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Schutz des Organismus' Immunsystem

Das Immunsystem ist ein hochkomplexes System im menschlichen Körper, das den Organismus schützt.

Bedeutung
Das Immunsystem ist das am dichtesten vernetzte und komplizierteste Organsystem im menschlichen Körper. Zellen, Gewebe und Organe sind über den gesamten Organismus verteilt und stehen in stetiger und hoch komplexer Kommunikation zueinander. Die Aufgabe des Immunsystems ist der Schutz des Organismus’ vor Gefahren von außen sowie von innen. Eine Gefahr von außen kann beispielsweise drohen, wenn Krankheitserreger in den menschlichen Organismus eindringen wollen. Im Inneren bietet das Immunsystem zum Beispiel Schutz vor entarteten Zellen. Ferner steuert das Immunsystem Regenerationsprozesse. Um in einer feindlichen Umwelt zu überleben, bedarf es eines gut funktionierendes Immunsystems. Hieran beteiligt sind neben diversen Immunorganen, dem Gewebe auch immunkompetente Zellen, die im Wesentlichen die weißen Blutkörperchen sind. Diese Immunstrukturen weisen ein Gesamtgewicht von 2-3 kg auf.

Immunorgane
Hierbei wird in primäre lymphatische Organe sowie in sekundäre lymphatische Organe differenziert. Im Ersteren entstehen und reifen Immunzellen im Knochenmark und in der Thymusdrüse heran. Die herangewachsenen Immunzellen wandern infolgedessen in die sekundäre lymphatische Organe und siedeln sich dort an. Das sind Organe und Gewebe wie die Milz, die Lymphknoten, Mandeln sowie das schleimhautassoziiertes lymphatische Gewebe im Magen-Darm-System, das zum größten Immunorgan des Körpers zählt. Überdies sind wichtige Immunorgane die Haut, Lunge und Leber. Alle Immunorgane arbeiten mit freien Immunzellen zusammen.

Immunabwehr
Spezifische Immunabwehr: Die spezifische Immunabwehr spielt sich im Wesentliche in vier Schritten ab: 1. Der Eindringling muss erkannt und dem T-Lymphozyten präsentiert werden. T-Helferzellen regen daraufhin die B-Lymphozyten an, die einen zum Eindringling passenden Antikörper bilden. 2. Eine Vermehrung der B-Lymphozyten führt sich einer erhöhten Antikörperproduktion. 3. Aus Antigen und Antikörper entsteht ein Immunkomplex, der das sogenannte Komplementsystem aktiviert und von diesem abgebaut wird. 4. T-Unterdrückerzellen stoppen die Immunreaktion, wenn nur noch weniger Antigene vorhanden sind, da diese sonst dem Körper schaden würden. Bei der Immunabwehr bleiben sogenannte Gedächtniszellen zurück, die bei erneutem Eindringen von Erregern sich erinnern und ad hoc reagieren können. Auf diese Weise entsteht eine über einen langen Zeitraum Immunität gegen Krankheitserreger.

Unspezifische Immunabwehr
Sind Erreger erst einmal über Haut und Schleimhaut in den Körper eingedrungen, sehen sie sich von einer unspezifischen Abwehrfront konfrontiert. Fresszellen umfließen die Erreger, nehmen sie auf, woraufhin sie aufgelöst und dezimiert werden. Die Granulozyten haben eine ähnliche Funktion. Die natürlichen Killerzellen sind in der Lage fremde Strukturen von beispielweise Krebszellen oder virulente Zellen zu erkennen. Überdies gehören auch flüssige Immunstoffe zur unspezifischen Immunabwehr. Ein aus etwa 20 miteinander agierenden Proteinen System, das Komplementsystem, dient ebenfalls dem Immunschutz. Oftmals reicht die unspezifische Immunabwehr aus. Ist diese überfordert greift die spezifische Immunabwehr ein.

Einfluss von Sport auf das Immunsystem
Moderater Sport führt zu einer Verbesserung von (un-)spezifische Immunabwehr: Die Anzahl von natürlichen Killerzellen und Fresszellen steigt an, die Funktion aller Immunzellen und die durch Sport bedingte Überwärmung des Körpers verbessert sich ebenfalls.

Einfluss der Ernährung auf das Immunsystem
Ernährung und Immunabwehr sind kausal. Mangel-, Fehl-, und Überernährung beeinflussen beziehungsweise beeinträchtigen die Funktion des Immunsystems. Eine das Immunsystem unterstützende Ernährung beinhaltet unter anderem folgende Nährstoffe: Proteine und Aminosäuren (Glutamin, Arginin), Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren), Vitamine (Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E sowie Betacarotin) und Spurenelemente (Selen, Zink).
16.01.2012
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