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Marathon-Weltmeisterin Rose Chelimo

Die gebürtige Kenianerin Rose Chelimo wurde 2017 für Bahrain Marathon-Weltmeisterin.

06082017 Marathon Damen Leichtathletik WM 2017 (1) +
Foto: photorun.net

Chelimo holte in London 2017 WM-Gold.

Rose Chelimo wurde am 12. Juli 1989 in Kenia geboren. Seit 2016 startet sie für Bahrain, für die sie auch bei den Olympischen Sommerspielen von Rio de Janeiro an den Start ging. Nach Platz acht in Rio wurde sie 2017 in London Marathon-Weltmeisterin. Ihr erstes Rennen auf europäischem Boden bestritt sie 2010 in Paris. Die 20 Kilometer von Paris gewann sie und wurde bald darauf Zweite beim Saint-Denis-Halbmarathon (1:12:48 Stunden) und bei den Foulées Monterelaises. Zudem gewann sie den Grand Nancy Halbmarathon. Im darauffolgenden Jahr lief sie die Halbmarathon-Distanz in Lille, wo sie als Zweite ins Ziel kam, in 1:09:45 Stunden erstmals unter 70 Minuten. Darüber hinaus gewann sie in Streckenrekordzeit den Auray-Vannes-Halbmarathon, lief bei den 20 Kilometern von Paris mit Platz drei erneut auf das Podest. Dies gelang ihr auch beim Reims Halbmarathon. Auch ihren Vorjahressieg bei den Foulées Monterelaises wiederholte sie.

2012 ging sie nach Platz sieben beim Ras-Al-Kaimah-Halbmarathon erstmals in Deutschland an den Start. Bei Paderborner Osterlauf lief sie über zehn Kilometer in 32:45 Minuten auf Rang fünf. In Prag kam sie über die Halbmarathon-Distanz als Vierte ins Ziel. Ihren einzigen Podestplatz bei einem größeren Lauf fuhr sie beim Zwolle Halbmarathon ein, bei dem in 1:10:50 Stunden sie Gesamtzweite wurde. Nachdem sie die Saison 2013 verpasste hatte, kam sie 2014 stärker denn je zurück. Beim Hamburger Alsterlauf (32:05 Minuten) gewann sie in Streckenrekordzeit und persönlicher Bestzeit genauso wie beim Bredase Singelloop, bei dem sie die knapp 21,1 Kilometer ebenso in neuer persönlicher Bestzeit von 1:08:40 Stunden lief, und den 20 Kilometern von Paris. 2015 ging die geborene Kenianerin unter anderem beim Lissabon Halbmarathon und beim Budweis-Halbmarathon an den Start. Beide gewann sie, in Lissabon sogar in 1:08:22 Stunden. Zudem gewann sie den Adana-Halbmarathon und den San-Blas-Halbmarathon. Nachdem sie den Budweis-Halbmarathon gewonnen hatte, erhielt sie die bahrainische Staatsbürgerschaft und startete fortan für ihre neue sportliche Heimat.

Das Jahr 2016 startete für sie beim RAK-Halbmarathon mit einer erneuten Bestzeit (1:08:08 Stunden) über diese Distanz. Im sehr stark besetzten Feld reichte dies jedoch nur für Platz acht. Am 20. März gewann sie bei ihrem Marathondebüt den Seoul-Marathon in 2:24:14 Stunden. Danach konzentrierte sie sich auf ihren zweiten Start über die Königsdistanz, den sie bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro mit Start und Ziel im Sambodromo in Angriff nehmen wollte. Dies tat sie und finishte nach 2:27:36 Stunden auf Platz acht. Ihre Teamkollegin Eunice Kirwa gewann derweil Silber. Ihren bislang größten Sieg errang sie jedoch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London 2017. Auf der Tower Bridge gestartet entwickelte sich auf dem viermal zu durchlaufenden gut zehn Kilometer langen Rundkurs ein interessantes Rennen, das sie am Ende in 2:27:11 Stunden für sich entscheiden konnte und Mare Dibaba als amtierende Marathon-Weltmeisterin ablöste. Noch schneller als in Seoul und London lief sie bereits am 17. April 2017 in Boston als sie nach 2:22:51 Stunden finishte. Neben ihren beiden Marathonstarts nahm sie Anfang des Jahres auch die Halbmarathon-Distanz in Angriff. Beim RAK-Halbmarathon lag sie nach zehn Kilometern in 31:50 Minuten noch auf 1:07:10-Stunden-Kurs, musste das Tempo auf der zweiten Hälfte jedoch etwas reduzieren, weshalb sie ihre Bestzeit in 1:08:37 Stunden um eine knappe halbe Minute verpasste.
Autor: Jonas Müller 24.09.2017
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