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Kenianischer Langstreckenläufer Wilson Kipsang

Wilson Kipsang ist ein kenianischer Langstreckenläufer und derzeit einer der besten Marathonläufer der Welt.

Wilson Kipsang +
Foto: Norbert Wilhelmi

Wilson Kipsang brach beim Berlin-Marathon 2013 den Weltrekord.

Wilson Kipsang wurde am 15. März 1982 im Keiyo District geboren und ist ein Langstreckenläufer aus Kenia. Er lebt mit seiner Frau und drei kleinen Söhnen im kenianischen Iten/.

Wilson Kipsang wuchs rund 50 Kilometer von Iten als Kind einer Farmerfamilie auf. Nach der Schule arbeitete er zunächst als Zwischenhändler von Farm-Produkten. Nach drei Jahren hatte er keine Lust mehr darauf und begann stattdessen mit dem Lauftraining. Das war im Jahr 2003, als Paul Tergat in Berlin den Marathon-Weltrekord brach. Für viele kenianische Läufer war dieser Sieg eine große Motivation.

2007 wurde der Manager Gerard van de Veen auf Wilson Kipsang aufmerksam. Ein für den Jever Fun-Lauf in Schortens verpflichteter Kenianer fiel 2007 verletzt aus und so schickte van de Veen kurzfristig Wilson Kipsang in das 10-Meilen-Rennen. Ein anderer Athlet des Holländers hatte ihm gesagt, dass Kipsang gut in Form sei. Kipsang gewann das Rennen, brach einen alten Streckenrekord und stellte auch noch eine Jahresweltbestzeit auf. Das war der Durchbruch für Wilson Kipsang.

2008 wurde Wilson Kipsang mit 59:16 Minuten Zweiter beim Halbmarathon von Delhi. Mit seiner imposanten Bestzeit von 58:59 Minuten, die er 2009 als Zweiter des Rennens von Ras Al Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufstellte, ist er einer der schnellsten Läufer aller Zeiten über die Halbmarathon-Strecke. Bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften 2009 in Birmingham verpasste Kipsang die Bronzemedaille nur um acht Sekunden. Er wurde Vierter in 60:08 Minuten.

Im April 2010 lief Wilson Kipsang sein glänzendes Marathon-Debüt. Er wurde mit 2:07:10 Stunden Dritter beim Paris-Marathon. Beim Frankfurt-Marathon rannte Wilson Kipsang als Sieger sogar 2:04:57 Stunden. Als dritter Marathon folgte der Lake Biwa Marathon in Japan im Jahre 2011. Dort triumphierte Wilson Kipsang in 2:06:13 Stunden und stellte dabei einen neuen Kursrekord auf. Im Herbst startete er erneut beim Frankfurt-Marathon und verfehlte hier als Sieger in 2:03:42 Stunden den damaligen fünf Wochen alten Weltrekord seines Landsmanns Patrick Makau nur um vier Sekunden.

Anfang 2012 triumphierte Wilson Kipsang beim London-Marathon. 2:04:44 Stunden bedeuteten eine neue persönliche Bestzeit. Bei den Olympischen Sommerspielen von 2012 in London wurde Wilson Kipsang mit 2:09:37 Stunden Dritter im Marathon. Im September 2012 gewann er den legendären Great North Run. Bei dem Halbmarathon verfehlte er mit 59:06 Minuten seine Bestzeit nur knapp. Ebenfalls 2012 gewann Wilson Kipsang den Honolulu-Marathon nach 2:12:31 Stunden.

Das Jahr 2013 war eines der erfolgreichsten für Wilson Kipsang. Zunächst gewann er beim Halbmarathon in New York City mit einer Zeit von 61:02 Minuten. Die weitere Saison ordnete Kipsang komplett der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon unter. Hier gewann er schließlich mit der neuen Weltrekordzeit von 2:03:23 Stunden, die aber schon im folgenden Jahr von seinem Landsmann Dennis Kimetto an selber Stelle gebrochen und erstmals unter 2:03 Stunden gedrückt wurde.

Im Jahr 2014 gewann Wilson Kipsang erneut den London-Marathon. Seine 2:04:29 Stunden bedeuteten einen neuen Streckenrekord. Am 2. November sicherte sich Wilson Kipsang mit 2:10:59 Stunden den Sieg beim New-York-City-Marathon. Kipsang ist der erste Läufer, der die drei Top-Rennen in London, Berlin und New York für sich entscheiden konnte. Durch den Sieg gewann Wilson Kipsang außerdem die World-Marathon-Majors-Serie 2013/2014 und somit 500.000 US-Dollar.

2015 konnte Wilson Kipsang beim London-Marathon zwar den amtierenden Weltrekord-Halter Dennis Kimetto auf Platz drei verweisen, musste aber Eliud Kipchoge um fünf Sekunden den Vortritt gewähren. Kipsang wurde Zweiter in 2:04:47 Stunden. Noch denkwürdiger gestaltete sich der London-Marathon 2016. Schon nach 28:37 Minuten passierte Wilson Kipsang in der Spitzengruppe liegend die 10-km-Marke, nach 61:25 Minuten die Halbmarathon-Marke. Nachdem Eliud Kipchoge erneut triumphierte, musste sich Kipsang mit dem fünften Platz in 2:07:52 Stunden zufriedengeben.

Beim Berlin-Marathon 2016 zeigte sich Wilson Kipsang schon im Vorhinein selbstbewusst und in Bestform - denn sein Ziel war kein geringeres als den aktuellen Weltrekord von Dennis Kimetto. Dementsprechend unglaublich schnell gestaltete sich das Rennen, die Halbmarathon-Marke wurde in 61:11 Minuten deutlich unter Weltrekord-Tempo passiert. Wenige Kilometer später war Kipsang allein mit seinem härtesten Konkurrenten, Kenenisa Bekele, an der Spitze. Im Kampf um den Sieg geriet der Weltrekord aufgrund einiger Kilometer von rund drei Minuten zwischen Kilometer 35 und 40 außer Reichweite. Nach einer harten Attacke von Bekele kurz nach Kilometer 40, musste Kipsang den Sieg aus der Hand geben, konnte aber zehn Sekunden später in 2:03:13 Stunden eine neue persönliche Bestzeit und die viertschnellste jemals gelaufene Zeit feiern.

Doch schon im Februar 2017 konnte der Kenianer seinen nächsten großen Marathon-Sieg erzielen. Beim jährlich ersten World-Marathon-Major-Rennen in Tokio passierte Wilson Kipsang die Halbmarathon-Marke schon nach 61:21 Minuten. Nach und nach mussten immer mehr der zu diesem Zeitpunkt noch fünf Konkurrenten dem hohen Tempo Tribut zollen. Kipsang gewann den Tokio-Marathon in hochklassigen 2:03:58 Stunden und ging als Weltjahresschnellster am 24. September in Berlin ins Rennen. Eliud Kipchoge, Kenenisa Bekele und er waren es, die den Weltrekord auf ein neues Level heben sollten. Doch mit nassen Straßen und teilweise Regen nicht die besten Bedingungen vorfindend, wurde das Tempo jenseits der Halbmarathon, die in 61:29 Minuten passiert wurde, nach und nach ein wenig langsamer. Ohne Ankündigung gab Wilson Kipsang bei der 30-km-Marke das Rennen, zusammen mit Kipchoge und dem Debütant Adola führend, auf.

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25.09.2017
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