Dabei machten nasse Straßen auf dem ohnehin recht kurvenreichen Kurs den Teilnehmern das Rennen nicht leichter. Doch durch die Unterstützung vom Streckenrand aus und dem Spaß an der Herausforderung Triathlon, die viele in Hamburg zum ersten Mal suchten, konnte das Wetter der Stimmung im Feld und unter den Zuschauern wenig anhaben.

Jan Sibbersen und Carmen Schröder Schnellste über die Olympische Distanz

Nach 1,5 Kilometern Schwimmen in der Alster, 40 Kilometern Radfahren über zwei Runden durch die Altstadt, St. Pauli, bis nach Ottensen und dem abschließenden 10-km-Lauf, konnten sich die beiden Schnellsten etwas von ihrer Konkurrenz absetzen. Jan Sibbersen blieb in 1:58:05 Stunden als einziger unter zwei Stunden und Carmen Schröder hatte in 2:19:47 Stunden ihrerseits sogar über drei Minuten Vorsprung.

Australien gewinnt WM-Titel, Deutschland auf Platz 10

Nach den Altersklassen-Athleten stand die Mixed-Team-Relay-Weltmeisterschaft im Vordergrund und bildete nach den beiden World-Series-Rennen am Vortag das sportliche Highlight des Wochenendes. Nach dem Titelgewinn vor vier Jahren für das deutsche Team – damals noch mit dem mittlerweile zweifachen Ironman-Weltmeister Jan Frodeno – wurde vom sehr jungen deutschen Team dieses Mal keine allzu große Rolle im Kampf um die Podestplätze erwartet. Nach Anja Knapp, die mit 28 Jahren erfahrenste deutsche Starterin, zu Beginn des Rennens, durfte der 17-jährige Moritz Horn überraschend im Konzert der Großen starten. Wie erwartet, konnte keine Tuchfühlung zur Spitzengruppe gehalten werden. Nach einem starken, aber einsamen Vorstellung der 21-jährigen Laura Lindemann schien eine Platzierung um Rang zehn letztlich das Maximum zu sein. Mit einem couragierten Rennen des ebenfalls 21-jährigen Lasse Nygaard-Priester reichte es am Ende zu genau diesem zehnten Platz. Nachdem die USA mit einer starken Leistung von Katie Zaferes einen großen Vorsprung innehatte, konnte Jacob Birtwhistle das australische Team noch auf den Gold-Rang schieben und nach den beiden zweiten Plätzen 2015 und 2016 nun den WM-Titel für sich und seine drei Mitstreiter sichern. Hinter den USA überraschend Dritter wurde die niederländische Staffel. Mit einem erneut sehr kurzweiligen und extrem dynamischen Rennen, hatte das Rennformat der Mixed-Team-Relay seine Rechtfertigung im Olympischen Programm ab 2020 erneut unterstrichen.

Rundum erfolgreiches Wochenende beim ITU World Triathlon Hamburg 2017

Ein erfolgreiches Triathlon-Wochenende neigte sich mit dem spektakulären Finale in der Mixed-Team-Relay-WM dem Ende entgegen. Mit über 10.500 Athleten in der Sprint-Distanz am Samstag und der Olympischen Distanz am Sonntag, zeigte sich Hamburg sportlich von seiner besten Seite. Die Veranstalter sind sehr zufrieden mit dem Ablauf des Wochenendes. Veranstaltungs-Chef Oliver Schiek zieht ein positives Resümee. „Ein tolles Wochenende im Zeichen des Triathlons. Hut ab vor den Leistungen der Jedermänner. Für mein Team und mich war es erneut eine Freude, ein solches Rennen für Altersklassen-Athleten und die besten Triathleten der Welt ausrichten zu dürfen. Zusätzlich bedanke ich mich bei unseren Sponsoren, der Stadt Hamburg und allen Helfern für die Unterstützung sowie den rund 290.000 Zuschauern für die grandiose Stimmung an den Strecken. Das Rennen war erneut eine starke Visitenkarte für die Stadt."
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Autor: Patrick Brucker 16.07.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum ITU World Triathlon Hamburg 2017.

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