Top Themen: HWS-Syndrom | Fersensporn | Selbst-Massage | Shin Splints | Knieschmerzen | Sprunggelenksverletzung | Laufen

Holger Schmitt Von der Bahn in die Praxis

Orthopäde und Unfallchirurg Holger Schmitt weiß wie Leistungssportler ticken - schließlich war er selbst mal einer.

Holger Schmitt - Unfallchirurg und Orthopäde +
Foto: Jutta Kennepohl

Orthopäde Holger Schmitt empfiehlt: "Gesundes Laufen umfasst regelmäßige Dehn- und Kräftigungsübungen.

Mensch, das ist eigentlich ein toller Job. Der darf hier draußen auf dem Trainingsgelände rumlaufen und ist immer nah dran am Sport“, dachte Holger Schmitt mit 15 Jahren über seinen damaligen medizinischen Betreuer. Damals war er Leistungssportler, wurde als Zehnkämpfer in den 80er-Jahren mehrfach saarländischer Landesmeister in verschiedenen Disziplinen. Aus dem bloßen Inte­resse für das medizinische Umfeld des Hochleistungssports entstand schließlich ein konkreter Berufswunsch, sodass Schmitt nach dem ­Abitur das Medizinstudium in Freiburg aufnahm. Auch während des Studiums ist er der Leichtathletik treu geblieben. „Als ich dann drei Wochen vor dem Ersten Staatsexamen bei einem Stabhochsprung-Wettkampf neben der Matte gelandet bin und mich verletzt habe, wurde mir klar, dass ich meinen Lebensschwerpunkt in Richtung Studium ver­la­gern musste“, erzählt Schmitt. Von diesem Zeitpunkt an steuerte er konsequent und diszipliniert auf seinen Traumjob zu: Orthopäde und Sportmediziner.

Heute ist Professor Holger Schmitt Leiter des Zentrums für sporttraumatologische Chirurgie an der ATOS Klinik in Heidelberg. Hier steht er an drei Tagen der Woche
im Operationssaal und versorgt Verletzungen und Überlastungsschäden an Hüft-, Knie- und Sprunggelenken. In seiner Sprechstunde befasst er sich mit jeglichen Störungen des Bewegungsapparates von Kopf bis Fuß. Bei Läufern kümmert er sich vor allem um Beschwerden an den Achillessehnen, Knien und im Bereich des Rückfußes. Sein Tipp an ambitionierte Freizeitläufer: Viele Fehl- und Überlastungsverletzungen ließen sich vermeiden, wenn man die entsprechenden Grundlagen schaffen würde, um die angestrebten Belastungen abzufedern. Das heißt: Neben einem wohldosierten Lauf­trai­ning seien begleitende regelmäßige Dehn- und Kräftigungsübungen das A und O für ­gesundes Laufen und eine funktionierende Verletzungsprophylaxe.

Parallel zu seiner Tätigkeit in der Klinik betreut Professor Schmitt zahlreiche Leistungs­sportler, unter anderem die deutsche Damen-Volleyball-Nationalmannschaft und Athleten des „Team London 2012“ der Metropolregion Rhein-Neckar. Ihm mache die Arbeit mit Sportlern viel Spaß und sie sei zugleich eine große Herausforderung. Einerseits seien diese Patienten hoch motiviert und wollen möglichst schnell wieder die volle Leistung ­bringen. Auf der anderen Seite bestünde aber auch immer die Gefahr, dass ein Sportler die verletzten Strukturen zu früh wieder belaste. Die Kunst des betreuenden Arztes ­bestehe darin, den richtigen Mittelweg zu finden. „Da hilft es mir schon sehr, dass ich selbst aus dem Leistungssport komme“, sagt Schmitt, „so kann ich gut nachempfinden, was ein Wettkampf beziehungsweise eine Verletzung für einen Athleten bedeutet.“

Text: Wolfgang Schillings
14.06.2011
WEITERLESEN
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Praxisadresse und Informationen

Seite 1: Orthopäde Holger Schmitt
Seite 2: Praxisadresse und Informationen

Kostenloser Newsletter
Mehr zu Gesundheit
Laufen nach einem Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall bedeutet auch nicht das Aus für den Laufsport. Im Gegenteil: Nach ... ...mehr

Training dem Zyklus anpassen

Viele Frauen haben mit Menstruationsbeschwerden zu kämpfen. Drei Tricks und die FitrWoman-... ...mehr

Hängt die Laufleistung vom Lungenvolumen ab?
Lungenvolumen

Foto: iStockphoto

Kann man mit einem größeren Lungenvolumen automatisch ausdauernder laufen? Dr. Heiko Strie... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Von der Bahn in die Praxis
(©) Motor Presse Hearst GmbH & Co KG Verlagsgesellschaft