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Berlin-Marathon 2018 Tirunesh Dibaba will neue Bestzeit

"Ich möchte am Sonntag meine Bestzeit unterbieten“, betont Tirunesh Dibaba vor dem Berlin-Marathon am Sonntag. Die liegt bei 2:17:56 Stunden, damit ist sie bereits die drittschnellste Marathonläuferin aller Zeiten.

Tirunesh Dibaba ist bereit für den Berlin-Marathon am Sonntag. +
Foto: photorun.net

Tirunesh Dibaba ist bereit für den Berlin-Marathon am Sonntag.

Es ist lange her, dass die Frauen-Siegerin bei einem Berlin-Marathon für das Highlight der Veranstaltung sorgte. Seit über zehn Jahren war es immer das Männerrennen, das das hochkarätigere Resultat produzierte. Zuletzt stand eine Frauen-Siegerin 2005 im Mittelpunkt: Damals gewann Japans Olympiasiegerin Mizuki Noguchi und stellte mit 2:19:12 Stunden nicht nur einen Asien- sondern auch einen Streckenrekord auf. Beide Bestmarken sind bis heute unerreicht.

Es spricht viel dafür, dass am Sonntag bei der 45. Auflage des Berlin-Marathons eine Frau zumindest eine große Rolle spielen wird. Denn am Start ist mit Tirunesh Dibaba eine Athletin, die das Vermögen hat, sogar den Weltrekord von 2:15:25 Stunden zu brechen. Zumindest der 13 Jahre alte Streckenrekord sollte am Sonntag fallen, sofern die Wetterbedingungen mitspielen. „Ich rechne damit, dass eine Frau am Sonntag vorneweg läuft und sich dahinter eine Gruppe bildet, die auch noch ein Tempo laufen wird, das auf unter 2:20 Stunden führt“, sagte Race-Direktor Mark Milde. Mit der Frau die vorneweg läuft meinte er natürlich Tirunesh Dibaba.

„Ich habe viel vom Berlin-Marathon gehört und habe mich erkundigt. Ich weiß natürlich, dass die Strecke sehr schnell ist“, sagte Tirunesh Dibaba, die in ihrer Karriere unter anderem drei olympische Goldmedaillen über 5.000 und 10.000 m gewonnen hat, neun WM-Titel sammelte und nach wie vor den 5.000-m-Weltrekord hält. „Der Wechsel auf die Marathonstrecke war kein Problem für mich“, sagte die 33-Jährige, die mit ihrer Bestzeit von 2:17:56 Stunden bereits die drittschnellste Marathonläuferin aller Zeiten ist. Vor ihr stehen nur noch die britische Weltrekordlerin Paula Radcliffe (2:15:25) und die kenianische Afrika-Rekordlerin Mary Keitany (2:17:01).

„Ich habe mein Training im Vorfeld von Berlin verbessert und die Umfänge erhöht. Ich bin sehr gut vorbereitet und möchte am Sonntag meine Bestzeit unterbieten“, erklärte die 33-jährige Äthiopierin, die in Addis Abeba mit ihrem Mann, dem früheren 10.000-m-Weltklasseläufer Sileshi Sihine, und dem gemeinsam Sohn Nathan (3 Jahre) lebt und oft außerhalb der Stadt trainiert. Zu ihren mittelfristigen Ambitionen sagt Tirunesh Dibaba: „Mein Ziel ist es, bei Olympia in Tokio Gold zu gewinnen. Ein Weltrekord zu laufen, ist sehr schwierig, doch ich werde es probieren.“

Der Berlin-Marathon wird erst das vierte Rennen über die 42,195 km in der Karriere von Tirunesh Dibaba. Keiner ihrer bisherigen Marathonläufe war dabei mit Tempomachern direkt auf sie zugeschnitten. Das wird am Sonntag anders sein. „Pacemaker sind sehr wichtig für eine schnelle Zeit“, sagt Tirunesh Dibaba, die mit silber lackierten Fingernägeln zur Pressekonferenz erschien. Angesprochen darauf, dass Silber ja die Farbe des zweiten Platzes sei, antwortete Tirunesh Dibaba lachend: „Nicht am Sonntag - da wird Silber zur Farbe des Sieges!“
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Autor: race-news-service.com 14.09.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berlin-Marathon 2019.

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