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US-amerikanische 10.000-Meter-Rekordhalterin Molly Huddle

Molly Huddle lief bei den Olympischen Spielen 2016 nationale 10.000-Meter-Bestzeit und bei ihrem ersten Marathon, dem New-York-City-Marathon auf Anhieb auf das Podest.

New-York-Halbmarathon Molly Huddle 2017 +
Foto: photorun.net

Den New-York-City-Halbmarathon gewann sie bereits mehrfach.

Molly Huddle ist eine am 31. August 1984 geborene Langstreckenläuferin, die in den vergangenen Jahren zu den Besten ihres Landes zählte. Sie lebt in Providence (Rhode Island), wo sie gemeinsam mit Kim Smith und Roisin McGettigan unter der Leitung von Ray Treacy trainiert. Huddle besuchte von 1998 bis 2002 die Notre Dame High School in Elmira in New York, für die sie, obwohl es kein wirkliches Cross-Country-Laufteam gab, zahlreiche Titel gewann. So überzeugte sie beispielsweise 2003 bereits mit einer 5.000-Meter-Zeit von 15:36,95 Minuten, eine Zeit, die sie gut ein Jahrzehnt später um eine knappe Minuten unterboten hatte. 2001 reiste sie als ungeschlagene Cross-Country-Läuferin, die sich in den vergangenen Monaten ganze 12 Streckenrekorde gesichert hatte, zu den US-amerikanischen Cross-Country-Meisterschaften an. Mit Platz vier reiste sie wieder ab und gewann in der Folge zwei Bahnwettkämpfe. 2002 gelang es ihr den den nationalen High-School-Rekord auf 10:01 Minuten zu verbessern. Nach sie 2002 an die University of Notre Dame gewechselt hatte, verbesserte sie 2004 ihre 5.000-Meter-Bestzeit um rund zwei Sekunden, womit sie auch den Rekord der Universität brach.

2006 erreichte Huddle bei den nationalen Meisterschaften das Ziel des 5.000-Meter-Laufs nach 15:44,66 Minuten als Neunte, 2007 die Ziellinie des 10.000-Meter-Laufs nach 33:09,27 Minuten auf Platz sechs. Ihr erster Versuch sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren scheiterte bei den US-amerikanischen Vorausscheidungswettkämpfen, den US Olympic Trials, mit Rang neun über 10.000 Meter (33:17,73 Minuten) bzw. Platz zehn über 5.000 Meter (15:42,19 Minuten) recht deutlich. Statt bei den Olympischen Spielen in Peking an den Start zu gehen, hieß ihr Jahreshighlight plötzlich Crosslauf-Weltmeisterschaften in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Im schönen rund um den Stadtberg Arthur's Seat gelegenen Holyrood Park lief sie nach 26:40 Minuten als 36. Läuferin ins Ziel.

2009 kam Molly Huddle bei den US-amerikanischen Meisterschaften über 10.000 Meter hinter Amy Begley-Yoder, Shalane Flanagan, Katie McGregor und Magdalena Lewy-Boulet in 32:43,11 Minuten in Eugene auf den fünften Rang. In Boston verbesserte sie sich Mitte Oktober im 10-km-Straßenlauf auf 32:07 Minuten womit sie nationale Meisterin wurde. Diese Zeit unterbot sie im darauffolgenden Jahr an gleicher Stelle um weitere sieben Sekunden. Über 5.000 Meter wurde sie bei den nationalen Meisterschaften in 15:30,89 Minuten hinter Lauren Fleshman Zweite. Diese Zeit sowie den US-amerikanischen Landesrekord unterbot sie am 27. August beim Diamond League Meeting in Brüssel in 14:44,76 Minuten. Darüber hinaus errang sie bei den Crosslauf-Weltmeisterdchaften in Polen Bronze mit der Mannschaft. In der Einzelwertung kam sie auf Platz 19. Auch 2011 gewann sie mit ihren Kolleginnen Bronze und kam alleine auf Rang 17. Durch ihre Zeit von 15:10,01 Minuten bei den nationalen Meisterschaften qualifizierte sie sich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften, was ihr jedoch durch eine Verletzung während der Sommermonate zunichte gemacht wurde.

Das Olympische Jahr 2012 begann für die mit den nationalen Crosslauf-Meisterschaften. Bis kurz für Schluss führend, musste sie Sara Hall auf den letzten Metern passieren lassen und kam so auf den Silber-Rang. Eine ähnliche Situation erlebte die bei den US Olympic Trials, bei denen sie über 5.000 Meter nur 0,8 Sekunden hinter Siegerin Julie Culley lag, womit sie sich trotzdem einen Platz im Team der US-Amerikaner sichern konnte. So reiste sie im Sommer nach London, wo sie das Halbfinale in 15:02,26 Minuten absolvierte. Im Finale kam sie in 15:20,29 Minuten als elfte Läuferin ins Ziel. Auch 2013 musste sie sich auf nationaler Ebene mit Silber zufrieden geben, da sie zwei Sekunden hinter Jennifer Simpson gefinisht hatte. Bei den Leichtatletik-Weltmeisterschaften in Moskau lief sie dann jedoch auf den starken sechsten Rang (15:05,73 Minuten), womit sie das beste Resultat aller Zeiten einer US-Amerikanerin über 5.000 Meter bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften einfuhr. Auch über die doppelte Distanz wusste sie zu überzogen. So ließ sie ihrer ersten 10.000-Meter-Zeit unter 31 Minuten (30:47,59 Minuten in Palo Alto), die sie am 4. Mai 2014 lief am 14. Juni in New York City eine neue 10-km-Bestzeit auf der Straße folgen (31:37 Minuten) folgen. Somit lief sie gleichzeitg nationalen 10-km-Straßenlauf-Rekord. Nach zwei knappen 5.000-Meter-Niederlagen gewann sie 2014 die ersehnte Gold-Medaille (15:01,71 Minuten), indem sie Shannon Rowbury auf den letzten Metern noch überholte. Zwei Wochen später knackte sie ihre Bestzeit über die Distanz von einer Meile (4:26,8 Minuten) und stellte gleichzeitg einen neuen Stadionrekord auf. Am 18. Juli 2014 konnte Molly Huddle beim Diamond League Meeting in Monaco ihre persönliche 5.000-Meter-Bestzeit auf 14:42,64 Minuten verbessern. Als amtierende Landesrekordhalterin verbesserte sie so auch eben jenen Rekord. Die nationalen 12-Kilometer-Meisterschaften gewann sie Ende des Jahres in 38:08 Minuten.

Den Start ihrer Laufsaison 2015 markierte der New-York-City-Halbmarathon, bei dem sie die Kenianerin Joyce Chepkirui um elf Sekunden distanzieren und sich so den Sieg sichern konnte. Für ihre starke Leistung, bei der sie ihre Bestzeit auf 1:08:31 Stunden verbessern konnte, wurde sie im Marie Claire Magazin unter den größten acht Momenten für Frauen im Sport gelistet. Erstmals gewann Huddle Ende Juni in Eugene die US-amerikanischen 10.000-Meter-Meisterschaften. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking lief sie über 10.000 Meter in 31:43,58 Minuten auf den vierten Platz. Die Bronze-Medaille schnappte ihr dabei ihre Landsfrau Emily Infeld auf den letzten Metern noch weg. Dafür gewann sie den nationalen Titel über die Distanz von fünf Kilometern und verbesserte Janet Cherobon-Bawcoms USTAF-Meisterschaftsrekord über zehn Meilen um 28 Sekunden auf 51:44 Minuten. Da Start und Ziel zu weit auswendig lagen, wurde diese Zeit jedoch nicht als neuer US-amerikanischer Rekord anerkannt. Ihren bereits 19. USTAF-Titel feierte sie am 12. Oktober über zehn Kilometer (32:16 Minuten) beim Tufts Health 10-Kilometer-Rennen. Ihren nationalen Meistertitel über zwölf Kilometer verteidigte sie Mitte November in Alexandria in 38:36 Minuten.

Anfang 2016 finishte Huddle bei den Millrose Games über 5.000 Meter in der Halle knapp hinter Betsy Saina in 14:57,31 Minuten, womit sie ihre Bestzeit unter dem Hallendach verbessern konnte. Auch ihre 3.000-Meter-Hallen-Bestzeit konnte sie in diesem Rennen auf 9:00,82 Minuten verbessern. Am 20. März kam sie beim New-York-City-Halbmarathon erneut als Siegerin ins Ziel. In 1:07:41 Stunden ließ sie Joyce Chepkirui wie schon im Vorjahr hinter sich. Den US-amerikanischen Rekord von Deena Kastor (1:07:34 Stunden), den sie beim größten Halbmarathon Deutschlands, dem Berlin-Halbmarathon, lief, verpasste sie dabei nur knapp. Neben der erfolgreichen Titelverteidigung konnte sie sich über neue persönliche Bestzeiten über 15 und 20 Kilometer freuen. Im April gewann sie beim B.A.A. in Boston über fünf Kilometer in 15:14 Minuten. Langsam nahten die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro, bei denen sie unbedingt dabei sein wollte. Daher richtete sie ihr Training explizit auf die US Olympic Trials im Juli 2016 aus, bei denen sie zum zweiten Mal nach 2012 das Olympia-Ticket lösen wollte. Durch zwei Siege über 5.000 Meter (15:05,01 Minuten) und 10.000 Meter (31:41,62 Minuten) gelang ihr dies ohne Probleme. Zur ganz großen Form lief sie dann am 12. August 2016 im Olympischen 10.000-Meter-Finale auf. In 30:13,17 Minuten lief sie nicht nur auf einen starken sechsten Rang, sondern unterbot gleichzeitig Shalane Flanagans Landesrekord (30:22,22 Minuten) um fast zehn Sekunden. Noch eine knappe Minute schneller lief im selben Rennen Almaz Ayana, die den Weltrekord auf 29:17,45 Minuten verbessern konnte. Ihr äußerst erfolgreiches Jahr krönte sie Anfang November, indem sie beim New-York-City-Marathon ihr Debüt über die Königsdistanz gab und dabei nach 2:28:13 Stunden als dritte Läuferin die Ziellinie im Central Park überquerte.

Auch 2017 gewann sie zu Beginn der Outdoor-Wettkampfsaison den New-York-City-Halbmarathon. Dieses Mal benötigte sie 1:08:19 Stunden und blieb so lediglich zwei Sekunden vor ihrer Trainingspartnerin Emily Sisson. Zuvor war sie in Boston in 15:01,64 Minuten jedoch bis auf vier Sekunden an ihre 5.000-Meter-Hallen-Bestzeit herangelaufen. Im Freien kam sie im Mai in Eugene nach 15:09,09 Minuten ins Ziel. Ebenfalls in Eugene finishte sie ein Monat später über 10.000 Meter nach 31:39,20 Minuten. Als dreifache New-York-City-Halbmarathon-Siegerin, Landesrekordhalterin und fast 30-fache US-amerikanische Meisterin, davon über 20-mal auf der Straße, zählt sie zu den größten und erfolgreichsten US-Langstreckenläuferinnen aller Zeiten.

Homepage: www.runmollyhuddle.com
Facebook: Molly Huddle auf Facebook
16.10.2017
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