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Europameisterin im Triathlon Laura Lindemann

Laura Lindemann zeichnete sich in jungen Jahren bereits mit mehreren internationalen Titeln aus, beispielsweise mit dem Triathlon-Europameistertitel über die Sprintdistanz.

ITU World Triathlon Hamburg 2017 Laura Lindemann +
Foto: Thomas Sobczak

Auch in Hamburg stellte Laura Lindemann ihr Können bereits mehrfach unter Beweis.

Die Berlinerin Laura Lindemann kam am 26. Juni 1996 in der Bundeshauptstadt zur Welt. Vom Schwimmen kam sie zum Triathlon, wo sie seit mehreren Jahren Erfolge feiert. Hierzu zählt neben den Junioren-Weltmeistertitel 2014 und 2015 auch der Gewinn der Europameisterschaft in der Elite-Klasse 2017. Als Kind widmete sie sich leidenschaftlich dem Schwimmsport. Diesem ging sie erst bei den Wasserfreunden Spandau 04 nach, wechselte dann aber auf die Potsdamer Elite-Schule des Sports. Nachdem sie aus Sicht ihres Trainers ihr Leistungspotenzial in ihrer Paradedisziplin, dem Brustschwimmen, ausgereizt hatte, wechselte sie 2012 auf dessen Empfehlung hin zum Triathlon. Dies sollte sich als ein genialer Schachzug erweisen, was sich bereits 2013 bemerkbar machen sollte, als sie im Juni im türkischen Alanya Vize-Europameisterin der Junioren wurde und am 11. September bei der Junioren-Weltmeisterschaft in London auf Platz drei kam. Auf nationaler Ebene holte sie sich hinter Siegerin Anne Haug im Erwachsenen-Feld den sechsten Platz.

Während sie 2013 noch auf wenige Juniorinnen getroffen war, die sie schlagen konnten, gewann sie 2014 in Grimma, Kitzbühel und Edmonton sowohl den nationalen als auch den Europameister- und Weltmeistertitel der Junioren. In der Team-Relay-Wertung kam sie bei der Weltmeisterschaft gemeinsam mit ihren Vereinskollegen Lasse Lührs, Anna Schmidt und Lasse Nygaard-Priester auf den vierten Rang. Auch bei der Deutschen Meisterschaft der U23-Athleten, die im Rahmen des Maschsee-Triathlons stattfand, kam sie nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometern Rad und 5 Lauf-Kilometern als Vierte ins Ziel. Nachdem sie ihr Jahr 2015 mit einem erfolgreichen Start beim Rennen der ITU World Champions Series in Abu Dhabi mit Platz 13 und nur 56 Sekunden Rückstand auf die US-amerikanische Siegerin Gwen Jorgensen gestartet hatte, fokussierte sie sich auf die Deutsche Meisterschaft der Elite-Klasse, die Ende Juni in Düsseldorf stattfinden sollte, sowie auf die Junioren-Europameisterschaft, die zwei Wochen später in Genf stattfand.

Den Deutschen Meistertitel der Elite-Triathleten gewann sie genauso wie den Junioren-Europameistertitel zwei Wochen später in Genf. Eine weitere Woche später ging sie Mitte Juli beim ITU World Cup in Hamburg an den Start. Mit Platz sieben errang sie nicht nur ihre bis dato beste Weltcup-Platzierung, sondern war gleichzeitig auch erste Deutsche. Bei den Weltmeisterschaften im Mixed Relay wechselte sie auf Position zwei liegend auf ihren Teamkollegen Justus Nieschlag. Am Ende fehlten wenige Sekunden für eine Podestplatzierung, da eine 10-Sekunden-Strafe für den nicht korrekt geschlossenen Helm von Rebecca Robisch nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Nach ihrem 14. Platz beim ITU World Cup im kanadischen Edmonton, errang sie am 18. September 2015 in Chicago den Junioren-Weltmeistertitel. Nebenbei startete sie in der französischen Triathlon-Meisterschaftsserie für E. C. Sartrouville. In der Gesamtwertung des ITU World Cups belegte sie als viertbeste Deutsche den 24. Rang. Im November wurde sie zum Abschluss des Jahres von der DTU zur Juniorsportlerin des Jahres ausgezeichnet.

2016 galt ihre volle Konzentration den Olympischen Sommerspielen, die im August 2016 in Rio de Janeiro stattfanden. Nach Abschluss der zweijährigen Qualifikationsphase fand sich die 1,68 Meter große Berlinerin als sechstbeste Deutsche auf Platz 65 der ITU-Olympia-Qualifikationsliste wieder, womit sie die zwischen DTU und DOSB vereinbarten Qualifikationsnormen verfehlte. Aus teamtaktischen Gründen wurde Lindemann von der DTU neben Anne Haug als zweite Athletin vorgeschlagen. Der DOSB lehnte am 12. Juli jedoch ab. Dies wurde exakt eine Woche danach jedoch wieder revidiert. Dabei berief sich der DOSB auf eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt, weswegen Laura Lindemann doch nominiert wurde. Nach ihrem starken Rennen in Hamburg 2015, ging sie auch 2016 an den Start und kam nach 58:06 Minuten als Neunte ins Ziel. Bei der Weltmeisterschaft im Mixed Relay gewann sie mit Hanna Philippin, Jonathan Zipf und Gregor Buchholz Bronze. Am 20. August 2016 war der große Tag dann jedoch gekommen. Nach 2:01:52 Stunden finishte sie als 28. Triathletin und gleichzeitig schnellste Deutsche ihr erstes Olympisches Rennen. Knapp ein Monat später wurde sie in Mexiko U23-Weltmeisterin über die Olympische Kurzdistanz. Folgerichtig zeichnete sie die ITU im Dezember als beste Nachwuchs-Athletin des Jahres aus. Zum Start ihrer Saison 2017 rückte sie vom C-Kader in den B-Kader der DTU auf. Auch hier wusste sich gleich zu überzeugen. So setzte sie sich beispielsweise bei den Triathlon-Europameisterschaften in Düsseldorf über die Sprintdistanz in der Elite-Klasse durch und sicherte sich so den Europameistertitel. Beim ITU World Cup in Hamburg kam sie Mitte Juli nach Platz neun im Vorjahr auf den dritten Platz. Somit konnte sie sich ihre erste World-Cup-Podestplatzierung sichern. Parallel schloss Lindemann im Sommer ihr Abitur ab. Dies hatte sie in Potsdam an der Friedrich-Ulrich-Jahn-Sportschule in entzerrter Form absolviert um sich intensiv ihrer sportlichen Karriere widmen zu können.

Homepage: www.laura-lindemann.de
Facebook: Laura Lindemann auf Facebook
Autor: Jonas Müller 25.09.2017
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