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Europarekordhalterin über 3000 Meter in der Halle Laura Muir

Die Schottin Laura Muir hat mehrere britische Rekorde inne. Besonders in der Halle wusste die Studentin in der Vergangenheit zu überzeugen.

Laura Muir will bei der Hallen-EM zwei Goldmedaillen gewinnen. +
Foto: photorun.net

Auch bei den Olympischen Spielen vertrat die Schottin Großbritannien.

Laura Muir kam am 9. Mai 1993 zur Welt und zählt inzwischen zu den besten Mittel- und Langstreckenläuferinnen der Welt. Auch ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Rory zählt in Großbritannien zu den bekanntesten 800-Meter-Läufer. Die 1,61 Meter große Schottin konnte sich in den vergangenen Jahren mehrere nationale Rekorde in und außerhalb der Halle sichern. Über die Distanz von 3000 Meter verbesserte sie 2017 den Hallen-Europarekord. Bei Welt- und Europameisterschaften kam sie den Medaillen-Rängen in den vergangenen Jahren immer näher. Die von Andy Young trainierte Athletin startet für den schottischen Verein Dundee Hawkhill Harriers.

Erstmals international in Erscheinung trat die Veterinärmedizin-Studentin der University of Glasgow durch ihren Auftritt bei den Crosslauf-Europameisterschaften 2011, bei denen sie mit ihren Kolleginnen des britischen Junioren-Teams Gold im Team gewann. Dies brachte ihr am Ende des Jahres eine Nominierung zum „Daily Record Young Athlete of the Year“ ein. Ihren zweiten internationalen Start absolvierte sie bei den U23-Leichtathletik-Europameisterschaften 2013, wo sie über 1.500 Meter Bronze gewann. Im selben Jahr gelang es ihr auch sich für die im Sommer stattfindenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau zu qualifizieren. Über 800 Meter musste sie nach dem Halbfinale die Heimreise antreten, konnte so ihr Potential aber bereits andeuten. 2014 qualifizierte sie sich zwar erneut für verschiedene internationale Meisterschaften, schied jedoch meist im Vorlauf aus, so beispielsweise bei den Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften im polnischen Sopot über 800 Meter (2:02,55 Minuten) sowie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich, bei denen sie die 1.500 Meter in 4:14,69 Minuten absolvierte. Bei den in ihrer Heimat Glasgow stattfindenden Commonwealth Games lief sie in 4:14,21 Minuten auf den elften Rang. Ihr mit Abstand stärkstes 1.500-Meter-Rennen 2014 machte sie jedoch im Rahmen des Diamond-League-Events in Paris, bei dem sie in 4:00,07 Minuten nicht nur haarscharf an einer Zeit von unter vier Minuten vorbeischrammte, sondern auch den 27 Jahre alten schottischen Rekord, die bis dato Yvonne Murray innehatte, brach.

Ihr folgendes sportliches Jahr startete sie mit ihrem Start bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften bereits früh. Aus Prag reiste sie mit einem ordentlichen vierten Platz über 3.000 Meter (8:52,14 Minuten) nach Hause. Bei den im Sommer stattfindenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften erreichte sie in 4:11,48 Minuten den fünften Platz. Langsam rückten die Olympischen Spielen von Rio de Janeiro näher. Im Zuge der noch intensiveren Vorbereitung verbesserte sie sich auf dem Weg dahin immer weiter. So unterbot sie beispielsweise beim Diamond League Meeting in London Kelly Holmes britischen 1.500-Meter-Rekord (3:57,49 Minuten) und reiste so als Mitfavoritin nach Brasilien. Den großen Erwartungen in der Heimat konnte die zu diesem Zeitpunkt 23-jährige Muir nur bedingt standhalten und brachte statt Edelmetall einen siebten Rang mit nach Hause. Ende August ging sie erneut bei einem Diamond League Meeting an den Start. Wie im Vorjahr erwies sich Paris für sie als gutes Pflaster. In 3:55,22 Minuten verbesserte sie ihren rund fünf Wochen zuvor aufgestellten britischen Rekord erneut um über zwei Sekunden. Gleichzeitig sicherte sie sich die Weltjahresbestzeit, die keine Läuferin bis Jahresende mehr unterbot, und gewann in Zürich als dritte Britin der Geschichte einen Diamond-League-Titel. Auch das neue Jahr, 2017, begann für sie mit einem Rekordlauf. Gleich am vierten Tag des Jahres unterbot sie bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften in Belgrad über 5.000 Meter in 14:49,12 Minuten den britischen Hallenrekord. Über die Distanzen von 1.500 Meter und 3.000 Meter holte sie jeweils in Halleneuropameisterschaftsrekordzeit Gold. Während sie auf ihrer Paradestrecke von 1.500 Metern Am 18. Februar 2017 unterbot sie in Birmingham einen zweiten zuvor von Kelly Holmes gehaltenen britischen Rekord. Beim Indoor Grand Prix blieb sie über die ungewöhnliche 1.000-Meter-Distanz in 2:31,93 Minuten nur gut eine Sekunde über dem Weltrekord von Maria de Lurdes Mutola. Gleichzeitig unterbot sie damit auch den bislang von der Russin Julija Fomenko gehaltenen Hallen-Europarekord. Bereits zwei Wochen zuvor war sie nach einem spannenden Zweikampf mit der Kenianerin Hellen Obiri unter dem Karlsruher Hallendach neuen 3.000-Meter-Hallen-Europarekord gelaufen. Mit ihren gelaufenen 8:26,41 Minuten platzierte sie sich auf dem fünften Platz der weltweit schnellsten je über diese Distanz in der Halle gelaufenen Zeiten. Ihr großes Jahres-Highlight stand ihr mit den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London allerdings noch bevor. Unterstützt von den britischen Fans lief sie über 1.500 Meter auf Platz vier (4:02,97 Minuten) und über 5.000 Meter in neuer persönlicher Bestzeit auf Platz sechs (14:52,07 Minuten). Die erhoffte Medaille verpasste sie somit nur knapp. Nach den Weltmeisterschaften gab sie bekannt, dass sie auf die 2018 anstehenden Commonwealth Games verzichten werde um sich in dieser Zeit ihrer Abschlussprüfungen widmen zu können.
Autor: Jonas Müller 18.09.2017
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