Top Themen: HWS-Syndrom | Fersensporn | Selbst-Massage | Shin Splints | Knieschmerzen | Sprunggelenksverletzung | Laufen

Vorsicht Stolpergefahr Raus aus der Stressfalle

Laufen baut Stress ab. Doch falsches Laufen erhöht die Verletzungsgefahr. So machen Sie es richtig.

Laufen bei Stress +

Laufen Sie den Stressfaktoren behutsam davon, sonst kommt womöglich noch eine Verletzung hinzu.

Der Beruf fordert Ihnen alles ab, Ihr jüngster Sohn ist krank, und Ihr Auto springt nicht an: An solchen Tagen schnüren Sie am besten gleich Ihre Laufschuhe und lassen dem Frust auf ein paar Kilometern freien Lauf. Allerdings besteht in Situationen wie diesen die Gefahr, dass der Ärger, den Sie abschütteln wollen, zu einer Laufverletzung führt und somit erst recht zu Stress und Frust.

Wer Stresszustände auf solche Weise abzuarbeiten versucht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Körper in angespannten Situationen zusätzlich Energie verbraucht, die einem in dem Moment beim Sport nicht mehr zur Verfügung steht. „Die Muskulatur arbeitet dann nicht so effektiv wie sonst und reagiert nicht so schnell wie gewohnt“, erklärt der Sportmediziner Buz Swanik von der University of Delaware (USA).

Dasselbe zeigt eine Studie, die im „Journal of Sports Medicine“ veröffentlicht wurde. Danach waren Triathleten, die unter dem Einfluss angespannter Situationen in Familie oder Beruf standen, anfälliger für Verletzungen als solche, die keinen derartigen Stressfaktoren ausgesetzt waren. In einer weiteren Studie, die im „British Journal of Sports Medicine“ erschien, wurde berichtet, dass sich Elite-Sportler eher verletzten, wenn sie während des Wettkampfs wütend, durcheinander, müde oder angespannt waren oder sich in einer depressiven Stimmung befanden.
All das bedeutet zwar nicht, dass man nur dann trainieren oder an Wettkämpfen teilnehmen sollte, wenn man sich aufgeräumt und entspannt fühlt. Hormone wie Cortisol und Adrenalin können sogar leistungssteigernd wirken, allerdings nur in kleinen Dosen. Das gilt etwa für eine gewisse Vorstart-Nervosität. Dauerstress hingegen wirkt leistungshemmend und macht den Athleten verwundbar. Bleibt das Cortisol-Level zu lange auf hohem Niveau, funktionieren Muskulatur und Immunsystem nicht mehr optimal.

Was also tun, wenn Sie sich in einer solchen Situation befinden? Nachdem Sie sich klargemacht haben, dass Stress Ihre Leistung nicht nur negativ beeinflussen, sondern Sie auch verletzungsanfälliger machen kann, sollten Sie es mithilfe folgender Tipps schaffen, trotzdem gesund zu bleiben.
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: Meghan Rabbit 15.02.2012
WEITERLESEN
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Erkennen und gegensteuern

Seite 1: Raus aus der Stressfalle
Seite 2: Erkennen und gegensteuern
Seite 3: Behalten Sie sich selbst im Auge

Kostenloser Newsletter
Mehr zu Gesundheit
Laufen nach einem Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall bedeutet auch nicht das Aus für den Laufsport. Im Gegenteil: Nach ... ...mehr

Training dem Zyklus anpassen

Viele Frauen haben mit Menstruationsbeschwerden zu kämpfen. Drei Tricks und die FitrWoman-... ...mehr

Hängt die Laufleistung vom Lungenvolumen ab?
Lungenvolumen

Foto: iStockphoto

Kann man mit einem größeren Lungenvolumen automatisch ausdauernder laufen? Dr. Heiko Strie... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Raus aus der Stressfalle
(©) Motor Presse Hearst GmbH & Co KG Verlagsgesellschaft