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Alina Reh 5.000 Meter unter 15 Minuten sind 2018 realistisch

"Bestimmt werde ich im Laufe meiner Karriere Marathon laufen, sagt Alina Reh im Interview, aber "momentan gibt’s andere Prioritäten im Training und im Wettkampf."

Alina Reh +
Foto: Tomas Ortiz Fernandez

Alina Reh, Deutschlands Straßenläuferin des Jahres, beim Darmstadt Cross am letzten Wochenende in Darmstadt.

Alina Reh hat im September und Oktober ihr großes Potenzial über die Straßen-Langstrecken eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Die 20-jährige Läuferin des SSV Ulm gewann zunächst den Halbmarathon in Ulm mit 71:21 Minuten und triumphierte dann bei den 10 km in Berlin in hochklassigen 31:38. Beide Zeiten sind deutsche Rekorde in der Altersklasse der unter 23-Jährigen. Über die 10-km-Distanz ist Irina Mikitenko die einzige deutsche Läuferin, die jemals schneller war als Alina Reh, die von den German Road Races (GRR) zur deutschen Straßenläuferin des Jahres 2017 gewählt wurde.

Am vergangenen Sonntag überzeugte Alina Reh einmal mehr auch im Crosslauf: In Darmstadt bezwang sie dabei im deutschen Duell Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen) und gewann das Rennen eindrucksvoll. Wie sie im nächsten Jahr und in der Zukunft plant, erklärte Alina Reh im folgenden Interview:

Liebäugeln Sie nach Ihren starken Straßenrennen schon mit einer Marathon-Premiere?

Alina Reh: Nein, absolut nicht. Ein Halbmarathon ist mit mehr als 70 Minuten schon ganz schön lang. Nach dem Lauf habe ich meine Beine extrem gespürt, das zeigt, wie hoch die muskuläre Belastung war. Für einen Marathon müsste ich meine Umfänge noch deutlich steigern. Darum spielt der Marathon gar keine Rolle. Momentan gibt’s andere Prioritäten im Training und im Wettkampf.

Welche sind das und auf welchen Distanzen wird man Sie im kommenden Jahr sehen

Alina Reh: Ich denke, dass ich zweigleisig fahren werde. Neben den 5.000 Metern möchte ich auch Rennen über 10.000 Meter bestreiten. Im Mai lief ja meine Premiere aufgrund der Verletzung nicht wie gewünscht. Ich denke, dass mir die 25 Bahnrunden liegen, da ich einfach ein gutes Ausdauerniveau mitbringe und mir auch im Training die Tempodauerläufe Spaß machen. Auf der anderen Seite darf ich die Schnelligkeit nicht vernachlässigen. Ziel ist es, über 1.500 Meter Richtung 4:10 Minuten oder sogar darunter zu laufen. Damit lässt es sich für die 5.000 Meter aufbauen.

Apropos 5000 Meter: Auf dieser Strecke haben Sie sich 2017 deutlich auf 15:10,01 Minuten verbessert. Ist die erste Zeit unter 15 Minuten schon für kommendes Jahr ein Thema?

Alina Reh: Nach den guten Leistungen in diesem Sommer mittlerweile schon. Das Ziel ist es, jede Runde eine Sekunde schneller zu laufen. Gelingt das, wäre ich rechnerisch bei 14:58 Minuten angekommen. Ich denke, das ist für 2018 durchaus realistisch.

Für solche Top-Zeiten muss das Training hundertprozentig passen. Wie koordinieren Sie als Einzelhandelskauffrau Ihre täglichen Einheiten?

Alina Reh: Die Arbeit im Einzelhandel macht mir unheimlich viel Spaß. Ich arbeite etwa 30 Stunden pro Woche im Supermarkt meiner Mutter. Mein großer Vorteil ist, dass ich sehr viele Freiräume bei der Arbeitszeit besitze, dafür bin ich sehr dankbar. Meistens arbeite ich ab der Öffnung des Marktes um 7 Uhr morgens bis zum Mittag. So habe ich am Nachmittag Zeit fürs Training.

Noch einmal zurück zum Thema Marathon: Auch wenn momentan die 42,195 Kilometer für Sie noch keine Rolle spielen. Wird man Sie irgendwann auf der klassischen Distanz sehen?

Alina Reh: Bestimmt werde ich im Laufe meiner Karriere Marathon laufen. Es ist was ganz anderes, mit Tausenden anderen an der Startlinie zu stehen als mit 15 oder 20 Konkurrentinnen auf der Bahn. Alle betreiben beim Marathon denselben Sport – trotz der unterschiedlichen Ansprüche und Leistungsgedanken. Das macht die Strecke einfach faszinierend. Wenn es so weit ist, werde ich beim Marathon sicher meine Freude haben.
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Autor: race-news-service.com / Trackteam Burg-Wächter 29.11.2017
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