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Halbmarathon-Europameister 2016 Tadesse Abraham

Tadesse Abraham wurde 2016 in Amsterdam Europameister und verbesserte in Seoul den Schweizer Marathon-Rekord auf 2:06:40 Stunden.

Tadesse Abraham Europameister Halbmarathon Amsterdam 2016 +
Foto: photorun.net

In Amsterdam wurde Tadesse Abraham 2016 Halbmarathon-Europameister.

Der 1,78 Meter große Abraham erblickte am 12. August 1982 in Asmara in Eritrea das Licht der Welt, wo er auf 2.400 Höhenmetern aufwächst. Dabei muss er täglich bis zu 20 Kilometer bis zur Schule laufen. Inzwischen ist er der beste Marathonläufer, den die Schweiz je hatte. Er lebt seit einigen Jahren in der Schweiz, wohin er sich nach der Crosslauf-WM in Brüssel auf 2004 abgesetzt hatte, startet für den LC Uster und wohnt in Genf. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Zu Beginn des Jahrtausends machte er sich mit starken Leistungen innerhalb der Schweiz einen Namen. 2004 gewann er den Halbmarathon des Winterthur-Marathons sowie des Lausanne-Marathons. Zudem gewann er den Grand Prix von Bern 2005 und den Hallwilerseelauf 2006. Von 2005 bis 2007 wurde er unweit von Zürich entfernt dreimal in Folge Vierter beim Greifenseelauf. 2008 sollte der Sieg bei der Corrida Bulloise und sein dritter Sieg in Folge beim Hallwilerseelauf folgen. Beim Basler Stadtlauf kam er auf Rang drei.

Sein internationaler Durchbruch stand ihm zu diesem Zeitpunkt jedoch noch bevor. Dieser gelang ihm 2009, als er am 4. April beim Berliner Halbmarathon in 1:01:25 Stunden Elfter wurde und den Zürich-Marathon bei seinem Marathondebüt gewann. In 2:10:09 Stunden sicherte er sich so außerdem den nationalen Marathon-Meistertitel. Beim Greifenseelauf in Uster kam er 2009 nach 1:07:27 Stunden ins Ziel, beim Media Maraton de Bogota nach 1:05:35 Stunden. Bevor er zum Jahresabschluss den Zürcher Silvesterlauf gewann, lief er beim Gyeongju International Marathon in 2:11:11 Stunden auf den Silberrang. Am 07. März 2010 fuhr er beim Biwa-See-Marathon in Japan in 2:10:46 Stunden Platz drei ein. Beim Berlin-Marathon wurde er in neuer Bestzeit (2:09:24 Stunden) Siebter. Beim Hallwilerseelauf (1:04:49 Stunden). beim Basler Stadtlauf (29:24 Minuten) sowie beim 8,8 Kilometer langen Silvesterlauf in Zürich (25:35 Minuten) kam er dieses Mal auf Rang zwei. Ende Februar 2011 kam er beim Tokio-Marathon nicht ins Ziel. Nachdem er beim Grand Prix von Bern über zehn Meilen in 49:17 Minuten Zweiter geworden war und auch den Greifenseelauf in 1:03:59 Stunden gewonnen hatte, ging er im Oktober beim Toronto Waterfront Marathon an den Start. Diesen beendete er nach 2:12:47 Stunden auf Platz fünf. Beim Basler Stadtlauf benötigte er dieses Mal Ende November nur 28:42 Minuten für die Distanz von zehn Kilometern.

Anfang März 2012 wurde er beim Paris-Halbmarathon in 1:03:44 Stunden Zwölfter und fünf Wochen später beim Daegu-Marathon in Südkorea in 2:10:26 Stunden Achter. Nach mehreren vorderen Platzierungen und zwei Siegen über die klassische Distanz von zehn Kilometern nahm er am 21. Oktober 2012 am Amsterdam-Marathon teil. Diesen finishte er nicht und nahm bis zum Jahresende an fünf weiteren Läufen über sieben bis 9,5 Kilometer teil. Bei allen erreichte er das Gesamtpodest. 2013 gewann er im März die in Uster ausgetragenen schweizerischen 10-Kilometer-Straßenlauf-Meisterschaften. Seine persönliche Bestzeit verbesserte er dabei auf 28:28 Minuten. Ein Monat später errang er erneut den Sieg beim Zürich-Marathon. In 2:07:44 Stunden lief er zudem die schnellste jemals auf schweizerischem Boden gelaufene Zeit und konnte so den nationalen Meistertitel einfahren. Bereits vier Wochen später verbesserte er nach dem Streckenrekord in Zürich auch den des Genf-Halbmarathons auf 1:03:55 Stunden. Zudem gewann er den Greifenseelauf (1:02:36 Stunden) zum wiederholten Male. Nachdem er in Frankfurt Ende Oktober erneut einen Marathon vorzeitig beendete, entschied er sich beim Honolulu-Marathon Anfang Dezember erneut die 42,195 Kilometer in Angriff zu nehmen. In 2:21:51 Stunden wurde er Siebter.

2014 erhielt er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Eine besondere Leistung zeigte er auch im Februar 2015, als er beim Barcelona-Halbmarathon nach 1:00:42 Stunden finishen konnte. Am 20. März 2016 ging er beim Seoul International Marathon an den Start, wo er in 2:06:40 Stunden Schweizer Rekord lief. Zur Verbesserung des Europarekords fehlten ihm an diesem Tag lediglich vier Sekunden. Infolgedessen widmete er sich die folgenden knapp drei Monaten der Vorbereitung auf die Leichtathletik-Europameisterschaften 2016 in Amsterdam, bei denen er in 1:02:30 Stunden Gold gewann.

Homepage: www.tadesse-abraham.ch
12.10.2017
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