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Mehrfache Welt- und Europameisterin im Trailrunning Emelie Forsberg

Emelie Forberg zählt zu den besten Trail-Läuferinnen ihrer Generation. Sie feierte große Triumphe und gewann so beispielsweise die Skyrace Serie.

Emelie Forsberg im Ziel des Transvulcania +
Foto: Saul Santos

Emelie Forsberg gewann 2015 den Transvulcania auf La Palma.

Die Schwedin Emelie Tina Forsberg wurde am 11. Dezember 1986 geboren und wuchs im kleinen Dorf Noraström rund 40 Kilometer nördlich von Härnösandon auf. Im Alter von 15 Jahren wurde ihre Begeisterung für den Klettersport geweckt. Nach einem beruflich bedingten Umzug zog sie jedoch auch immer öfter die Laufschuhe an und kam so auch diesem Sport näher. Ihr erstes Rennen bestritt sie beim Swedish Fjällmaraton 2009. Vor dem letzten Anstieg des Trail-Rennens legte sie eine 20-minütige Pause ein und nahm zur Stärkung einen Schokoladenkuchen zu sich. Sie lief weiter und gewann das Rennen. Im darauffolgenden Jahr verbesserte sie sich ohne Pause um 30 Minuten. 2014, als sie bereits zur Weltspitze zählte, kehrte sie erneut zurück und lief nochmals rund 30 Minuten schneller, womit sie den Streckenrekord verbesserte. 2011 zog es sie beruflich nach Norwegen, wo sie fortan am Rande des Jotunheimen National Park wohnte und trainierte. Im Mai 2012 wurde sie eingeladen bei Zegama-Aizkorri Mendi Maratoia mitzulaufen. Das Rennen beendete sie auf dem dritten Rang, zwei Monate später gewann sie jedoch das Dolomites Skyrace. Darüber hinaus sicherte sich den Sieg beim Mt. Kinabalu Climbathlon, bei Kilian’s Classik in Frankreich und bei mehreren Salomon Trail Tour Rennen, unter anderem im schwedischen Sälen und in Kristianstad. Am Ende des Jahres konnte sie sich zudem über ihren Gesamtsieg bei der Salomon Trail Tour Schweden sowie ihrem Sieg in der Gesamtwertung der Skyrunner World Serie freuen. Obwohl sie bereits zu diesem Zeitpunkt große Erfolge einfuhr, unterliefen ihr noch verschiedene Fehler. So verlor sie bei einem Rennen in Schweden beispielsweise ihre Skier und musste deshalb eine der achte Runden komplett laufend bewältigen.

2013 startete Forsberg eine beeindruckende Serie, indem sie von 2013 bis 2015 alle Rennen, bei denen sie antrat, der Ultra Skyrunning World Serie gewann. Einen einzigen Patzer leistete sie sich jedoch. Beim Trofeo KIMA stieg sie 2014 klar auf Streckenrekordkurs liegend 500 Höhenmeter ab, bemerkte dann jedoch, dass sie die falsche Route gewählt hatte. Sie drehte um und finishte am Ende trotz eines Zeitverlustes von rund einer Stunde auf Rang zwei. Darüber hinaus sicherte sie sich 2013 zahlreiche weitere Siege wie beispielsweise den Sieg beim Transvulcania in Spanien und beim 65 Kilometer langen Ice Trail Tarentaise in Frankreich, wo sie den Streckenrekord verbessern konnte. Auch beim Matterhorn Ultraks (46 Kilometer), beim 100-Kilometer-Lauf UROC in Colorado und beim Trans D’Havet (80 Kilometer) stand sie ganz oben auf dem Podest. Mit ihrem Sieg beim Trans D’Havet sicherte sie sich zudem den Europameistertitel im Ultra-Skyrunning. Ihr längstes Renen bestritt sie auf La Réunion, wo über 100 Meilen Zweite wurde. Im darauffolgenden Jahr organisierte sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Kilian Jornet Burgada in Norwegen das erste Tromsø Skyrace, das 2015 bereits in die Skyrunner World Serie aufgenommen wurde.

Auch 2014 gewann Forsberg, die sich selbst trainiert und auf die Unterstützung eines professionellen Trainers verzichtet, mehrere namhafte Rennen. So wiederholte sie zum Beispiel ihre Vorjahressiege am Matterhorn und beim Ice Trail Tarantaise, gewann zum dritten Mal den Fjällmaraton in Schweden und errang verschiedene Meistertitel wie beispielsweise den Weltmeistertitel im Ultra-Skyrunning, den sie sich im Rahmen des 84-Kilometer-Rennens am Mont Blanc sicherte. Auch auf einer flachen Strecke stellte sie ihr Können unter Beweis, indem sie bei „Run Richmond Park“ in London für die zehn Kilometer keine 37 Minuten benötigte. Auch die Skyrunning World Serie gewann sie 2014 ein zweites Mal, was ihr auch 2015 gelingen sollte, als sie alle fünf Rennen der Serie, an denen sie teilnahm, gewann. 2015 bstritt sie mehrere Rennen in den USA, darunter auch ein Dreifach-Start innerhalb eines Wochenendes. Bei „The Rut“ lief sie in Montana am Freitag beim Vertical Race mit, bei dem sie Vierte wurde. Am Samstag holte sie sich Platz fünf über 25 Kilometer, am Sonntag den Sieg über 50 Kilometer. 2016 ließ sie Siege beim Kendall Mountain Run in Colorado, beim Trofeo KIMA und beim Trail de l’Arclusaz folge, war jedoch noch von einer Knieverletzung geschwächt. Zudem kauft sie Anfang des Jahres gemeinsam mit Kilian Jornet ein Haus in Måndalen in Norwegen.

2017 gewann sie beim Åndalsnesløpet über fünf Kilometer, beim Salomon 27K und bei mehreren Vertikal-Läufen. Zudem sicherte sie sich den zweiten Platz beim 56 Kilometer langen Ultra-Trail Orsières – Champex – Chamonix und beim Dalsnibba Run in Norwegen. Beeindrucken konnte sie auch mit ihrer Leistung beim 55 Kilometer langen Glen Coe Skyline in Schottland, wo sie in neuer Streckenrekord-Zeit gewann. Ebenfalls in Schottland wurde sie beim Salomon Mamores VK Dritte. Als ihre große Stärke bezeichnet sie selbst das Bergab-Laufen, wovon sie besonders bei Vertikal-Läufen profitiert.

Auch im Skibergsteigen feierte Forsberg, die 2005 ihr Bachelor-Studium und 2009 ihr Biologie-Master-Studium an den Universitäten in Umea (Schweden) und Tromsø (Norwegen) begann, seit 2010 mehrere Erfolge und zählt daher auch seit mehreren Jahren zur schwedischen Nationalmannschaft. 2015 kam sie bei den Weltmeisterschaften im schweizerischen Verbier beispielsweise auf den dritten Rang. Wie auch ihr Lebensgefährte Kilian Jornet verbesserte die Schwedin mehrere Rekorde, bei denen es darum ging einen Berg schnellstmöglich auf- und abwärts zu laufen. Den Grand Teton im US-Bundesstaat Wyoming lief sie am 11. August 2012 in 3:51 Stunden. Am Mont Blanc benötigte sie 2013 8:10 Stunden, am Matterhorn 5:52 Stunden. Ebenfalls am Mont Blanc musste sie im September 2013 gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Kilian Jornet gerettet werden, da sie für die schnell wechselnden Wetterverhältnisse unpassend gekleidet waren und so in ernsthafter Gefahr waren.

Homepage: www.emelieforsberg.com
Facebook: Emelie Forsberg auf Facebook
Autor: Jonas Müller 28.09.2017
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