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Gefahr im Wald Vögel greifen an

Einige Läufer führen schon Pfefferspray für agressive Hunde mit sich, doch was tun bei Tier-Angriffen aus der Luft?

"Während des Laufens im Wald wurde ich von einem Greifvogel attackiert. Der Angriff erfolgte von hinten und mehrmals in kurzen Abständen. Der Vogel überflog den Kopf in etwa einem Meter Höhe. Kann ich mich wehren? Herr T. S., per E-Mail"

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Foto: Runner's World

Thomas Steffens

RUNNER'S WORLD Experte Thomas Steffens antwortet:
Die Schlagzeilen sind inzwischen hinlänglich bekannt: Gefährliche Greifvögel attackieren Jogger im Wald! Doch der Vogel (Bussard?) führt keine bösen Absichten im Schilde, sondern reagiert mit dichtem Überfliegen gegen Störenfriede im Brutrevier.

In der Regel sind Greifvögel Menschen gegenüber zurückhaltend. Während der Brut- und Fütterungsphase der Jungen kann es jedoch zu solchen Angriffen kommen. Bis die Jungen selbstständig sind, sorgt das Männchen nicht nur für ihre Nahrung, sondern auch für ihren Schutz. Große, sich schnell bewegende Menschen werden eventuell als eine Bedrohung empfunden. Führt ein Waldweg zu nahe am Nest vorbei, kann es gehäuft zu solchen Angriffs­flügen kommen. Diese verlaufen in den allermeisten Fällen glimpflich, denn der Vogel baut bei den Angriffsflügen auf seine respektable Spannweite und sein Fluggeräusch. Verletzungen durch Krallen oder Flügel sind selten und unbeabsichtigt. In dieser begrenzten Phase sollten Jogger respektieren, dass die Vögel ihr Revier behaupten und in Zukunft einen Umweg laufen. Entgegen der Annnahme, dass ­eine Zunahme der Angriffe mit einer Überpopulation der Greifvögel zu tun habe, ist es wohl eher umgekehrt: Immer mehr Menschen bewegen sich laufend in der Natur und stören die Vögel beim Brüten.

Alarmierte Jäger wollen und dürfen die Tiere nicht abschießen, sie raten Spaziergängern und vor allem Joggern, in der Brutzeit (für die meisten Arten im Mai und Juni) solche gefährdeten Gebiete zu meiden. Besonders Wege an Waldrändern sollte man dann nicht benutzen. Ist es bereits zu Angriffen gekommen, sperren die alarmierten Forstbeamten oft die Regionen für Spaziergänger.

Als Vorsichtsmaßnahme sollte man keine grelle Kleidung tragen und als Jogger beim ­Erblicken von Greifvögeln das Bewegungs­tempo unbedingt drosseln. Wird man trotzdem angegriffen, sollte man sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen und sich bei Bedarf eine Tetanusspritze geben lassen. Meist jedoch ist der Schreck über den unerwarteten Angriff größer als die Verletzung.
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Nächste Frage aus "Gesundheit": "Bei langen Laufbelastungen bekomme ich Magenkrämpfe bis zum Erbrechen und starken Durchfall. Woran liegt das, und was kann ich dagegen tun? "

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Autor: Thomas Steffens 16.04.2010
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