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Italienischer Langstreckenläufer und Marathon-Europameister Daniele Meucci

Daniele Meucci lief bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2014 zu Gold im Marathon.

Daniele Meucci gewinnt den EM-Marathon. +
Foto: photorun.net

Danielle Meucci feierte in Zürich 2014 seinen bislang größten Erfolg.

Danielle Meucci ist ein am 7. Oktober 1985 in Pisa geborener Langstreckenläufer, der auf allen Distanzen zwischen 5.000 Meter und der Marathon-Distanz bereits erfolgreich war. Ursprünglich hatte sich Meucci dem Fußball verschrieben, dem er in der Mannschaft von Navacchio, einem Ortsteil von Cascina, nachging, wechselte dann aber im Alter von 17 Jahren zum Laufsport. Als Sportsoldat startet der 1,78 Meter große Italiener für C. S. Esercito, den Verein des italienischen Heers. Trainiert wird er von Luigi Principato. Nebenbei studiert er Informatik an der Universität Pisa und ist mit der Mittelstreckenläuferin Giada Bertucci verlobt. Seinen bislang größten Erfolg errang der Italiener bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2014, bei denen er sich in Zürich über die 42,195 Kilometer Gold sichern konnte.

Seinen ersten italienischen Meistertitel konnte er sich bereits im Alter von 20 Jahren sichern, indem er 2006 über 10.000 Meter gewann. Im Sommer 2006 vertrat er sein Heimatland Italien zudem bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im schwedischen Göteborg. Über 10.000 Meter kam er auf den zehnten Platz. Bei den Crosslauf-Europameisterschaften in San Giorgio su Legnano lief er im Feld der U23-Läufer zu Bronze und gewann gemeinsam mit seinen Teamkollegen zudem Silber. Seinem italienischen Meistertitel ließ er 2007 zwei weitere, den über 5.000 Meter sowie den über 10.000 Meter, folgen. Bei den U23-Europameisterschaften errang er über 10.000 Meter Bronze. 2008 kam er bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften als 99. Läufer ins Ziel und wurde bei den kontinentalen Crosslauf-Meisterschaften in Brüssel Zwölfter. Im darauffolgenden Jahr wurde er beim Stramilano Halbmarathon in 1:02:56 Stunden Fünfter. Im Sommer kehrte er auf die Bahn zurück und gewann bei den Team-Europameisterschaften Bronze. Während Usain Bolt seine Fabel-Weltrekorde über 100 und 200 Meter aufstellte, musste Danielle Meucci die Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Berlin bereits nach dem 5.000-Meter-Vorlauf als beendet erklären. Bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften lief er auf dem schnellen Kurs im britischen Birmingham in neuer persönlicher Bestzeit (1:02:43 Stunden) auf den 18. Gesamtrang. Die Bronze-Medaille sicherte er sich hingegen bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Dublin, indem er im Einzel Neunter wurde, gemeinsam mit seinen Teamkollegen jedoch auf Platz drei landete.

Sein Debüt über die volle Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern feierte er 2010 in Rom, wo er in 2:13:49 Stunden Elfter wurde. Außerdem kam er bei Roma-Ostia als Fünfter ins Ziel. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 musste er sich lediglich Mo Farah und dem zeitgleichen Chris Thompson geschlagen geben und gewann so erneut Bronze. Unter dem Hallendach landete er Anfang 2011 über 3.000 Meter bei den Europameisterschaften auf einem enttäuschenden elften Rang. Während er bei den nationalen Meisterschaften auch über 10.000 Meter mit Platz zwei eine kleine Enttäuschung hinnehmen musste, konnte er als Gastläufer bei den britischen Meisterschaften überzeugen. Dort lief er die 10.000 Meter in 27:44,50 Minuten und verbesserte so seine persönliche Bestzeit. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften lief er für Italien auf den zwölften (10.000 Meter) sowie auf den fünften Platz (5.000 Meter). Sein Jahr klang mit einer Halbmarathon-Bestzeit beim Udine Halbmarathon (1:02:30 Stunden) und einem zweiten Platz beim 10-Kilometer-Rennen Giro al Sas aus.

Nach einem dritten Platz beim Great Ireland Run Anfang 2012, verbesserte er in Palo Alto seine 10.000-Meter-Bestzeit auf 27:32,86 Minuten und qualifizierte sich so für die Olympischen Spiele von London. In der Folge gewann er den UAE Healthy Kidney 10-Kilometer-Lauf (28:28 Minuten), kam bei den Leichtathletik-Europameisterschaften über 5.000 Meter auf Platz fünf ins Ziel und errang über die doppelte Distanz hinter dem geborenen Kenianer Polat Kemboi Arikan Silber. Auch bei den Olympischen Spielen ging er über beide Distanzen an den Start, musste sich jedoch mit einem 24. Rang über 10.000 Meter zufriedengeben. Seine Klasse bewies er beim folgenden Diamond League Meeting, bei dem er die 3.000 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 7:41,74 Minuten lief und kurz darauf, als er in Birmingham nur 8:28,28 Minuten für zwei Meilen benötigte. Bei den Crosslauf-Europameisterschaften 2012 gewann er in Budapest im Einzel Bronze. Die 5.000 Meter lief er derweil in neuer Bestzeit von 13:19,00 Minuten. 2013 startete er mehrfach in New York City, erstmals am 17. März im Rahmen des New-York-City-Halbmarathons. Diesen beendete hinter dem ehemaligen Marathon-Weltrekordhalter Wilson Kipsang auf Rang zwei, womit er seine Bestzeit um fast eineinhalb Minuten auf 1:01:06 Stunden verbesserte. Nach seinem 5.000-Meter-Start (13:50,53 Minuten) im Mai, ging er Anfang November zum dritten Mal binnen weniger Monat in New York City an den Start. Den Marathon finishte er nach 2:12:39 Stunden und blieb so erneut rund eineinhalb Minuten unter seiner alten Bestzeit.

2014 lief er in Kopenhagen in 1:01:57 Stunden bis auf wenige Sekunden an seine Halbmarathon-Bestzeit ran, in Palo Alto fehlten ihm im Mai nicht einmal vier Sekunden zu seiner zwei Jahre zuvor an selber Stelle aufgestellten 10.000-Meter-Bestzeit. Sein großes Highlight stand ihm zu diesem Zeitpunkt jedoch noch bevor. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften ging er in Zürich über 10.000 Meter sowie die Marathon-Distanz an den Start. Während er über die kürzere Distanz auf Platz sechs lief, gewann er den Marathon mit einer weiteren Bestzeit-Verbesserung auf nunmehr 2:11:08 Stunden. Im Jahr darauf lief er bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften nur zwei Sekunden langsamer, musste sich jedoch aufgrund der Dominanz der ostafrikanischen Läufer mit dem achten Platz begnügen. Nach seinem Marathon-Europameistertitel 2014 stellte er den erstmals im Rahmen einer Europameisterschaft ausgetragenen Halbmarathon in den Mittelpunkt seiner Planungen. Dies zahlte sich aus, indem er in Amsterdam zu Bronze lief. Auch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften von London ging er Anfang August 2017 an den Start. Auf den vier Runden durch die City of London mit Start und Ziel auf der Tower Bridge lief er in 2:10:56 Stunden erstmals unter 2:11:00 Stunden.
Autor: Jonas Müller 18.09.2017
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