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Gewicht Gewichthalten durch ständige Diät

Laufen hilft beim Abnehmen und Gewichthalten. Abwechslung in Ihrem Training kann den Stoffwechsel noch einmal extra pushen.

"Ich laufe seit Jahren rund 70 Kilometer pro Woche. Ich kann mein Gewicht (73 Kilo bei 1,81 m) aber nur halten, da ich ständig auf Diät lebe. Im Schnitt nehme ich pro Tag kaum mehr als 1800 Kalorien zu mir. "

Christoph Benz, Wiesbaden
Gewichthalten durch ständige Diät +

Durch Ausdauersport lässt sich der allgemeine Energiebedarf immer weiter reduzieren.


Dr. med. Kai Röcker +
Foto: privat

Dr. med. Kai Röcker

Es ist zwar ungewöhnlich, aber nicht krankhaft, wenn man 70 Kilometer pro Woche laufen kann und dennoch tatsächlich mit 1500 bis 1800 Kalorien Energiezufuhr pro Tag auskommt. Das spricht sogar für einen exzellent an die Ausdauerleistung angepassten Stoffwechsel. Im Grunde ist es ja ein erwünschter Effekt des Ausdauertrainings, dass sich der allgemeine Energie­bedarf dadurch immer weiter reduziert. Im Endeffekt resultiert daraus eine Steigerung der maximalen Belastungsdauer. Das Älterwerden verstärkt diesen Effekt übrigens noch, und so kann es durchaus passieren, dass der tägliche Energieverbrauch trotz regelmäßigen Lauf­trainings mit der Zeit geringer wird, als er zuvor ohne Lauftraining war. Im Verlauf der menschlichen Evolution war ein solcher „Sparstoffwechsel“ speziell in Zeiten ungewisser Nahrungsver­sor­gung ein wesent­licher Überlebensfaktor. Eine weitere Erklärung für die mangelnde Gewichts­abnahme ist, dass man beim Lauftraining permanent größere Mengen Flüssigkeit verliert, die bei Laufpausen das Körper­gewicht zusätzlich
erhöhen. In Ihrem Fall scheint mir einfach eine besonders sparsame Stoffwechseleinstellung vorzuliegen. Um den Stoffwechsel anzukurbeln, kann es sinnvoll sein, das Lauftraining kurzfristig durch Ballsportarten mit schnellen Antritten oder kurze, schnelle Tempo­läufe und Intervalle zu unterbrechen.
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Nächste Frage aus "Experten antworten": "Ich bin in München meinen ersten Marathon gelaufen. Nicht die Zeit von 4:20 statt der erhofften 4:00 Stunden ist mein Problem, sondern mein früher Einbruch ab Kilometer 22. Meine Erklärung: Bei Kilometer 15 fürchtete ich mich vor dem Nachlassen meiner Kräfte und nahm wohl zu viel feste Nahrung zu mir, ein Drittel Gel-Packung, ein Becher Iso-Getränk, ein Stück Banane und zwei Stück Energieriegel. In meinem Magen bildete sich eine schwere Kugel. Irgendwann nach der Halbmarathon-Distanz musste ich vier Gehpausen einlegen. Ich bin das Rennen nicht zu schnell angegangen, auch mein 4:00-Stunden-Ziel war realistisch, denn ich bin zwei Wochen später den Halbmarathon in Magdeburg in 1:51:44 Stunden gelaufen."

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14.01.2011
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