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Mehrfacher Sieger des „Ultra-Trail du Mont Blanc“ Kilian Jornet Burgada

Der Spanier Kilian Jornet Burgada zählt zu den besten Bergläufern der Welt und gewann eine Vielzahl großer Rennen.

Kilian Jornet Porträt +
Foto: Salomon

Kilian Jornet Burgada gewann mehrfach den UTMB.

Kilian Jornet Burganda wurde am 27. Oktober 1987 in Sabadell geboren, wuchs in Refugi de Cap de Rec auf 2.000 Meter Höhe in den Pyrenäen auf und wohnt inzwischen in Puigcerda. Der Katalane machte sich mit Weltklasse-Berglaufleistungen einen Namen, ist jedoch auch als Skibergsteiger und Duathlet (Berglauf und Mountainbiking) aktiv. Bei den Skibergsteigern zählt er sogar seit mehreren Jahren zur Nationalmannschaft Spaniens. 2005 stellte er einen Streckenrekord beim Berglauf „Dôme de Neige des Écrins“ auf, 2007 und 2008 gewann er vier bzw. drei von sechs Rennen der SkyRunner World Series der Federation for Sport at Altitude (FSA) und ging mit seinem Sieg 2009 dreimal in Folge als Gesamtsieger hervor. Auch den Ultra-Trail du Mont Blanc (UTMB) gewann er bereits dreimal und ist somit gemeinsam mit Francois d’Haene männlicher Rekordsieger. Bereits als kleiner Junge zeigte er deutlich seine Begeisterung für Sport und Natur. So bestieg er mit vier Jahren erstmals den Aneto (3.404 Meter), den höchsten Berg der Pyrenäen, und mit sechs das Breithorn in der Schweiz (4.164 Meter).

Kilian Jornet, der mit der schwedischen Profi-Trailläuferin Emelie Forsberg in einer Beziehung lebt, trat bereits 2002 bei den spanischen Meisterschaften im Skibergsteigen erstmals in Erscheinung. Im Laufsport feierte er 2005 seine ersten Erfolge. Sowohl beim Cuita al Sol-Rennen als auch beim Cross Vertical in Andorra und beim Prueba de Copa de Espana kam er auf den zweiten Rang. Seinen ersten größeren Sieg feierte Jornet bei den Französischen Junioren-Berglaufmeisterschaften. Diesem ließ er einen starken sechsten Platz bei der Skyrunning-Weltmeisterschaft folgen. Für seine Leistungen im Skibergsteigen wurde er 2004, 2005 und 2006 mit dem katalanischen Sportpreis ausgezeichnet. 2007 siegte er nicht nur bei vier von sechs Rennen der SkyRunner World Series, sondern gewann auch beim Mt. Kinabalu International Climbathlon und sicherte sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jordi Martin Pascual und Xavier Zapater Bargue den zweiten Platz beim Orobie Skyrace. 2008 gewann er erstmals beim UTMB und wurde mit drei gewonnenen Rennen erneut Gesamtsieger der SkyRunner World Series. Auch im Skibergsteigen feierte er einige Erfolge, entschied sich Ende 2008 aber sich noch mehr auf den Laufsport konzentrieren zu wollen.

2009 begann Jornet, der an der University of Perpignan Via Domitia studierte, sein „Summits of my Life“-Projekt, womit er sich neuen Rennen, Auf- und Abstiegs-Rekorden und Herausforderungen widmen wollte, wozu beispielsweise Rennen am Kilimanjaro, das GR20-Rennen auf Korsika sowie der Tahoe Rim Trail zählten. Er sammelte dabei nicht nur viele Erfahrungen, wie er später sagte, sondern auch die erwarteten Titel und Rekorde. 2010 kam er in Kalifornien beim Western States Endurance Run als dritter Läufer ins Ziel. Auf La Réunion (Grand Raid de la Réunion) und in der Schweiz (Sierre-Zinal) gewann er. Im darauffolgenden Jahr gewann er den Western States Endurance Run erneut und verbesserte beim „The North Face 100“ in Australien den Streckenrekord. 2012 siegte er ein weiteres Mal beim Mt. Kinabalu Climbathlon und auf La Réunion. Im September 2012 lief er am Mont Blanc (4.810 Meter) die Innominata-Route über Courmayeur und Chamonix in 8:42 Stunden. Zehn Monate später lief er als erster Mensch unter fünf Stunden von Chamonix hinauf und wieder herab. Hierfür benötigte er 4:57 Stunden. Bereits im August versuchte er Gleiches am Matterhorn (4.478 Meter). Für den Auf- und Abstieg brauchte er von Breuil-Cervinia aus nur 2:52 Stunden und verbesserte somit Bruno Brunods Rekord von 1995 um mehr als 20 Minuten. Darüber hinaus gewann er 2013 den bekannten Transvulcanica in Spanien, den Ice Trail Tarantaise in Frankreich, das Dolomites SkyRace, Dolomites Vertical Kilometer, die den Trans D’Hayet und das Limone SkyRace Extreme in Italien. Zudem sicherte er sich den Auf- u. Abstiegsrekord am Kilimanjaro.

Für den Auf- und Abstieg am Denali (6.168 Meter) benötigte er 2014 11:48 Stunden, benutzte hierbei jedoch Skier. Den alten Rekord unterbot er um 5:06 Stunden. In Colorado gewann er den Hardrock Hundred Mile Endurance Run, am Mont Blanc erneut den Marathon und in Spanien Zegama-Aizkorri. Zudem lief er nach seinem Vorjahressieg beim Transvulcania auf Rang zwei. Ende 2014 brauchte er am Aconcagua (6.960 Meter) 12:49 Stunden. Dieser Rekord wurde zwei Monate später von Karl Egloff jedoch gebrochen und auf 11:52 Stunden verbessert. Statt sich den Rekord zurückzuholen, griff er beim Mount Marathon Race in Alaska einen neuen an, den er letztlich auf verbessern konnte. Dies gelang ihm auch beim Hardrock Hundred Mile Endurance Run und beim Ultra Pirineu im spanischen Bagà.

2016 gewann er zum achten Mal bei Zegama-Aizkorri und setzte seine Siegesserie in Colorado fort, die auch 2017 Bestand haben sollte. Auch am Mount Everest (8.848 Meter) probierte er sich. Seinen ersten Versuch musste er nach drei Wochen Akklimatisierung im auf 6.000 Metern gelegenen Basis Camp jedoch aufgrund erhöhter Lawinengefahr abbrechen. 2017 kehrte er zurück und bestieg nach 26 Stunden um Mitternacht des 22. Mai den Gipfel. Nach drei Siegen musste er sich im Sommer 2017 beim UTMB mit dem zweiten Gesamtplatz zufriedengeben.

Kilian Jornet Burgada, dessen Schwester Naila Jornet Burgada ebenfalls als Läuferin und Skibergsteigerin aktiv ist, veröffentlichte 2013 das Buch „Lauf oder stirb: Das Leben eines bedingunslosen Läufers“. Auch sein Projekt wurde im Film „Summit of my life – A Fine Line“ bereits 2012 verfilmt.

Homepage: www.kilianjornet.cat
Facebook: Kilian Jornet Burgada auf Facebook
Autor: Jonas Müller 24.09.2017
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