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Laufen gegen Migräne Joggen hilft bei Migräne und Kopfschmerzen

Laufen, Joggen und Walken vermindern die Zahl der Migränetage und der Kopfschmerzstunden deutlich. Das ergab eine neue Studie am Universitätsklinikum Kiel.

Joggen hilft bei Migräne und Kopfschmerzen +

Ausdauersport wie Laufen oder Joggen wirkt sich sehr positiv als Vorbeugung vor Migräne und Kopfschmerzen aus.

Sportliche Betätigung wirkt sich deutlich positiv auf die Stärke, die Häufigkeit und die Dauer einzelner Migräneattacken von Patienten aus. „Vor allem der Sport im aeroben Herzfrequenzbereich zur Steigerung der Ausdauer, zum Beispiel durch ein ausreichend effizientes Lauftraining, soll hierfür in besonderem Maße geeignet sein“, sagt Dr. Stephanie Darbaneau, die die Studie begleitet hat. Laufen und Joggen sind also zur Vorbeugung von Kopfschmerzen ideal.

In der am Universitätsklinikum Kiel erstellten Studie, die mit Unterstützung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) durchgeführt wurde, wird die Wirkung von Joggen und von Walking auf Migräne verglichen. Das Walken wurde dabei als moderate Bewegungsart gewählt, bei der der Patient zwar aktiv ist, aber keine Leistungssteigerung erreicht. Das Ansteigen des Fitnesslevels hatte sich in Vorstudien als maßgeblich für den Erfolg für Sport bei Migräne erwiesen. Von insgesamt 52 Patienten hielten 28 den Trainingsplan (3 x die Woche für 30 Minuten) über den gesamten Zeitraum von zehn Wochen durch. Bei diesen Patienten zeigte sich am Ende der Studie, dass die Migränetage in der Jogginggruppe um 17,2 Prozent und die Kopfschmerzstunden um 21,8 Prozent pro Monat zurückgingen. In der Walkinggruppe kam es durch die moderate Bewegung zu durchschnittlich 1,3 Attacken pro Monat weniger.

Während der Untersuchung beobachteten die Forscher die Entwicklung der Migränesymptome acht Wochen vor und nach dem Training bei Patienten, die durchschnittlich bereits seit 20 Jahren erkrankt waren. In beiden Gruppen (Joggen und Walken gleichermaßen) zeigte sich, dass sich Sport bei der Migräneerkrankung positiv auswirkt. Walking scheint dabei die Reduzierung der Attackenanzahl besonders positiv zu beeinflussen. Ob dafür eine Steigerung des Fitnesslevels notwendig ist, müssen zukünftige Studien zeigen, da es in dieser Studie auch in der Walkinggruppe zu einer Fitnesssteigerung kam.

Als Erklärung für die vom Ausdauersport erwarteten Effekte wird ein Ansteigen der Schmerzschwelle diskutiert. Ausdauersport wie Laufen und Joggen soll den Abbau von unter Stress ausgeschütteten Hormonen beschleunigen, den Stresshormonpegel der Patienten senken und dadurch die individuelle Schmerzschwelle beeinflussen.
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16.12.2011
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