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Türkischer Langstreckenläufer kenianischer Herkunft Kaan Kigen Özbilen

Kaan Kigen Özbilen feierte über 5.000 und 10.000 Meter für Kenia Erfolge wechselte dann aber zum Marathon und zur Türkei.

Kaan Kigen Özbilen +
Foto: photorun.net

Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 kam Kigen im Marathon auf den 14. Rang.

Kaan Kigen Özbilen wurde am 15. Januar 1986 als Mike Kipruto Kigen in Kenia geboren. Seit Oktober 2015 startet Kigen, der sich in der Vergangenheit besonders auf die 5.000 und 10.000 Meter konzentrierte, für die Türkei. 2005 verließ er die Simotwo High School in Ainabkoi und widmete sich daraufhin seiner sportlichen Karriere. Sein Durchbruch ließ auch auf internationaler Ebene nicht lange auf sich warten. Bereits 2006 kam er bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften im japanischen Fukuoka als Fünfter ins Ziel. Mit der kenianischen Mannschaft gewann er Gold. Darüber hinaus siegte er bei den kenianischen Meisterschaften über 5.000 Meter. Noch schneller als in seiner Heimat lief er jedoch in Oslo (12:58,58 Minuten), wo er eine Bestzeit aufstellte, die er in den nächsten Jahren nicht mehr verbessern sollte. Auch bei den Afrikameisterschaften in Bambous wusste er zu überzeugen. So errang er sowohl über seine Lieblingsdistanz von 5.000 Metern als auch über die doppelte Distanz Silber. In 28:03,70 Minuten konnte er über 10.000 Meter gar eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Auch beim IAAF Weltcup in Athen, bei dem er Afrika vertrat, kam er über 5.000 Meter als Zweiter ins Ziel. Danach bremste ihn jedoch eine Knieverletzung aus, sodass er erst 2007 wieder bei Wettkämpfen teilnehmen konnte.

Nach einem siebten Platz über 5.000 Meter beim Leichtathletik-Weltfinale in Stuttgart kam er 2008 an selber Stelle über 3.000 Meter auf Platz vier. Im Juli gewann er in 28:42 Minuten den Great Capital Run. Beim letzten Leichtathletik-Weltfinale, das 2009 stattfand lief er über 5.000 Meter auf Platz elf. 2010 wurde er trotz seiner drei Crosslauf-Siege zu Beginn des Jahres nicht für die Crosslauf-Weltmeisterschaften nominiert. Stattdessen verbesserte er seine 10-km-Bestzeit beim Parelloop in Brunssum auf 28:09 Minuten. Hinter Berhanu Delale kam er auf den vierten Rang. Diese Bestzeit sollte nicht lange Bestand haben. Bereits im Oktober lief er beim Great 10k in Berlin bereits nach 27:25 Minuten über die Ziellinie. Dort wurde er genauso Zweiter wie beim Course de l'Escalade. Da er auch 2011 nicht für das kenianische Aufgebot für die Crosslauf-Weltmeisterschaften berücksichtigt wurde, debütierte er beim Lissabon-Halbmarathon über die 21,1 Kilometer. In 1:00:49 Stunden kam er in einem weltklasse besetzten Rennen auf den fünften Platz. Beim Parelloop wurde er im April hinter Micah Kogo Zweiter. Beim Memorial Van Damme lief er die 10.000 Meter in 27:30,53 Minuten und verbesserte so seine Bestleistung. Über die halbe Distanz kam er nicht über 13:11,65 Minuten hinaus, was für die kommenden Jahre allerdings die schnellste Zeit bleiben sollte. Beim Delhi-Halbmarathon blieb er danach erstmals unter einer Stunde. In 59:58 Minuten lief er nur eine Sekunde hinter Sieger Lelisa Desisa auf dem zweiten Gesamtplatz ins Ziel.

2012 gewann er zum wiederholten Male den Crosslauf in San Sebastian. Den Azkoitia-Azpeitia-Halbmarathon beendete er als Drittplatzierter nach 1:01:40 Stunden, den Würzburger Residenzlauf hingegen als Gesamtzweiter. Sein Versuch sich für die Olympischen Spiele 2012 in London zu qualifizieren scheiterte, da er beim Prefontaine Classic über 10.000 Meter nur Zehnter und bei den kenianischen Vorausscheidungsläufen, den sogenannten Trials, über 5.000 Meter Fünfter wurde. Stattdessen ging er zum wiederholten Male beim Memorial Van Damme in Brüssel an den Start. In 27:03,49 Minuten verbesserte er seine persönliche Bestzeit erneut deutlich. Bei seinem letzten Lauf des Jahres, dem Great North Run, wurde er Vierter. Bereits im darauffolgenden Januar gab er sein Debüt über die volle Marathondistanz von 42,195 Kilometern. In einem weltklasse besetzten Feld lief er in Dubai nach 2:08:24 Stunden als Achter über die unweit des weltbekannten Luxushotels Burj Al Arab gelegene Ziellinie.
Nach einem Start Mitte des Jahres in Birmingham, wo er 13:36,51 Minuten für 5.000 Meter benötigte, nahm er die nächste Marathon-Vorbereitung in Angriff. Diese führte ihn nach einer sehr schnellen ersten Rennhälfte (1:01:53 Stunden) am Ende nur zu einem elften Rang beim Chicago-Marathon.

2014 lief er beim Paris-Halbmarathon in 1:00:44 Stunden auf den dritten Platz und beim Paris-Marathon auf Platz sieben. In einem spannenden Rennen zog Kigen auf den letzten 300 Metern des Great North Run gegen den mehrfachen 5.000- und 10.000-Meter-Weltmeister Mo Farah den Kürzeren. Beide kamen nach 59:59 Minuten ins Ziel. Beim Frankfurt-Marathon kam er nach 2:06:59 Stunden ebenfalls nur knapp geschlagen zehn Sekunden hinter Sieger Mark Kosgei Kiptoo als Zweiter ins Ziel. Anfang 2015 wurde er beim Adana-Halbmarathon Dritter und beim RAK-Halbmarathon in 1:00:14 Stunden Fünfter. Nach einem erneuten dritten Platz beim Marathon in der französischen Hauptstadt, kam er auch beim Great North Run nach Platz zwei im Vorjahr als dritter Läufer ins Ziel. Ab Oktober wandte er sich sportlich von seiner Heimat Kenia ab und ging fortan nicht mehr als kenianischer Läufer namens Mike Kipruto Kigen sondern als Kaan Kigen Özbilen für die Türkei an den Start. Bei seinem ersten Rennen im Trikot der Türkei lief er beim Amsterdam-Marathon auf den Bronze-Rang. Den Sieg beim San Silvestre Vallecana verteidigte er erfolgreich. Im März griff er beim Seoul International Marathon den fast 16 Jahre alten Europa-Rekord von Antonio Pinto an. Die Zeit von 2:06:36 Stunden, mit der der Portugiese Pinto den London-Marathon 2000 gewonnen hatte, unterbot Kigen um 26 Sekunden und stelllte so in 2:06:10 Stunden einen neuen Kontinentalrekord auf. Trotz seiner schneller Zeit kam er nur auf Platz drei. Im Sommer kehrte er aufgrund der Leichtathletik-Europameisterschaften nach Amsterdam zurück. Über die Halbmarathon-Distanz gewann er in 1:02:27 Stunden hinter dem Schweizer Tadesse Abraham (1:02:03 Stunden) Silber. Bei den Olympischen Spielen 2016 lief er den Marathon in Rio de Janeiro in 2:14:11 Stunden. Somit kam er fünfeinhalb Minuten hinter Sieger Eliud Kipchoge als 17. Läufer und 4. Europäer ins Ziel.

Im April 2017 absolvierte er die Halbmarathon-Distanz in Istanbul in 1:00:51 Stunden. Für 10.000 Meter benötigte er in Baku wenig später 27:41,99 Minuten. Im August vertrat Kaan Kigen Özbilen die Türkei bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London. Den auf der Tower Bridge, dem Wahrzeichen Londons, gestarteten Marathon lief er in 2:14:29 Stunden und kam so als Vierzehnter ins Ziel.
23.10.2017
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