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Silber-Medaillen-Gewinnerin im Olympischen Marathon 2016 Eunice Kirwa

Eunice Kirwa wechselte ihre Nationalität, knackte den bahrainischen Marathon-Rekord und gewann in Rio de Janeiro Olympia-Silber im Marathon.

Eunice Kirwa +
Foto: photorun.net

Ihre größten Erfolge errang die gebürtige Kenianerin im Trikot Bahrains.

Die für Bahrain startende Eunice Jepkirui Kirwa wurde am 20. Mai 1984 in Kenia geboren. Nach ihrem Nationenwechsel 2013 gewann sie über die klassischen 42,195 Kilometer 2015 in Peking WM-Bronze und in Rio de Janeiro bei den Olympischen Sommerspielen Silber. Ihre Karriere begann sie, indem sie 1999 für Kenia bei den Jugend-Leichtathletik-Weltmeisterschaften im polnischen Bydgoszcz an den Start ging. Über 1.500 Meter kam die damals 15-Jährige als Fünfte ins Ziel. Silber ging an ihre Landsfrau Sylvia Kibet. Zwei Jahre später wurde sie in Debrecen in Ungarn Siebte. In der Folge verschwand sie für mehrere Jahre von der internationalen Bildfläche und versuchte sich im Hindernislauf. 2004 nahm sie so über 2.000 Meter Hindernis an den North Rift Meisterschaften und etwas später auch über 3.000 Meter Hindernis an den kenianischen Meisterschaften teil, bei denen sie Dritte wurde.

2006 entschied sie sich ihre Karriere auf der Straße fortsetzen zu wollen. Hierfür ging sie nach Nordamerika, wo sie die zehn Kilometer in Toronto in 32:52 Minuten absolvieren konnte. 2008 brach sie zu einer Tour durch Brasilien auf, bei der sie immer mindestens den zweiten Gesamtplatz erreichte. Beim Sao-Paolo-Halbmarathon verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit auf 1:15:00 Stunden. Ein Jahr später kehrte siw zurück um sich auf 1:13:34 Stunden zu verbessern. Kurz darauf gewann sie zudem den Rio-de-Janeiro-Halbmarathon, dessen Sieg sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Joshua Kiprugut Kemei auch im darauffolgenden Jahr sicherte. 2011 machte sie den Hattrick perfekt und lief in 1:10:29 Stunden erneut auf brasilianischem Boden Halbmarathon-Bestzeit. Diese brach sie beim Azkoitia-Azpeitia-Halbmarathon ein weiteres Mal und konnte sich so über eine Zielzeit von schnellen 1:08:39 Stunden freuen, was gleichzeitig die schnellste je gelaufene Zeit einer Frau auf spanischem Boden bedeutete. Dies gelang ihr auch über die Marathondistanz in der Hauptstadt Paraguays Asunción, wo sie im August 2012 ihr Marathondebüt gab, bei dem sie in 2:33:42 Stunden auf Anhieb gewann. Bereits drei Monate zuvor hatte sie sich über zehn Kilometer in Brasilien auf 31:57 Minuten verbessert.

Auf europäischer Bühne schien der Amsterdam-Marathon für sie der Türöffner zu noch größeren Erfolgen zu sein. Nachdem sie lange Zeit mit Meseret Hailu, die später gewann, zusammen gelaufen war, fiel sie gegen Rennende noch etwas zurück, finishte jedoch trotzdem noch unter dem alten Streckenrekord liegend nach 2:21:41 Stunden auf Rang zwei. 2013 startete sie beim Xiamen-Marathon, den sie hinter Fatuma Sado als zweite Läuferin beendete. Den im April folgenden Paris-Marathon, der nicht nur der größte Marathon Europas ist, sondern auch der zweitgrößte weltweit, finishte sie unweit des Triumphbogens auf Rang drei (2:23:34 Stunden). Bevor sie Ende Oktober beim Frankfurt-Marathon antrat, ging sie bei Halbmarathons in Lissabon, Gifu und Luanda an den Start. In der portugiesischen Hauptstadt kam sie mit zehn Sekunden Rückstand auf Weltmeisterin Edna Kiplagat auf Platz zwei, in Gifu sechs Sekunden hinter Mestawet Tufa ebenso. Obwohl sie auch in Frankfurt unter 2:24 Stunden bleiben konnte, musste sie sich mit dem fünften Platz zufrieden geben. Als das sportliche Jahr 2013 bereits beendet war, wechselte sie ihre Nationalität. Ab Juli 2014 war sie für den Wüstenstaat Bahrain startberechtigt. In dieser halbjährigen Übergangsphase nahm sie am Boston-Marathon teil, den sie jedoch nicht finishte. Stattdessen gewann sie mit über sechs Minuten Vorsprung den Lanzhou-Marathon und verbesserte gleichzeitig den Streckenrekord auf 2:31:53 Stunden. Auch den Luanda Halbmarathon gewann sie. Ihre Zeit (1:08:31 Stunden) bedeutete gleichzeitig eine neue persönliche Bestzeit über dies Distanz.

Ihr internationales Debüt für Bahrain gab sie bei den Asien-Spielen 2014 in Incheon (Südkorea), bei denen sie sich Marathon-Gold sichern konnte. Dabei ließ der Japanerin Ryoko Kizaki auf den finalen Rennkilometern keine Chance und lief somit in 2:25:37 Stunden zur ersten Marathon-Goldmedaille Bahrains in der Geschichte der Asien-Spiele. 2015 ging sie beim Nagoya Frauen-Marathon in Japan an den Start, den sie in neuer Streckenrekordzeit von 2:22:08 Stunden ebenfalls gewinnen konnte. Im Sommer folgte ihr Start bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking, wo sie in 2:27:39 Stunden auf Rang drei lief. Im darauffolgenden Jahr gewann am 7. Februar sie den Kagawa-Marugame-Halbmarathon in 1:08:06 Stunden und verteidigte am 13. März ihren Titel beim Nagoya Frauen-Marathon erfolgreich. Ihren größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere feierte sie jedoch bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro, bei denen sie am 14. August 2016 in 2:24:13 Stunden für Bahrain die Marathon-Silbermedaille gewinnen konnte.

Auch 2017 siegte sie Anfang Februar beim Kagawa-Marugame-Halbmarathon und verbesserte dabei auch ihre 10-Kilometer-Straßenlauf-Bestzeit auf 31:37 Minuten. Fünf Wochen später sicherte sie sich zum dritten Mal in Folge den Sieg beim Nagoya Frauen-Marathon. Dieses Mal gewann sie in 2:21:17 Stunden und näherte sich in neuer persönlicher Bestzeit so der ersten Zeit von unter 2:20 Stunden weiter an. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 lief sie beim Triumph ihrer Landsfrau Rose Chelimo in 2:28:17 Stunden auf den sechsten Gesamtrang. Eine Medaille verpasste sie dabei um nicht einmal eine Minute.
07.10.2017
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