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Sport und Psyche Der Kopf läuft mit

Laufen hat tiefgreifende psychologische Auswirkungen. Hier die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Die Strecke ist zu mehr als zwei Dritteln geschafft. Vielleicht fünf, sechs Kilometer noch, dann dürfte das Ziel in Sichtweite kommen. Bisher lief der Wettkampf sehr ordentlich. Flüssig und schnell wurden die Kilometer heruntergespult. Doch plötzlich passiert etwas im Körper, das wohl jeder Läufer schon einmal erlebt hat: Innerhalb kürzester Zeit werden die Beine schwer wie Blei, wird der bis dahin so locker-beschwingte Lauf zu Krampf und Mühsal. Im selben Tempo weiter oder gar schneller laufen zu wollen, verlangt unerhörte Anstrengung. Es ist jetzt nur noch ein Kampf gegen die Erschöpfung.
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Nun gut, werden Sie sagen, darum trainieren wir ja schließlich so zielstrebig – um die Distanz oder das Tempo (oder auch beides zugleich) Zug um Zug erhöhen zu können, ohne vorzeitig zu ermüden. Doch halt! An dieser Stelle lohnt es sich, den Ansatz für das Training zu überdenken. Der Prozess der Ermüdung läuft möglicherweise ganz anders ab, als wir uns das vorstellen. Neue Erkenntnisse der Sportwissenschaft legen nahe, dass sich der gefürchtete „Einbruch“ bei Dauerbelastungen – das Gefühl, mit den Kräften am Ende zu sein – nämlich allein im Kopf abspielt.

Die Ermüdung ist ein Schutzmechanismus, den das Gehirn nutzt, um ein katastrophengleiches Versagen der betreffenden Systeme zu verhindern. Demzufolge sendet der Körper ab einem bestimmten Punkt Signale an das Gehirn, die ihm die Wahrscheinlichkeit anzeigen, dass bei Fortführung der Belastung auf dem gleichen Level eine physische Krise unmittelbar bevorsteht. Als Reaktion auf dieses Feedback schränkt das Gehirn die Muskelaktivierung ein und erzeugt zugleich ein Gefühl von Überanstrengung und Motivationsverlust, das den Sportler veranlasst, die Leistung zu drosseln. Das Gehirn überredet uns sozusagen, es ein wenig ruhiger angehen zu lassen.

Nur eines von vielen Beispielen, wie sehr die Psyche auf die sportliche Leistungsfähigkeit einwirkt. Wir haben aktuellste wissenschaftliche Meldungen zum Thema „Sport und Psyche“ zusammengestellt.

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08.02.2008
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