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Marathon-Olympiasiegerin 2008 Constantina Dita

Constantina Dita wurde in Peking 2008 Marathon-Olympiasiegerin. 2001 gewann sie den Chicago-Marathon.

Olympiasiegerin Tomescu-Dita +
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Dita errang ihren größten Sieg bei den Olympischen Spielen in Peking 2008.

Die rumänische Marathonläuferin Constantina Dita wurde am 23. Januar 1970 in Turburea im Kreis Gorj geboren. Spät zum Laufsport gekommen, führte ihr Weg bis hin zum Olympiatitel 2008, mit dem sie sich zur ältesten Marathon-Olympiasiegerin aller Zeiten machte. Erst kurz vor Ende ihrer Schulzeit war Dita, die zuvor Handball und Basketball gespielt hatte, zum Laufsport gewechselt. Bis sie folglich erste größere Erfolge feiern konnte, dauerte es noch mehrere Jahre. Auf großer internationaler Bühne trat sie so erstmals 1998 in Erscheinung, als sie im Januar in Bukarest 32:26 Minuten auf zehn Kilometern lief und etwas später in Uster in der Schweiz im Rahmen der Halbmarathon-Weltmeisterschaften einen Halbmarathon in 1:12:42 Stunden und in Budapest einen Marathon in 2:34:35 Stunden folgen ließ. Ihr großer Durchbruch sollte jedoch noch etwas warten.

Dieser gelang ihr ein Jahr später, als sie in Verenje in Slowenien bei den Crosslauf-Europameisterschaften im Einzel sowie im Team Silber holte. Beim Weltmeisterschafts-Marathon im selben Jahr in Sevilla wurde sie in 2:36:28 Stunden 19. Läuferin. Im Jahr der Jahrtausendwende kam sie bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften über die Kurzdistanz auf den 22. Platz. Zudem verbesserte sie ihre 5.000-Meter-Bestzeit auf 15:28,91 Minuten. Bevor sie in die USA auswanderte, verbesserte sie beim Tokyo International Women's Marathon ihre Bestzeit auf 2:26:39 Stunden und lief so als Vierte ins Ziel. Zudem lief sie bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton, Kanada, in 2:30:38 Stunden auf Platz zehn und in 1:13:08 Stunden bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften im Süden Englands, in Bristol auf Platz 32.

2002 konzentrierte sich die 1,60 Meter große Dita auf die Leichtathletik-Europameisterschaften in München. Dabei ging sie im Münchner Olympiastadion über 10.000 Meter an den Start und erreichte den siebten Platz. Zudem lief sie die Halbmarathon-Distanz im September so schnell wie es ihr während keinem anderen Halbmarathon-Rennen gelang. Einzig beim Chicago-Marathon 2006 konnte sie die erste Hälfte noch schneller laufen und blieb dort somit drei Sekunden unter ihrer 2002 aufgestellten Bestzeit von 1:08:10 Stunden. Ihr größter Erfolg stellte 2002 jedoch der zweite Platz beim Amsterdam-Marathon dar (2:23:52 Stunden). Das darauffolgende Jahr verbesserte sie ihre in Amsterdam aufgestellte Bestzeit erst in London (2:23:43 Stunden), später in Chicago (2:23:35 Stunden) zwei weitere Mal um wenige Sekunden. Dabei erreichte sie den sechsten bzw. den zweiten Platz. Darüber hinaus lief sie mit einer Zeit von 1:10:05 Stunden bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Vilamoura auf den fünften Platz. Ihre volle Konzentration galt fortan aber den Olympischen Spielen in Athen, wo sie im Marathon vorne mitmischen wollte. Es kam jedoch anders. Constantina Dita erreichte in 2:37:31 Stunden lediglich den 20. Platz. Dafür gewann sie aber den Chicago-Marathon (2:23:44 Stunden) und wurde sowohl beim London-Marathon sowie bei den in Neu Delhi ausgetragenen Halbmarathon-Weltmeisterschaften Dritte (1:09:07 Stunden).

Den rumänischen Marathon-Rekord brach sie im April 2005, als sie den London-Marathon in 2:22:50 Stunden absolvierte und als zweite Läuferin das Ziel erreichte. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki holte sie in 2:23:19 Stunden hinter Paula Radcliffe und Catherine Ndereba Bronze, bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Edmonton Gold. Ihre eigene Bestzeit auf der vollen Marathondistanz verbesserte sie zudem in Chicago, wo sie in 2:21:29 Stunden wie schon in London Zweite wurde. Bei den Straßenlauf-Weltmeisterschaften 2006 lag sie lange Zeit auf Weltrekordkurs, knackte diesen über die Distanz von 20 Kilometer auch, musste sich jedoch Lornah Kiplagat geschlagen geben, die sich den so den Weltrekord sicherte. Beflügelt von ihrem Fast-Weltrekord-Lauf sowie ihrer gewonnenen Silber-Medaille schlug sie beim im Oktober stattfindenden Chicago-Marathon ein so hohes Tempo an, dass sie sich bereits nach wenigen Kilometern klar vom Rest des Feldes distanziert hatte. Nie war sie die Halbmarathondistanz davor oder danach schneller gelaufen als auf den ersten rund 21,1 Kilometer dieses Rennens. Ihre extrem offensive Taktik führte dazu, dass sie teilweise über zwei Minuten vor der zweiten Läuferin lag. Das Ziel erreichte sie trotz Halbmarathon-Bestzeit, zwei Minuten Vorsprung und mehreren Starts in den vorhergehenden Jahren am Ende aufgrund einer rund acht Minuten langsameren zweiten Hälfte als Fünfte (2:24:25 Stunden).

Bevor sie sich aufmachte bei ihren zweiten Olympischen Spielen nach einer Medaille zu greifen, ging sie 2007 erneut in London an den Start. Das Ziel der 42,195 Kilometer langen Strecke wenige Meter vom Buckingham Palast entfernt erreichte sie dieses Mal nach 2:23:55 Stunden als dritte Läuferin. In der japanischen Millionenstadt Sendai lief sie drei Wochen später beim Halbmarathon zudem nach 1:10:24 Stunden ins Ziel, was gleichzeitig ihre letzte Halbmarathonzeit von rund 70 Minuten bedeutete. Gut ein Jahr später war der größte Tag ihrer Karriere gekommen. Als mittlerweile schon 38-jährige Läuferin nahm sie zum zweiten Mal an einem Olympischen Marathonlauf teil. Ähnlich offensiv wie in Chicago 2006 laufend, attackierte sie auch in Peking früh. Die anderen Läuferinnen ließen sie bis auf gut eine Minute enteilen und unterschätzten die Rumänen so an diesem Tag. Dita, die bis Mai 2008 noch unter dem Namen Constantina Tomescu gestartet war, lief als Erste ins Olympiastadion ein und sicherte sich so in 2:26:44 Stunden den größten Sieg ihrer Karriere. Somit machte sie sich zur ältesten Marathon-Olympiasiegerin der Geschichte. Keine Frau hatte es zuvor geschafft im Alter von 31 Jahren oder älter Marathon-Gold zu holen. Auch bei den Männern war kein Sieger älter als 37 Jahre gewesen.

Im Spätherbst ihrer Karriere nahm sie danach zwar vereinzelt noch an Marathons teil, kam 2009 jedoch nicht über eine Zeit von 2:36:06 Stunden in Yokohama hinaus. 2010 lief sie in London gar 2:41:12 Stunden. Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen als Karriereabschluss an den Ort zurückzukehren, an dem sie zuvor einige Male am City-Marathon teilgenommen hatte. So ging sie auch im August 2012 bei den Olympischen Sommerspielen von London an den Start. Am Ende kam die rumänische Sportlerin des Jahres 2009 auf den 86. Platz (2:41:34 Stunden) und beendete danach im Alter von 42 Jahren ihre Karriere.

Homepage: http://www.constantinadita.com/
Facebook: Constantina Dita auf Facebook
Autor: Jonas Müller 31.07.2017
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