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Britische Langstreckenläuferin Charlotte Purdue

Charlotte Purdue hält mehrere nationale Junioren-Rekorde und zählt zu den besten Langstreckenläuferinnen Großbritanniens.

Die am 10. Juni 1991 in Windsor geborene Charlotte Purdue ist eine britische Langstreckenläuferin, die zu Beginn ihrer Karriere besonders über 5.000 und 10.000 Meter, aber auch bei zahlreichen Crosslauf-Meisterschaften, an den Start ging, inzwischen jedoch auch mehrere Marathons absolviert hat.

Bereits im Alter von elf Jahren wurde sie von Trainer Mick Woods bei einem regionalen Crosslauf entdeckt und schloss sich in der Folge dem Aldershot Athletics Club an. Die ersten nationalen Erfolge im Jugendbereich ließen nicht lange auf sich warten. 2007 folgte für die damals 15-jährige Purdue ihr erstes internationales Rennen, indem sie im Juniorenrennen der Crosslauf-Weltmeisterschaften in Mombasa auf Platz 15 lief. Ebenfalls 2007 kam sie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften der Junioren in Hengelo über 5.000 Meter auf Rang zehn und bei den Crosslauf-Europameisterschaften im U20-Rennen im Toro auf den Bronze-Rang. In der Teamwertung holte sie gemeinsam mit ihren britischen Kolleginnen Gold. Diese Gold-Medaille wiederholte sie auch 2008 in Brüssel, im Einzel wurde sie nach Platz drei im Vorjahr nun Zweite. Beeindruckend war in diesem Rennen die Dominanz britischer Läuferinnen, die die ersten sechs Plätze unter sich ausmachten. Im Juniorenrennen der Crosslauf-Weltmeisterschaften kam sie erneut als erste Europäerin ins Ziel. Insgesamt kam sie auf den 16. Platz. Auch im Seniorenbereich stand nun ihr Debüt an, das sie bei der Chiba Ekiden Relay in Japan gab und mit ihrer 5-Kilometer-Leistung dazu beitrug, dass das britische Team auf den siebten Rang kam. Nach den Plätzen 15 und 16 kam sie bei ihrem dritten Start bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften nun auf den 14. Platz und trug so zum vierten Platz im Team bei. Bei den Leichtathletik-Junioren-Europameisterschaften kam sie im serbischen Novi Stad über 5.000 Meter auf den Silberrang. Ihr persönliche Bestzeit lief sie jedoch in Watford, als sie 15:49,25 Minuten benötigte. Mit einer ersten 10.000-Meter-Zeit von 33:33,24 Minuten lieferte sie einen weiteren Achtungserfolg.

Nach einem siebten Platz bei den nationalen Meisterschaften über 10.000 Meter konnte sie bereits ein Jahr später in Tipton auf 32:36,75 Minuten verbessern, womit sie auch den britischen Juniorenrekord eroberte. In Cardiff lief sie über die halbe Distanz 15:23,4 Minuten, womit sie eine lange bestehende persönliche Bestzeit aufstellen konnte. Nachdem sie beim Yorkshire Run auf den zweiten Gesamtplatz gelaufen war, flog sie ins indische Neu Delhi, wo sie an den Commonwealth Games teilnahm. Da sie sowohl über 5.000 Meter als auch über die doppelte Distanz nominiert worden war, ging sie zweimal an den Start. Auf Platz sechs über 5.000 Meter ließ sie Platz vier über 10.000 Meter folgen. Im November gewann sie das Juniorenrennen der Europäischen Cross Trials und unterstrich so ihre Medaillenambitionen für die Crosslauf-Europameisterschaften, die im portugiesischen Albufeira stattfanden. Sowohl im Team als auch im Einzel gewann sie Gold und reiste so als Doppel-Europameisterin wieder nach Hause. 2011 startete sie bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Spanien erstmals im Feld der Aktiven. Dabei kam sie als schnellste Europäerin auf Platz 14 ins Ziel. Mit der US-Amerikanerin Shalane Flanagan hatte es nur eine weitere nicht aus Afrika stammende Läuferin unter die schnellsten 15 Läuferinnen geschafft. Im weiteren Verlauf sammelte sie bei vereinzelten Straßenläufen Erfahrung. So lief sie die zehn Kilometer in Dublin in 32:42 Minuten nur sechs Sekunden langsamer als ihre 10.000-Meter-Bestzeit, womit sie den Great Ireland Run gewann. Zudem wurde sie britische Meisterin im Crosslauf und britische Crosslauf-Universitätsmeisterin. Nach einer Knieverletzung meldete sie sich mit einem vierten Platz beim zehn Meilen langen Great South Run zurück.

Im April 2012 lief sie in 32:10 Minuten beim Great Ireland Run in Dublin neue persönliche Bestzeit. Im Mai reiste sie nach Manchester, wo sie beim Great Manchester Run mit Gesamtrang vier erste Britin wurde. Beim Payton Jordan Invitational im kalifornischen Palo Alto errang sie im 32:03,55 Minuten eine neue persönliche Bestzeit über die 10.000-Meter-Distanz. Beim European Cup wurde sie über dieselbe Distanz bald darauf Siebter, bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki Sechste. Die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2012, die in London stattfanden, verpasste sie und legte in der Folge eine längere Wettkampfpause, die von Juli 2012 bis Oktober 2013 andauerte, ein. Beim Great South Run kehrte sie Ende 2013 zurück und kam in 56:57 Minuten über zehn Meilen als dritte Frau ins Ziel. Auch bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Belgrad nahm sie teil, wo sie mit dem Ziel, eine Medaille mit in die britische Heimat bringen zu wollen, anreiste. Dies gelang ihr jedoch nicht.

Am 7. September 2014 lief sie die für sie ungewohnt lange Distanz von 21,1 Kilometern beim Great North Run im englischen South Shields in 1:11:43 Minuten, womit sie in einem stark besetzten Feld lediglich Achte wurde. In Okoyama lief sie zwei Monate später 1:12:06 Stunden und am 23. Dezember 2015 an selber Stelle 1:12:17 Stunden. Im März 2016 finishte sie bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Cardiff nach 1:13:20 Stunden. Ende April nahm sie dann auch erstmals die komplette Marathondistanz in Angriff. Für ihr Debüt hatte sie sich wie erwartet den London-Marathon ausgesucht, den sie in 2:32:48 Stunden als 16. Frau und dritte Britin erfolgreich beendete. Ihren zweiten Marathon, den sie wenn möglich unter 2:30 Stunden absolvieren wollte, finishte sie Ende Oktober in Frankfurt in 2:30:04 Stunden. 2017 gewann sie den Reading-Halbmarathon in 1:12:15 Stunden und kam beim London-Marathon in 2:29:23 Stunden auf Platz 15. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften, die 2017 ebenfalls in London stattfanden, lief sie über die Marathondistanz, die in vier Runden durch die City of London absolviert wurde, in 2:29:48 Stunden auf Platz 13.
25.10.2017
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