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Frauen ab 50 Laufen in den Wechseljahren

Viele Frauen haben in den Wechseljahren Probleme, jedoch ist das in der Regel kein Grund mit dem Laufen aufzuhören.

"Mich plagen Nervosität, Reizbarkeit, Schlafprobleme, Hitzewallungen, und die Diagnose ist als gerade 50-Jährige bekannt: Ich bin in die Wechseljahre gekommen. Stellt sich mir die Frage: Darf ich weiter laufen? Würde sich eine Therapie mit Hormonen mit dem Training vertragen?"

Frau U. C., Hengsterbach
Darf ich in den Wechseljahren weiterlaufen? +

Auch in den Wechseljahren gilt: Laufen ist gut für Sie.

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Hormone


Dr. Kai Röcker +
Foto: privat

Dr. Kai Röcker

Runner's-World-Experte Dr. med. Kai Röcker antwortet: Insofern keine anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorhanden sind, sehe ich keine Einwände gegen die Fortführung Ihres Ausdauertrainings. Ganz im Gegenteil: Vor allem die psychische Problematik der Wechseljahre dürfte sich durch Laufen durchaus positiv beeinflussen lassen. Die sogenannten Wechseljahre werden bei Frauen von einem Absinken der Blutkonzentration des weib­lichen Geschlechtshormons Östrogen begleitet.

Eine Behand­­lung durch Verabreichung von künstlichem Östrogen hat sich vor allem für jene Fälle etabliert, bei denen man einen deutlich unter der Norm liegenden Wert im Blut feststellt. Bei einem solchen echten Östrogenmangel bilden sich die von Ihnen beschriebenen Allgemeinsymptome durch die Anwendung von Östrogenpräparaten häu­fig deutlich zurück.

Unter Umständen kann extreme körperliche Belastung und eventuell zusätzlich eine unzureichende Ernährung einen vorhandenen Östrogenmangel noch verstärken. Auf diese Weise kommt es selbst bei jüngeren Leistungssportlerinnen manch­mal zu einem „vorzeitigen“ Östrogenmangel. Als mögliche Folge wird hierbei ­eine Schwächung der Knochenstabilität durch die sogenannte Osteoporose diskutiert.

Viele Frauenärzte empfehlen daher diesen Sport­lerinnen eine möglichst frühzeitige Anwendung von Östrogen. Für Ihren Fall bedeutet dies, dass Sie nach Möglichkeit den Östrogenwert im Blut messen lassen sollten. Fällt dieser niedrig aus, könnte in Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt durchaus der Versuch einer Östrogenbehandlung erfolgen. Um die Möglichkeit einer zusätzlichen belastungsbedingten Erniedrigung des Östrogenwertes gering zu halten, sollten Sie zu große Schwankungen in Belastungsintensität und Laufumfang während des Trainingsaufbaus vermeiden.
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Nächste Frage aus "Gesundheit": "Ich wüsste gerne, welchen Einfluss das Laufen auf Cellulite hat. Kann es sein, dass sie sich durch den Bewegungsablauf, d. h. die „Erschütterung“ des Oberschenkels beim Auftreten zumindest bei nicht so trainierten Läufern auch verschlimmern kann? Frau B. Z., Hagen"

Inhaltsverzeichnis
Autor: Dr. med Kai Röcker 25.11.2009
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