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US-amerikanische Marathonläuferin Desiree Linden

Die US-amerikanische Marathonläuferin Desiree Linden überzeugte in Rio de Janeiro 2016 mit dem siebten Platz im Olympischen Marathon der Frauen.

Sharon Cherop, Florence Kiplagat, Irina Mikitenko und Desiree Davila. +
Foto: photorun.net

Desiree Linden gemeinsam mit Sharon Cherop, Florence Kiplagat und Irina Mikitenko bei der Vorstellung der Top-Athletinnen des Berlin-Marathons 2013.

Desiree Nicole Linden wurde am 26. Juli in Chula Vista im US-Bundesstaat Kalifornien geboren. Bereits während ihrer High-School-Zeit, die sie in der Hilltop High School verbrachte, nahm sie regelmäßig an Bahn- und Crosslauf-Wettbewerben teil und erreichte beispielsweise beim CIF California State Meet vier Jahre in Folge das Finale. Nach ihrer Schulzeit widmete sie sich einem Psychologie-Studium an der Arizona State University in Tempe bei Phoenix. Bei den auf Universitätsebene in den USA bekannten Pac-10 Collegiate Championships wurde sie 2005 über 5.000 Meter in 16:59,93 Minuten Dritte. Seit Herbst 2005 trainiert sie mit dem Hanson-Brooks-Distance-Project-Team in Michigan und wird von Josh Cox gemanagt.

Ihre internationale Karriere begann 2006 mit dem Start bei den ersten Weltmeisterschaften im Straßenlauf im ungarischen Debrecen. Über die Distanz von 20 Kilometern erreichte sie das Ziel nach 1:11:56 Stunden als 43. Läuferin. Im Frühjahr 2007 ging sie erstmals über die volle Distanz von 42,195 Kilometern an den Start. Beim Boston-Marathon kam sie nach 2:44:56 Stunden auf den 19. Platz aller gestarteten Läuferinnen. Somit konnte sie sich für die US Summer Olympic Trials, den Vorausscheidungswettkampf der US-Amerikaner vor den Olympischen Spielen, qualifizieren. Bevor sie jedoch ins Rennen um ein Olympia-Ticket für Peking 2008 einstieg, startete sie im Oktober 2007 zum zweiten Mal bei den Straßenlauf-Weltmeisterschaften, die dieses Mal in Udine in Italien stattfanden. Dieses Mal kam sie über die Halbmarathon-Distanz in einer Zeit von 1:12:54 Stunden auf Rang 34.

Bei den ein Tag vor dem Boston-Marathon 2008 ausgetragenen US Summer Olympic Trials erreichte sie das Ziel in 2:37:50 Stunden auf Rang 13. Somit verpasste sie die Olympischen Spiele von Peking und konzentrierte sich fortan auf den Chicago-Marathon, bei dem sie nach 2:31:33 Stunden als fünfte Läuferin finishen und ihre Bestzeit so ein weiteres Mal deutlich steigern konnte. Nachdem sie ihre 10-Kilometer-Bestzeit erst im Juni 2008 auf 33:18 Minuten gesteigert hatte, gelang ihr im April 2009 im US-amerikanischen Berkeley eine weitere Steigerung auf 32:25 Minuten. Nun konzentrierte sie sich aber auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften, die Ende August 2009 in Berlin stattfanden. Dort wollte sie im Marathon erstmals unter 2:30 Stunden bleiben. Dies gelang ihr in 2:27:53 Stunden und Platz 10 als zweibeste US-Amerikanerin recht deutlich. Im Dezember verpasste sie ihre Halbmarathon-Bestzeit, die sie im Januar 2008 in Houston gelaufen war, in 1:12:14 Stunden in Las Vegas um nur vier Sekunden.

Im Mai 2010 verbesserte sie ihre Bestzeit über zehn Kilometer in Palo Alto auf 32:06 Minuten, zwei Monate später ihre 5.000-Meter-Bestzeit in Eugene auf 15:29 Minuten. Diese Zeit sollte sie jedoch bereits ein Jahr später in London in 15:08 Minuten erneut knacken. Als Vorbereitung auf diese beiden Bestzeit-Verbesserungen hatte sie im März 2010 einen Ausflug auf die 3.000 Meter gewagt und war bei den Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften im Aspire Dome in Doha in 8:51,08 Minuten auf Rang zehn gelaufen. Auch ihre Bestzeiten über die volle sowie die halbe Marathon-Distanz verbesserte sie wenig später erneut. So lief sie in Naples in Florida im Januar 2011 1:10:34 Stunden und gewann so den Naples-Halbmarathon. Bei den nationalen Meisterschaften über 10.000 Meter holte sie in 32:22 Minuten Bronze. Beim Boston-Marathon 2011 gelang ihr fast der ganz große Wurf. Mit nur zwei Sekunden Rückstand belegte sie am Ende nach 2:22:38 Stunden den zweiten Gesamtrang und verbesserte somit ihre eigene Bestzeit um weitere vier Minuten. In der langen Geschichte des Boston-Marathons war nur eine US-Amerikanerin schneller als Linden gewesen.

Nachdem sie vier Jahre zuvor die Olympischen Sommerspiele von Peking noch verpasst hatte, wollte sie in London 2012 auf alle Fälle dabei sein. Auch wenn sie im Vorausscheidungswettkampf in Houston in 2:25:55 Stunden den zweiten Platz belegte, zerplatzte auch dieses Mal der Traum vom Zieleinlauf bei den Olympischen Spielen, da sie sich einen Ermüdungsbruch am Oberschenkelknochen zugezogen hatte. Nach ihrer Rückkehr wurde sie 2013 bei den USTAF Meisterschaften über die Halbmarathon-Distanz Zweite und beim Berlin-Marathon in 2:29:15 Stunden Fünfte. Zudem verpasste sie ihre Halbmarathon-Bestzeit im Dezember 2013 in Okoyama in 1:10:51 Stunden nur um 17 Sekunden. Im April 2014 kam sie hinter Shalane Flanagan, die 2:22:02 Stunden benötigte, als zweite US-Amerikanerin des Boston-Marathons ins Ziel. In 2:23:54 Stunden erreichte sie den 10. Gesamtplatz. Bevor für sie ihr zweiter Marathon des Jahres anstand, kehrte sie zum wiederholten Male nach Eugene zurück, wo sie ihre 10.000-Meter-Bestzeit mit einer Zeit von 31:37 Minuten deutlich unter die 32-Minuten-Grenze drücken konnte. Als schnellste US-Amerikanerin und fünfte Läuferin insgesamt kam sie wenige Monate später beim weltgrößten Marathon, dem New-York-City-Marathon ins Ziel. Ihre Zielzeit betrug 2:28:11 Stunden.

2015 nahm sie sich nach ihren beiden erfolgreichen Marathonstarts 2014eine Auszeit von der Königsdistanz des Laufsports und konzentrierte sich mehr auf die Unterdistanzen. Am 15. März lief sie so beim New-York-City-Halbmarathon nach 1:12:36 Stunden auf Rang 12 liegend ins Ziel. Bei den nationalen Leichtathletik-Meisterschaften erreichte sie in 32:53 Minuten den sechsten Platz. Zudem holte sie bei den Panamerika-Spielen über 10.000 Meter Silber. Obwohl sie das Feld fast 25 Stadionrunden angeführt hatte, musste sie sich im Zielsprint der Mexikanerin Brenda Flores geschlagen geben. Ihre schnellste Zeit lief sie über diese Distanz jedoch bereits im Juli in Toronto in Kanada, als sie 32:43,99 Minuten benötigte.

2016 plante sie auf die Marathon-Distanz zurückzukehren und sich ihren olympischen Traum zu erfüllen. Darum ging sie am 13. Februar bei den US Summer Olympic Trials in Los Angeles an den Start. Bei warmen Temperaturen erreichte sie das Ziel nach 2:28:54 Stunden als Zweitplatzierte und qualifizierte sich somit gemeinsam mit Amy Gragg und Shalane Flanagan für die Olympischen Sommerspiele von Rio de Janeiro. Ihr letztes wichtiges Rennen vor ihrer Reise nach Brasilien machte sie am 30. April 2016, als sie bei den US-amerikanischen Halbmarathon-Meisterschaften startete. Hinter Tara Erdmann erreichte sie das Ziel in Columbus in Ohio nach 1:11:06 Stunden auf Platz zwei. Danach folgte die finale Vorbereitungsphase auf den 23. August, an dem sie die USA gemeinsam mit Gragg und Flanagan in Rio de Janeiro vertreten wollte. Das Rennen beendete sie nach einer intensiven Vorbereitung und nicht einfachen Bedingungen während des Rennens im Sambodromo als Siebte in 2:26:08 Stunden. Ihre Landsfrauen Flanagan und Gragg kamen auf die Plätze sechs und neun.

Das nacholympische Jahr startete für Linden mit dem New-York-City-Halbmarathon am 19. März. In einem sehr stark besetzten Rennen kam sie in 1:11:05 Stunden auf den siebten Platz. Rund vier Wochen später ging sie zum wiederholten Male beim Boston-Marathon an den Start. Diesen beendete sie als Viertplatzierte in 2:25:06 Stunden.

Facebook: Desiree Linden auf Facebook
Autor: Jonas Müller 16.06.2017
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