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RUNSAFER-Projekt EU fördert Entwicklung eines intelligenten Laufschuhs

Europäische Wissenschaftler arbeiten an einem intelligenten Laufschuh, der Laufverletzungen verhindern soll. Die EU fördert das RUNSAFER-Projekt mit über einer Million Euro.

RUNSAFER-Projekt: EU fördert Entwicklung eines intelligenten Laufschuhs +

80 Millionen Europäer laufen. Um bei ihnen Laufverletzungen zu verhindern, investiert die EU in ein Forschungsprojekt zum intelligenten Laufschuh.

Forscher des Instituts für Biomechanik in Valencia (IBV) arbeiten in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlern aus Deutschland, Estland, Spanien und Großbritannien im RUNSAFER-Projekt an der Entwicklung eines intelligenten Laufschuhs, biomechanische Daten über den Läufer sammeln kann. Laut dem IBV gibt es in der Europäischen Union 80 Millionen Läufer, 37 Millionen von ihnen litten im vergangenen Jahr an einer Laufverletzung.

Die Wissenschaftler wollen mit der Entwicklung des intelligenten Laufschuhs das Risiko von Laufverletzungen verringern. Dazu wird ein elektronischer Sensor in den Schuh integriert. Daneben sind beim RUNSAFER-Projekt eine Smartphone-App und ein Web-Portal zum Trainings-Management geplant. Das RUNSAFER-Projekt wird von der EU im Rahmen eines Förderprogramms für kleine und mittlere Unternehmen mit etwa 1,06 Millionen Euro unterstützt.

Das mikroelektronische Messsystem im Laufschuh soll während des Laufens die wichtigsten biomechanischen Parameter erfassen. Diese Informationen werden dann drahtlos an das Smartphone des Läufers gesendet, wo eine Applikation den Läufer in Echtzeit über das geplante Training und die erbrachte Leistung informieren soll. Die Smartphone-App soll ferner Informationen anderer Geräte des Läufers verarbeiten, wie etwa die Herzfrequenz oder GPS-Daten. All diese Daten sollen in ein Online-Trainings-Portal hochgeladen werden können.

Das Web-Portal soll dann personalisierte Trainingspläne anhand der vorherigen Analyse der biomechanischen Daten des Läufers und der gemessenen Verbesserung des Trainingszustands erstellen. Außerdem soll der Läufer Empfehlungen erhalten, um Verletzungen zu vermeiden und seine Leistung weiter zu steigern. Auch Web-2.0-Funktionalitäten sollen integriert werden, die dem Läufer ermöglichen, mit anderen Läufern weltweit zu kommunizieren und Inhalte wie Laufstrecken und Laufschuh-Informationen anzulegen und zu teilen.

Wichtigste Neuheit des Systems im Vergleich zu derzeitigen Auswertungs-Systemen für das Lauftraining soll sein, dass es dann erstmals möglich sei, die Lauftechnik mit biomechanischen Daten zu bestimmen und dem Läufer in Echtzeit Trainings-Empfehlungen zu geben.
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05.12.2012
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