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Dauertest Hoka One One Tracer – einer für alles

In unserer Rubrik "Dauertest" wird Laufausrüstung von der Redaktion einem Stresstest unterzogen. Dieses Mal war der Hoka Tracer an der Reihe, das schnellste Modell des 2009 gegründeten Laufschuh-Herstellers.

Hoka Tracer +
Foto: RUNNER'S WORLD

Das Design des Hoka Tracer gefällt nicht jedem.

THEMEN

Hoka One One

Der junge US-amerikanische Hersteller Hoka One One bringt seit Jahren neuen Wind in die Laufschuh-Szene. Einerseits läuft er dem Trend von immer minimalistischeren und dünneren Mittelsohlen entgegen, kombiniert dies andererseits aber mit einer geringen Sprengung. Das trifft nicht jeden Geschmack und polarisiert die Laufszene. Manche Läufer lernten die Schuhe lieben, andere machen einen Bogen darum. Das Wettkampf-Modell, der Hoka Tracer, ist deutlich flacher aufgebaut als etwa der Clifton, eines der bekanntesten Modelle. Doch gerade er vereint Dämpfung mit geringem Gewicht und Dynamik. In US-Größe 10 bringt er gerade einmal 215 Gramm auf die Waage. Hierbei sei gesagt, dass der Schuh etwa eine halbe Größe kleiner ausfällt, ansonsten benötige ich durchweg 9,5.

Sehr leicht und extrem komfortabel

Das Design des Tracers scheidet ebenfalls die Geister. Mir persönlich gefällt das erfrischende Design sehr. Auch wenn es schon fast ein Jahr zurückliegt, erinnere ich mich noch genau an den ersten Lauf – ein etwas längerer, lockerer Dauerlauf. Selten war ich so schnell und so langanhaltend von einem Laufschuh begeistert. Der Komfort überraschte mich, die mit der Leichtigkeit und der 4-mm-Sprengung einhergehende Dynamik animiert zum schnellen Laufen: ein Schuh mit großem Potential zum Allrounder. Zuerst kam er nur bei Dauerläufen und Intervall-Einheiten zum Einsatz, dann auch bei 5- und 10-km-Läufen. Um die Euphorie-Welle nicht überschwappen zu lassen, sei das Profil als kleiner Kritikpunkt erwähnt. Besonders viel Grip bei rutschigen Bodenverhältnissen bietet der Schuh nicht, ist jedoch auch explizit der Kategorie Straßen-Schuh zugewiesen.

Allrounder für alle Distanzen

Als der Plan für meinen ersten Marathon in Hamburg und den drei Wochen zuvor stattfindenden Berliner Halbmarathon stand, griff ich auch hier auf den Hoka Tracer zurück, was sich als gute Entscheidung herausstellte. Ohne über die 42,195 Kilometer eine allzu aggressive Schuhwahl treffen zu wollen, erwies sich der Tracer als komfortabel genug fürs erste Mal und überzeugte mich auch im Nachhinein – auch wenn es kurzzeitig nach einem Hagelschauer rutschig wurde, als die Straße für ein paar Minuten von Hagelkörnern bedeckt war. Für leichte bis mittelschwere Läufer ist der Tracer durchaus eine Option für den Marathon, ohne auf die gerade gegen Ende benötigte Dämpfung verzichten zu müssen. Auch mir als leichter Überpronierer fehlte in der letzten Stunde keine Stabilität.
Hoka Tracer +
Foto: RUNNER'S WORLD

Besonders die Kombination aus Komfort und Dynamik gefiel beim Test.

Die dünne Zunge schmiegt sich dem Fuß angenehm an, der gut gefütterte Fersenbereich sorgt für ein angenehmes Maß an Halt. Auch das luftige Obermaterial – gerade im vorderen Bereich – sorgt für eine gute Wärmeableitung. Generell lässt sich auch nach über 500 Kilometern sagen, dass die Sohle des Hoka Tracer trotz üblicher Abnutzungserscheinungen weiterhin ein sehr komfortables Laufgefühl bietet und noch viele weitere Kilometer vertragen kann.

Einer für alles

Ambitioniertere Läufer, die keine besonders große Stabilität benötigen finden mit dem Hoka Tracer einen besonders leichten und noch bequemeren Laufschuh für jedes Training und jede Wettkampf-Distanz auf der Straße. 215 Gramm (US 10), vier Millimeter Sprengung und die gewohnt komfortable Hoka-Sohle verleiten zum schnellen und langen Laufen. Selbst nach einigen 100 Kilometern zeigt der Schuh keine großen Abnutzungserscheinungen.

leichter und dynamischer Schuh
trotz nur 215 Gramm (US 10) sehr komfortabel
Allrounder für Training und Wettkampf
gute Haltbarkeit
wenig Grip auf rutschigem Untergrund

Tester: Patrick Brucker
Testprodukt: Hoka One One Tracer
Testdauer: 500 Kilometer
Kaufpreis: 130,00 Euro
Webseite: www.hokaoneone.eu
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Autor: Patrick Brucker 25.08.2017
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