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Marathonverpflegung Wegen falscher Ernährung das Zeitziel verpasst?

Für manche Läufer empfiehlt es sich, zum Marathon eine zuvor im Training getestete Eigenverpflegung mitzunehmen.

"Ich bin in München meinen ersten Marathon gelaufen. Nicht die Zeit von 4:20 statt der erhofften 4:00 Stunden ist mein Problem, sondern mein früher Einbruch ab Kilometer 22. Meine Erklärung: Bei Kilometer 15 fürchtete ich mich vor dem Nachlassen meiner Kräfte und nahm wohl zu viel feste Nahrung zu mir, ein Drittel Gel-Packung, ein Becher Iso-Getränk, ein Stück Banane und zwei Stück Energieriegel. In meinem Magen bildete sich eine schwere Kugel. Irgendwann nach der Halbmarathon-Distanz musste ich vier Gehpausen einlegen. Ich bin das Rennen nicht zu schnell angegangen, auch mein 4:00-Stunden-Ziel war realistisch, denn ich bin zwei Wochen später den Halbmarathon in Magdeburg in 1:51:44 Stunden gelaufen."

Herr W. S. / per E-Mail
Wegen falscher Ernährung das Zeitziel verpasst? +

Bei einem empfindlichen Magen kann es passieren, dass feste Nahrung wie Bananen während des Laufs nicht verdaut werden können.


Martin Grüning +
Foto: Runner’s World

Martin Grüning, RUNNER'S WORLD Trainingsexperte

RUNNER'S-WORLD-Trainingsexperte Martin Grüning antwortet: Die zwei Wochen nach dem Marathon erzielte Halbmarathonzeit von 1:51 Stunden zeigt, dass Sie den Marathon tatsächlich unter vier Stunden laufen können. Das Problem: Sie scheinen (noch) nicht die für Sie optimale Verpflegungsform gefunden zu haben. Beim Halbmarathon ist die Verpflegung ja schließlich nicht so entscheidend wie beim Marathon.

Ihr Einbruch beim Marathon lässt sich eindeutig auf die Ernährungsprobleme zurückführen: Ich vermute, dass Sie Probleme haben, beim Laufen feste Nahrung (Banane, Energieriegel) zu resorbieren. Das ist nicht ungewöhnlich. Liegt die feste Nahrung wie ein „Stein“ im Magen, so bedeutet dies, dass sie nicht verarbeitet wird und so sorgt sie nicht nur für Magenprobleme, sondern dem Körper fehlen auch die Energielieferanten, die statt in die Muskelzellen zu fließen eben im Magen rumpeln.

Widmen Sie in der nächsten Marathonvorbereitung der Verpflegung eine entsprechende Aufmerksamkeit. Testen Sie die verschiedensten Nahrungsmittel bei zügigen Trainingsläufen auf ihre Magenverträglichkeit, vielleicht sind Sie gut beraten, es nur mit Energiegels (und Flüssigkeit) zu versuchen und jegliche feste Nahrung zu meiden. Erarbeiten Sie für den nächsten Marathon einen starren Verpflegungsplan und sorgen Sie dafür, dass dieser auch einhaltbar ist (getestete Verpflegung selbst mitnehmen oder von Betreuern reichen lassen). Finden Sie eine Möglichkeit einer individuell magenverträglichen Verpflegung, so schaffen Sie auch die vier Stunden.
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Nächste Frage aus "Ernährung": "Beim letzten Marathon hatte ich selbst gemixte Apfelschorle mit, die mein Magen aber nicht vertragen hat. Würde es in Zukunft ausreichen, nur Wasser zu trinken? Wenn ja, welches Wasser? Wieviel Magnesium, Calcium, Natrium und Sodium sollte darin enthalten sein? Oder muss es etwas Isotonisches sein? Und: Wie ist das mit Energieriegeln, sind die während des Marathons zu empfehlen? "

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30.03.2010
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