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Sie liebt Bewegung - und Schokolade Ein Walk mit Jana Ina Zarella

Moderation und Model Jana Ina Zarella strahlt pure Energie und Fröhlichkeit aus. Kraft dafür findet sie im Sport und in der Familie. Wir walkten mit ihr in Brüggen.

Jana Ina Zarella +
Foto: Jens Nieth

Jana Ina liebt Bewegung – ob beim Pilates oder beim Walken.
Im Sommer trifft man sie beim Women’s Run in Köln, Frankfurt und Stuttgart.

Trainingstagebuch
Strecke: Brüggen (Kreis Viersen, NRW), Brachter Wald und Heidemoore
Wetter: sonnig, 12 Grad
Distanz: 3 Kilometer
Zeit: 30 Minuten
Tempo: 10:00 Min./km

RUNNER’S WORLD: Walkst du regelmäßig?

Jana Ina Zarella:
Ich walke am liebsten im Forstbotanischen Garten im Kölner Süden, da gibt es eine super Runde von rund 25 Minuten. Wenn die Zeit es erlaubt, walke ich dort zwei Runden. Zweimal die Woche mache ich mit einer Gruppe aus der Nachbarschaft Pilates, vorher walke ich ebenfalls gern eine Runde.

Läufst du auch mal?

Das kann ich leider nicht mehr. Ich habe einen Knorpelschaden am Knie, sodass es beim Laufen sehr weh tut. Und beim Zumba, das ich jetzt auch nicht mehr machen kann. Dabei liebe ich es. Aber das Knie ist danach total dick. Jetzt walke ich, mache Yoga und Pilates.

Walkst du allein?

Ja, meist walke ich allein. Am Wochenende kommt Giovanni manchmal mit und die Kinder begleiten uns mit dem Fahrrad oder wir fahren einfach alle mit dem Fahrrad. Mein Mann und ich sind beide aktiv und machen Sport – ich finde es gut, dass es für die Kinder dadurch einfach selbstverständlich ist, Sport zu machen. Unser Sohn trainiert dreimal die Woche Fußball, Giovanni kann es auch immer noch nicht lassen, unsere Tochter tanzt viel.

Kommt der Hund denn auch mit zum Walken?

Nein, der Hund leider nicht. Er ist schon fast 16 und schafft es mit seinen kleinen Dackelbeinchen nicht mehr.

Wie bekommst du Job und Sport unter einen Hut?

Das Gute an meinem Job ist, dass ich nicht jeden Tag arbeite, da bleibt dann Zeit für Sport. In den Produktionswochen arbeite ich aber sehr viel und walke dann meistens nicht, da bin ich abends zu ko. Aber dann mache ich ein paar Übungen im Hotel. (Wir unterbrechen kurz, um eine große Herde Rehe zu bewundern, die an der Laufstrecke stehen.) Wenn ich total müde bin, mache ich zumindest etwas Yoga, wenn ich noch fit bin, mache ich Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Pilates-Übungen, Bauch und Rücken.

Ein paar Übungen habe ich da immer im Kopf, die ich immer mache. Seit ich Pilates mache, habe ich auch keine Rückenschmerzen mehr. Ich habe gemerkt, dass ich den Sport als festen Termin in meinen Alltag integrieren muss. Nur so funktioniert es. Mit den Nachbarinnen treffen wir uns regelmäßig, die Termine gehören einfach dazu. Montags habe ich in einem Tanzstudio noch eine Hammer-Pilates-Stunde, die ich liebe und nie versäume, wenn ich zuhause bin. Heute hätte da sein müssen. Das sind meine drei Termine, zu denen ich immer hingehe. Wenn ich dann noch Freiräume habe, nutze ich die, mal eine Runde zu walken.

Du bist ja auch beim Women’s Run dabei – wie gefällt dir das Event?

Letztes Jahr war ich in Stuttgart das erste Mal bei einem Women’s Run und fand das Konzept so cool. Ich war dann in jeder Stadt dabei, konnte aber leider nicht mitmachen, weil ich damals meine Knieverletzung hatte. Dieses Jahr walke ich aber mit, in Köln, Frankfurt und Stuttgart bin ich dabei. Es ist ein Hammer-Event. Das Besondere ist, dass es für jede Frau ist, ob man anfängt oder schnell läuft, walkt oder einfach nur Spaß haben will. Es geht nicht darum, wer Erster oder Letzter ist, sondern nur um das Dabeisein. Mütter und Töchter laufen zusammen oder sogar die Oma mit der Enkelin.

Zweite Wildbeobachtungspause: Direkt vor uns kreuzen Rehe die Strecke. Jana Ina macht ein Instagram-Video davon.

Achtest du viel auf deine Ernährung?

Erst seit fünf Jahren mache ich aktiv Sport. Da kam dann dazu, dass ich mehr auf die Ernährung geachtet hab und auch einiges geändert habe. Guivanni und ich lachen heute manchmal darüber, was wir am Anfang unserer Beziehung alles gegessen haben. Wir haben wirklich schlecht gegessen und und ich habe im Gegensatz zu Giovanni zu dieser Zeit nicht mal Sport gemacht.

„Den Sport und die bessere ­Ernährung spürt man. Wir sind, was wir essen. Aber ich lasse auch nicht alles weg. Ich liebe Schokolade!“

Aber du hattest trotzdem immer eine gute Figur.

Das war bei mir viel Glück. Gute Gene. In meinen Familien mütterlicher- und väterlicherseits waren alle dünn. Als Teenager hatte ich so dünne Beine, dass ich mich geschämt habe dafür. Dünn war ich also schon immer, aber dadurch, dass ich heute Sport mache, sieht der Körper ganz anders aus, die Muskeln sind fester. Und auch die bessere Ernährung spürt man. Wir sind, was wir essen. Das ist tatsächlich so. Ich lasse nicht alles weg, auf keinen Fall. Ich bin ein Mensch, der Zucker liebt. Leider! Ich liebe Schokolade.

Für unsere Ernährung zuhause habe ich aber eine gute Balance gefunden zwischen gesund essen und manchmal ein bisschen Blödsinn naschen. Das macht es aus. Ich finde, dass man es den Menschen die auf alles verzichten oft ansieht – sie wirken oft nicht glücklich. Sobald du dich bewegst, gesund lebst, und auch gute Sachen isst, darfst du ruhig auch ab uns zu ungesundes essen, ohne ist doch auch langweilig. Ich frühstücke immer sehr gesund – koche morgens immer mein Porridge. Ich habe wirklich gemerkt, dass mein Körper dadurch besser funktioniert. Wir bringen den Kindern bei, viel Gemüse zu essen, viel Obst zu essen. Ich probiere auch gern neue, gesunde Sachen aus. Gestern habe ich zum Beispiel Blumenkohlreis gemacht. Und dann kann ich mir auch mein Stückchen Schokolade gönnen.
Jana Ina Zarella und Redakteurin Britta Ost +
Foto: Jens Nieth

Tolle Landschaft, Frühlingsgefühle und neugierige Rehe: Jana Ina Zarella und Redakteurin Britta Ost genossen den Walk.

Du bewegst dich ja auch viel.

Ja. Alles hängt zusammen. Bewegung ist das A und O. Deswegen lege ich auch so viel Wert darauf, dass unsere Kinder viel draußen sind und sich bewegen

Beim Sport geschminkt oder ungeschminkt?
Ich schminke mich in meinem Alltag nie, nie, nie. Heute bin ich nur geschminkt, weil ihr Fotos macht. Sonst wäre ich beim Walken nicht geschminkt. Schminke ist für mich Arbeitskleidung. Ich kann nicht verstehen, dass Menschen geschminkt zum Sport gehen. Ich schlafe lieber 15 Minuten länger. Die Haut braucht ja auch Pause vom Make-up. Natürlich fühle ich mich auch besser, wenn ich Conceiler und Mascara trage und ein bisschen Rouge – jede Frau fühlt sich besser dabei. Aber zum Sport kann ich Make-up wirklich nicht gebrauchen.

Dann verrätst du uns jetzt keine Stylingtipps für den Sport.

Nein, es ist viel besser, sein Gesicht vor dem Sport mit einer guten Feuchtigkeitscreme zu versorgen und, wenn man viel draußen ist, immer einen UV-Schutz benutzen. Das ist wirklich sehr wichtig, damit mit Haut lang gesund und faltenfrei bleibt. Ich benutze trotz meiner leicht braunen Haut immer einen UV-Schutz, gegen Pigmentstörungen und weil ich es schön finde, dass meine Haut weiterhin möglichst lange faltenfrei bleibt.

Und die Laufmode?

Ich mag bunte Outfits. Farbenfrohe Sport-Outfits geben mir gute Laune, pushen mich beim Training und helfen mir, mich gut zu fühlen. In meinem Alltag sieht man mich auch so gut wie nie in Schwarz. Beim Sport müssen die Sachen dabei noch gut am Körper liegen. Es gibt nichts Schlimmeres als eine Hose, die ständig rutscht. Deswegen braucht man eine gute Hose. Ich finde die mit einem breiten Bund im Bauchbereich sehr angenehm. Und ein guter Sport-BH ist ein Muss!

Welche Strecken magst du? Stadt oder Natur?

Ich bin für schöne gerade Strecken – aber in der Natur. Es muss nicht asphaltiert sein, im Forstbotanischen Garten sind die Strecken auch nicht asphaltiert, aber doch schön glatt. Ich laufe lieber auf ebenen Wegen als mitten durchs Gebüsch. Auf unebenen Wegen habe ich eher Angst, mich zu verletzen. Aber draußen zu sein finde ich immer toll. Das sind die Momente, wo ich komplett abschalte. Manchmal bin ich soweit weg mit meinem Gedanken, das tut echt gut. Ich brauche einen Ausgleich von meinem Job. Wenn ich bei einer Produktion bin, ist es tagelang so, dass man immer gut drauf sein muss, viel reden und immer lächeln muss. Man muss sich extrem konzentrieren, Text lernen. Es sind lange Tage, manchmal 14, 15 Stunden am Stück. Da freue ich mich immer, wenn ich wieder Sport machen kann und einen tollen Ausgleich habe. Dadurch komme ich runter, komme wieder zu mir, auch wenn es nur 10 Minuten Yoga im Hotelzimmer sind.

Vielen Dank für das Interview.
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Autor: Britta Ost 21.06.2018
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