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Pollenallergie Heuschnupfen

Läufer mit Heuschnupfen können den Frühling nicht richtig genießen, da etwas in der Luft liegt: Pollen. Das können Sie gegen Heuschnupfen tun.

Heuschnupfen +

Jeder fünfte Deutsche leidet unter Heuschnupfen.

Wer an Heuschnupfen leidet und bei Pollenflug hinausgeht, um zu trainieren, kann durch diese Kombination ein lebensbedrohendes Herz-Kreislauf-Versagen auslösen. Inzwischen reagiert jeder fünfte Bundesbürger auf Pollen von bestimmten Gräsern, Blumen und Bäumen. Die Betroffenen sind in ihrer Lebensqualität oft erheblich eingeschränkt. Die WHO (World Health Organisation) empfiehlt bei Heuschnupfen die spezifische Immuntherapie (auch bekannt als Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung), da Heuschnupfen sich von der Nase auf die Bronchien ausweiten kann und man zusätzlich zum Heuschnupfen noch ein allergisches Asthma entwickeln kann. Neuesten Studien zufolge kann chronischer Heuschnupfen das Risiko erhöhen, an Morbus Parkinson zu erkranken. Daher sollten Sie nicht zu lange abwarten, denn umso früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto größer sind die Heilungschancen.

Heuschnupfen – Symptome

Bei Heuschnupfen kitzelt und läuft die Nase, die Augen beginnen zu tränen, das Atmen fällt durch die entzündeten Atemwege schwer. Schleimhautreizungen oder Hautauschlag sind auch Zeichen von Heuschnupfen, ebenso wie Niesattacken. Laufen mit Heuschnupfen wird daher zur Qual, wenn Pollen durch die Luft fliegen.

Darüber hinaus können unter Umständen Kreuzallergien zu anderen Substanzen auftreten, da sich die Allergene untereinander sehr ähneln. So reagiert das Immunsystem in einigen Fällen nicht nur auf Pollen, sondern wegen der Ähnlichkeit auch auf bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln. Wer z.B. auf Birkenpollen reagiert, kann häufig keine Äpfel, Nüsse und Kirschen vertragen. Beifußpollen-Allergiker reagieren dagegen teilweise allergisch auf Gewürze und Kräuter. Kreuzreaktionen treten aber nicht immer auf. Symptome für Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sind zumeist Magenkrämpfe und Durchfall sowie Kribbeln auf der Zunge.

Heuschnupfen – Ursache

Die Ursachen von Heuschnupfen und generell allergischen Krankheiten sind noch nicht endgültig geklärt. Es wird ein Mix aus Erbanlagen, Umweltfaktoren und persönlichem Lebensstil als Ursache für Heuschnupfen und andere allergische Krankheiten angenommen.

Forscher fanden heraus, dass Frauen mit unregelmäßiger Periode häufiger an Heuschnupfen und Asthma leiden als Frauen mit regelmäßig einsetzender Periode. Daher wird vermutet, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen eine Rolle bei der Entstehung von Heuschnupfen spielen könnte.

Heuschnupfen – Behandlung

Falls Sie an Heuschnupfen leiden, laufen Sie sich im Rahmen Ihres Trainings zuerst sehr langsam warm und steigern Sie das Tempo erst nach und nach. Laufen Sie im Niedrigpulsbereich und meiden Sie anaerobe Läufe unter Belastung. Nach dem Laufen oder anderen Trainingseinheiten im Freien muss sich der Körper von der allergenen Belastung erholen. Duschen Sie deshalb direkt nach dem Lauftraining, um die Pollen aus den Haaren und von der Haut zu spülen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Wohnung möglichst allergenfrei bleibt und lassen Sie die Fenster tagsüber geschlossen, damit sich Ihr Körper in einer möglichst allergenfreien Umgebung vom Laufen erholen kann.

Antihistaminika helfen zwar gegen die Symptome, jedoch wird die Allergie im nächsten Jahr wiederkehren. Bei der sogenannten Hyposensibilisierung wird die Ursache der Allergie behandelt, indem der Patient die Allergene in verdünnter Form verabreicht bekommt. Dadurch wird der Körper langsam an die an sich harmlose Substanz gewöhnt und reagiert nicht mehr mit einer verstärkten Abwehrhaltung auf die Allergene. Bei vier von fünf Patienten mit Heuschnupfen hilft diese Methode.

Falls bei Heuschnupfen-Patienten eine Hyposensibilisierung nicht hilft, können sie auf sanfte Heilmethoden wie Akupunktur oder Homöopathie zurückgreifen.

Heuschnupfen – Vorbeugung

Informieren Sie sich am Trainingstag, welche Pollen gerade besonders stark herumfliegen. Achtung: Wind begünstigt den Pollenflug. Nehmen Sie gegebenenfalls präventiv Antiallergika bzw. Antihistaminika ein und seien Sie mit dem Laufen etwas zurückhaltender als sonst.

Meiden Sie bei Problemen mit Gras- und Blütenpollen Wiesen, Äcker und Mischwälder und gehen Sie stattdessen lieber in Nadelwäldern laufen.
Heuschnupfen-Allergiker sollten in den Hochphasen des Pollenflugs möglichst wenig in Parks und Wäldern trainieren und sich alternative Laufstrecken suchen. Trainieren Sie möglichst bei oder nach Regen, da dieser den Pollenflug vermindert.

In Problemzeiten und vor großen körperlichen Belastungen wie Wettkämpfen sollten Läufer mit Heuschnupfen präventiv Antiallergika einnehmen, um das Histamin zu blockieren, das die Symptome auslöst. Lassen Sie sich gegebenenfalls von Ihrem Arzt oder in der Apotheke beraten.
Alle Laufverletzungen
Autor: Caro Kraft 13.08.2015
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