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Kalorien vebrennen Mit dieser Formel lässt sich der Kalorienverbrauch berechnen

Wie viel Energie und damit Kalorien bei körperlicher Belastung verbrannt werden, ist messbar.

Kalorienverbrauch +
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Der Kalorienverbrauch beim Laufen lässt sich exakt berechnen.

Woher weiß ich wie viele Kalorien ich verbrauche? Sportmediziner Dr. Andreas Nieß erklärt die Theorie des Stoffwechsels und weiß, mit welcher Formel sich der Kalorienverbrauch berechnen lässt:

"Wie viel Energie und damit Kalorien bei körperlicher Belastung verbrannt werden, ist messbar. Bei der so genannten indirekten Kalorimetrie lässt sich über Messung der Sauerstoffaufnahme der Energieumsatz relativ genau errechnen.

Pro Liter aufgenommenem Sauerstoff werden bei ausschließlicher Verbrennung von Fett 4,5 Kilokalorien (kcal) und bei alleiniger Verstoffwechselung von Kohlenhydraten 5,1 kcal verbraucht. Läuft man intensiver, so steigt der Anteil an Kohlenhydratverbrennung, und der Wert liegt näher bei 5,1 als bei 4,5 kcal pro Liter Sauerstoff. So viel in Kürze zur Physiologie des Stoffwechsels.

Einflussfaktoren auf den Kalorienverbrauch

Beeinflusst wird der Kalorienverbrauch pro Zeiteinheit von vielen Faktoren. Zu nennen sind insbesondere Körpergewicht, Laufgeschwindigkeit, Streckenprofil, Bodenbeschaffenheit und natürlich auch, wie ökonomisch man läuft. Die Laufökonomie sagt aus, wie viel kcal an Energie man zur Fortbewegung pro Kilogramm Körpergewicht pro Kilometer benötigt. Die Laufökonomie kann zwischen unterschiedlichen Läufern teilweise deutlich schwanken und ist innerhalb gewisser Grenzen durch Training verbesserbar.

Untersuchungen konnten zeigen, dass bei längeren Belastungen wie z. B. einem Marathonlauf die Laufökonomie gegen Ende des Laufes schlechter wird, also pro Kilometer zurückgelegter Strecke mehr kcal benötigt werden. Dies hängt z. T. damit zusammen, dass sich der Bewegungsablauf durch Ermüdung der einzelnen der Fortbewegung dienlichen Muskelgruppen ändert und sich von der individuellen „Ideallinie“ entfernt. Theoretisch gesehen würden durch kontinuierliche Messung der Sauerstoffaufnahme unter Belastung all diese Faktoren Berücksichtigung finden, der Kalorienumsatz also relativ genau zu ermitteln sein. Im täglichen Training ist es jedoch nicht praktikabel, regelmäßig die Sauerstoffaufnahme zu messen. Somit wird es mit einer genaueren Ermittlung des Kalorienumsatzes im Training schon schwieriger. Eine Hilfe kann die Messung des Pulses bei Belastung sein, vorausgesetzt, man kennt aus einer leistungsdiagnostischen Untersuchung, bei der zusätzlich auch die Sauerstoffaufnahme gemessen wurde, seine individuelle Relation von Herzfrequenz und Sauerstoffaufnahme. Über diese Information verfügen jedoch nur wenige.

Relation von Sauerstoffaufnahme und Puls berücksichtigen

Einzelne Pulsmesssysteme besitzen eine Funktion, die den aktuellen Kalorienumsatz angibt. Dabei berücksichtigt deren Technik das Körpergewicht, das Alter und z. T. auch das individuelle Herzfrequenzverhalten des Läufers. Im Mittel ist dadurch eine ungefähre Ermittlung des Kalorienumsatzes möglich, im Einzelfall sind jedoch auch hier deutlichere Abweichungen zu erwarten. Das liegt daran, dass selbst durch Miteinbeziehung von Faktoren wie Körpergewicht usw. die individuelle Relation von Sauerstoffaufnahme und Pulsverhalten nicht berücksichtigt wird. Zudem ist zu beachten, dass bei gewissen Belastungen äußere Einflüsse den Puls beeinflussen können, ohne dass sich gleichzeitig auch der Kalorienumsatz ändert.

Als gutes Beispiel hierfür dienen Läufe bei höheren Temperaturen, bei denen der Puls oft deutlich höher liegt, ohne dass sich die Sauerstoffaufnahme und damit der Kalorienumsatz im selben Maße nach oben bewegt. Ungeachtet des Wertes der Pulsmessung bei der Trainingssteuerung, bei der Errechnung des Energieumsatzes beim Laufen, verbessert eine Miteinbeziehung der Herzfrequenz nicht immer die Genauigkeit gegenüber einer einfachen Faustformel: gelaufene Kilometer x kg Körpergewicht x 0,9 = verbrauchte Energie in kcal. Benötigt man die verbrauchte Kalorienzahl im Rahmen einer Energiebilanz zur Gewichtsreduktion, so erfüllt eine solche Formel ihren Zweck allemal."
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