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Berlin-Marathon 2018 Ein Duell wie Messi gegen Ronaldo

Kipchoge gegen Kipsang: Am Sonntag treffen die beiden Ausnahmeathleten aus Kenia beim 45. Berlin-Marathon aufeinander.

Zersenay Tadese, Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang bei der Pressekonferenz vor dem Berlin-Marathon. +
Foto: photorun.net

Zersenay Tadese, Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang bei der Pressekonferenz vor dem Berlin-Marathon.

Eliud Kipchoge gegen Wilson Kipsang, das ist wie Lionel Messi gegen Cristiano Ronaldo oder Rafael Nadal gegen Roger Federer im Fußball beziehungsweise Tennis. Am Sonntag treffen die beiden Ausnahmeathleten aus Kenia beim 45. BERLIN-MARATHON aufeinander: Kipchoge und Kipsang laufen zum dritten Mal beim schnellsten Marathonrennen der Welt gegeneinander. Die Bestzeit des Olympiasiegers Kipchoge ist mit 2:03:05 Stunden nur acht Sekunden vom Weltrekord entfernt, der frühere Weltrekordler Kipsang ist mit seiner Topzeit von 2:03:13 nur acht Sekunden langsamer. Eliud Kipchoge will am Sonntag seine Bestzeit unterbieten und wird auch den Weltrekord angreifen, Wilson Kipsang ist ebenfalls bereit für eine Tempojagd in diesem Bereich. Das Duell der beiden in Berlin geht übrigens schon in die dritte Runde. Bisher steht es 1:1. 2013 gewann Kipsang, im vergangenen Jahr siegte Kipchoge.

Der Berlin-Marathon wird am Sonntag um 9.15 Uhr auf der Straße des 17. Juni gestartet (Handbiker und Rollstuhlfahrer starten ab 8.50 Uhr) und sowohl in der ARD als auch im RBB live übertragen. Mit 44.389 Läufern aus 133 Nationen verzeichnet Veranstalter SCC Events einen Anmelderekord.

Im Männer-Marathon ist Berlin schon lange das Maß der Dinge weltweit. In den vergangenen 15 Jahren wurden auf der flachen Strecke im September ein halbes Dutzend Weltrekorde aufgestellt. Seit 2003 wurde die globale Männer-Bestzeit nur noch in Berlin gebrochen. Seit 2011 wurde zudem die Jahresweltbestzeit immer nur in Berlin aufgestellt. Die derzeitige Jahresweltbestzeit lief der Äthiopier Mosinet Geremew mit 2:04:00 in Dubai im Januar. Den aktuellen Weltrekord hält der Kenianer Dennis Kimetto mit 2:02:57 Stunden. Diese Zeit lief er vor vier Jahren in Berlin.

Auch in der Pressekonferenz hielt sich Eliud Kipchoge bezüglich seines offensichtlichen Weltrekordversuches zurück: „Ich habe mich nach meinem Sieg in London im April nur noch auf Berlin fokussiert und kann versichern, dass ich am Sonntag ein gutes Rennen laufen werde. Ich möchte meine persönliche Bestzeit unterbieten“, erklärte Eliud Kipchoge, der zehn seiner elf Marathonrennen gewinnen konnte. Schon jetzt wird der Kenianer von vielen als bester Marathonläufer aller Zeiten bezeichnet. Keinen Zweifel an dieser Einordnung gäbe es, wenn er am Sonntag auch den Weltrekord brechen würde. Auf Nachfrage sagte Kipchoge zum Weltrekord nur: „Ja, das wäre natürlich sehr gut, wenn ich ihn laufen würde.“

Wahrscheinlich erklärt sich die Zurückhaltung auch damit, dass der 33-jährige Eliud Kipchoge bei zwei Weltrekordversuchen in Berlin Pech hatte: 2015 lösten sich beide Innensohlen seines Schuhs. Unter Schmerzen gewann er trotzdem noch in 2:04:00 Stunden. Vor einem Jahr stoppte schlechtes Wetter die Rekordjagd. Kipchoge gewann mit einem „Regen-Weltrekord“ von 2:03:32. Nie zuvor lief ein Athlet bei derart schlechten Wetterbedingungen so schnell. Dass Kipchoge schneller als 2:02:57 rennen kann, hat er im letzten Jahr in Monza bewiesen. Bei einem allerdings irregulären Rennen erreichte er 2:00:25 Stunden.

Der einzige, der Eliud Kipchoge bisher über die 42,195 km bezwingen konnte, war Wilson Kipsang 2013. In Berlin gewann er damals in der Weltrekordzeit von 2:03:13. Der 36-Jährige hat sehr viel Erfahrung und über viele Jahre immer wieder absolute Weltklassezeiten erzielt. Viermal lief Kipsang schon unter 2:04 Stunden - das hat bisher noch kein anderer geschafft, auch nicht Kipchoge.

Wilson Kipsang wird am Sonntag allerdings etwas defensiver laufen als Eliud Kiochoge. „Ich will so ähnlich laufen wie bei meinem Weltrekord 2013. Damals bin ich die zweite Hälfte schneller gerannt als die erste. Am Sonntag möchte ich die Halbmarathonmarke nach 61:30 erreichen“, erklärte Wilson Kipsang, der vor einem Jahr in Berlin nach 30 km ausgestiegen war.

Unter jenen Läufern, die voraussichtlich mit Kipsang in einer Verfolgergruppe rennen werden, ist auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (Eritrea). „Ich möchte am Sonntag meine persönliche Bestzeit unterbieten“, sagte Tadese, der bisher noch nicht über 2:10:41 hinausgekommen ist.

Nach verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingten Absagen ist am Sonntag kein deutscher Topläufer am Start.
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Autor: race-news-service.com 14.09.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berlin-Marathon 2019.

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