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Selbst Hand anlegen Selbstmassage: Seien Sie Ihr eigener Masseur

Eine professionelle Massage nach jedem Lauf wäre wohl optimal für Leib und Seele. So massieren Sie sich selbst.

Wäre das nicht schön, wenn zuhause nach jedem Lauf auf Sie Ihr eigener Masseur warten würde? Er würde ein weißes Handtuch ausbreiten, Sie sich darauflegen und er würde Ihre Beine zunächst streicheln, dann vorsichtig durchwalken, Problemstellen besonders sanft ausstreichen.
Schade, dass sich dies nur wenige leisten können. Aber wussten Sie, dass Selbstmassagen durchaus auch Sinn machen und die Regenerationsfähigkeit der Muskulatur um bis zu zwanzig Prozent steigern können. Natürlich kann man selbst nicht seinen Rücken oder Nacken kneten, aber die Beine, und die sind schließlich des Läufers bestes und strapaziertestes Stück, die kann man problemlos selbst bearbeiten.

Eine Massage hilft die Durchblutung anzuregen und das Muskelgewebe zu entspannen, nach dem Lauftraining sorgt sie so für einen fließenden Übergang von der muskulären Anstrengung zur Entspannung. Das durch die Massage erweiterte „Cool-Down“ des Körpers gibt den Muskeln Zeit, die Stoffwechselendprodukte abzubauen, die sich bei abrupter Beendigung des Lauftrainings ansonsten im Muskel anlagern und eventuell beim nächsten Lauf für Beschwerden sorgen.

Do it yourself - Vier Praxistipps

1. Setzen Sie sich auf den Boden, stellen Sie ein Bein auf, ziehen Sie das Knie etwas an. So können Sie Waden wie Oberschenkel gleichermaßen gut behandeln.

2. Beginnen Sie die Massage immer bei den Füßen und arbeiten Sie sich von dort „nach oben“ bis zur Leiste bzw. den Adduktoren vor. Streichen Sie die Beine von den Füßen beginnend mit geöffneten Händen vorsichtig in Längsrichtung aus. Die Hände sind entspannt, es wird nur ein leichter Druck ausgeübt. Rund um Knie und Fußgelenke beschreiben Sie mit den Fingerspitzen kleine Kreise.

3. Strecken Sie zum Abschluss die Muskeln diagonal, indem Sie quer über den Muskel reiben. Arbeiten Sie jetzt auch ruhig etwas „in die Tiefe“. Drücken Sie mit den Handflächen die Muskeln „gegen die Knochen“, aber vermeiden Sie unbedingt jeglichen schmerzhaften Druck.

4. Behandeln Sie immer zuerst ein Bein vollständig und wiederholen Sie erst danach die Massage an dem anderen Bein. Benutzen Sie unbedingt ein Massageöl!
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Autor: Martin Grüning 21.07.2009
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