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Deutsche Europameisterschaftsteilnehmerin im Halbmarathon Franziska Reng

Franziska Reng kam über Umwege zum Laufsport, zählt in jungem Alter nun jedoch bereits zu den besten Langstreckenläuferinnen Deutschlands.

Franziska Reng +
Foto: Chemnitz-Marathon / Ingolf Müller

Franziska Reng lief die knapp 21,1 Kilometer auf Anhieb in 1:12:33 Stunden.

Franziska Reng wurde am 22. Mai 1996 in Regensburg geboren und ging während ihrer Schulzeit lange Zeit dem Schwimmsport nach. Erst im Alter von 14 Jahren kam sie über Umwege zum Laufsport, indem sie von der ehemaligen bayrischen Hindernisläuferin Susi Lutz gescoutet und zum Probetraining zur LG Telis Finanz Regensburg eingeladen wurde. Da sich dieses mit ihrem Schwimmtraining überschnitt, versuchte sie ihr Glück in der Gruppe der ambitionierten erwachsenen Läufer. Sie überzeugte, durfte wiederkommen und fand nach und nach immer mehr Spaß am Laufen. Spätestens als sie ihren ersten Wettkampf bestritten hatte, war das Feuer in ihr entbrannt. In der Folge widmete sie sich immer mehr dem Lauftraining und fuhr das Schwimmtraining nach und nach zurück. Schnell stellten sich erste Erfolge ein. So kam sie im Alter von 16 Jahren auf den dritten Platz über 3.000 Meter der Deutschen U18-Meisterschaften.

Auch in den Folgejahren konnte sie sich in der Trainingsgruppe von Kurt Ring und Doris Schenk kontinuierlich weiterentwickeln. 2014 errang sie so in der Altersklasse U20 den dritten Platz der Deutschen Crosslauf-Meisterschaften. Ebenfalls Dritte wurde sie bei den Deutschen U23-Meisterschaften über 5.000 Meter. Mit ihren starken Vereinskolleginnen gewann sie bei den Deutschen 10-km-Straßenlauf-Meisterschaften zudem Silber in der Mannschaftswertung. Ihre ersten internationalen Auftritte sollten in ihrem letzten Jugendjahr, 2015, mit den Starts bei den U20-Europameisterschaften in Schweden über 5.000 Meter (9. Platz) und bei den Crosslauf-Europameisterschaften der U20 (10. Platz) in Frankreich sowie der Aktiven (1. Platz in der Mannschaftswertung) folgen. Darüber hinaus wusste sie auch national zu überzeugen. So lief sie über 10.000 Meter in 35:40,53 Minuten bei den Deutschen U20-Meisterschaften zu Bronze. In der Mannschaft gewann sie nach Silber im Vorjahr dieses Mal Gold. Dies gelang ihr auch bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften, bei denen sie zusätzlich als zweite U23-Läuferin finishen konnte. Zusätzlich sicherte sie sich bei den Deutschen Meisterschaften Silber über 3.000 Meter in der U20 sowie Silber über 5.000 Meter in der U23. Ein besonders starkes Rennen gelang ihr bei den Deutschen Meisterschaften im 10-km-Straßenlauf im baden-württembergischen Bad Liebenzell. Die gute vier Runden absolvierte sie in neuer persönlicher Bestzeit von 33:53 Minuten und kam somit auf den zweiten Platz der U23. Insgesamt kam sie altersklassenübergreifend auf den tollen fünften Rang.

Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass sie sich auf Dauer auf noch längere Strecken konzentrieren wolle. Dies tat sie erstmals im Frühjahr 2016 als sie ihre Vereinskollegin Anja Scherl nach Barcelona begleitete und dabei ihren ersten Halbmarathon lief. In 1:12:33 Stunden blieb sie auf Anhieb unter der Norm für die Leichtathletik-Europameisterschaften, die im Sommer in Amsterdam stattfinden sollten. Bevor sie jedoch in den Niederlanden an den Start ging, sicherte sie sich bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften den dritten Platz im Feld der U23-Läuferinnen sowie Silber in der Mannschaftswertung. Auf der Bahn lief sie bei den nationalen Meisterschaften über 10.000 Meter zum U23-Titel, was gleichzeitig Bronze unter allen Frauen bedeutete. Mit einer hartnäckigen Verletzung angereist musste sie das Halbmarathon-Rennen in Amsterdam im August bei warmen Bedingungen mit Schmerzen vorzeitig beenden. In der Folge hatte sie fast ein Jahr lang mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, musste deshalb auch operiert werden und kam erst im September 2017 wieder zurück, als sie in 34:07 Minuten bei den Deutschen 10-km-Straßenlauf-Meisterschaften in Bad Liebenzell ihre zwei Jahre zuvor an selber Stelle aufgestellte persönliche Bestzeit lediglich um 14 Sekunden verpasste.

Homepage: www.franzi-reng.de
Facebook: Franziska Reng auf Facebook
Autor: Jonas Müller 18.09.2017
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