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Interview Ein Lauf mit Thomas Straubhaar

Wirtschaftsforscher und Universitätsprofessor Thomas Straubhaar versteht jede Sporteinheit als Arztbesuch, der sich selbst erklärt.

Trainingstagebuch
Strecke: Naturschutzgebiet Billetal
Ort: Reinbek
Wetter: regnerisch, 13 Grad
Distanz: 4 Kilometer
Zeit: 30 Minuten
Tempo: 7:30 min./km

Vor kurzem waren Sie noch in den USA, als dort die Zahlungsunfähigkeit drohte; anschließend standen Sie bei Beckmann im Fernsehen Rede und Antwort – jetzt laufen wir. Welchen Stellenwert hat das Laufen für Sie?
Thomas Straubhaar: Einmal pro Woche gehe ich als Ausgleich zur fordernden Tätigkeit als Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) joggen – wenn auch manchmal und vor allem in dunklen Zeiten auf dem Laufband oder Hometrainer.

In Wirtschaftskreisen sind Sie ein gefragter Mann. Wie bekommen Sie Ihr Sportpensum in den Alltag integriert?
Ein Freund sagte mir einmal, ich solle jede Sporteinheit wie einen Arztbesuch verstehen, der sich selbst erklärt. Seitdem trage ich ein Jahr im Voraus alle meine sportlichen Aktivitäten in meinen Kalender ein und versuche mich konsequent an die Termine zu halten. Das gelingt mir fast immer.

Wie viel Sport treiben Sie?
Ich mache einmal wöchentlich etwas für meine Kondition. Dazu spiele ich an einem Tag in der Woche Tennis, an einem anderen mache ich Krafttraining. Meistens fallen meine Sporttage auf Samstag und Sonntag sowie einen Tag unter der Woche.

Stimmt es, dass Sie in der schweizerischen Handballnationalliga gespielt haben?
Richtig, aber nur in der zweiten Liga. Für den Sprung in die Stammsechs hat es dann leider nicht gereicht. Deshalb widmete ich mich danach ganz dem VWL-Studium in Bern.

Im September 2014 werden Sie freiwillig aus dem HWWI ausscheiden. Warum?
Man soll aufhören, wenn es am schönsten und man am erfolgreichsten ist. Das ist übrigens eine Weisheit, die aus dem Sport kommt. Ich möchte mich fortan wieder der Forschung widmen. Dafür werde ich ein halbes Jahr lang in die USA gehen, um bei der Transatlantic Academy des German Marshall Fund in Washington zu forschen.

Dann wird mehr Zeit für Sport bleiben?
Ich möchte dort jeden zweiten Tag Sport treiben. Je älter man wird, desto mehr Gewicht bekommt das Thema Gesundheit.

Aber mit einem Marathon kokettieren Sie nicht?
Nein, beim Laufen lasse ich den Ehrgeiz außen vor. Anders beim Tennis, wo ich lieber öfter gewinnen würde. Allerdings bleibt noch ein großes Laufziel offen: einmal an einem Sonntagmorgen die große Acht im Central Park in New York durchlaufen zu können. Das letzte Mal hat es nicht geklappt ...

Was könnten Banker von Läufern lernen?
Durchhaltevermögen und Ausdauer. Außerdem über die eigenen Grenzen zu gehen und ...

... tun Sie das nicht allzu oft?
Tun Sportler das nicht auch? Darum geht es doch: Nämlich die eigenen Grenzen zu erkennen. Das geht nur, indem man sich ihnen annähert.

Glückwunsch übrigens.
Wozu?

Zur deutschen Staatsangehörigkeit. Sie durften mit 56 Jahren dieses Jahr das erste Mal wählen. Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?
Leider haben die Liberalen den Einzug in den deutschen Bundestag verpasst. Aber auch die Protestparteien haben kaum Anklang gefunden, das ist ein gutes Zeichen. In Deutschland scheint insgesamt eine große Zufriedenheit zu herrschen.
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