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Knifflig Was ist gesünder: Laufen oder Radfahren?

Bewegung ist auf jeden Fall gesund. Ob Sie lieber laufen oder radfahren sollten, hängt davon ab, worauf Sie Wert legen.

"Ganz banale Frage: Was ist eigentlich gesünder, Radfahren oder Laufen? Eine Läuferzeitschrift kommt doch sicherlich zu dem Ergebnis, dass es das Laufen ist, oder?"

Frau I. B., München
Was ist gesünder: Laufen oder Radfahren? +
Foto: RSI

Laufen oder Radfahren – beides hat Vorteile.


Dr. med. Andreas Niess +
Foto: Runner's World

RUNNER'S WORLD-Experte Dr. Andreas Nieß

Laufen hat den Vorteil, dass es durch die Beanspruchung vieler Muskelgruppen einen relativ hohen Kalorienverbrauch pro Zeiteinheit verursacht, an fast jedem Ort möglich ist und, sieht man einmal von Laufschuhen und -kleidung ab, nicht an das Vorhandensein eines Sportgerätes gebunden ist. Bei eng bemessener Freizeit lässt sich also der Verbrauch einer hohen Kalorienzahl am ehesten durch Laufen realisieren.

Andererseits kann man z. B. durch die Fahrt per Rad zur Arbeit auch diese Sportart zeitsparend in den Tagesablauf integrieren. Bei eher schlechter Kondition sind zudem Radfahren oder Walking oft das günstigere bzw. schonendere Trainingsmittel, um erste Anpassungen der Ausdauerfähigkeit ohne größere Frustration auszulösen. Höhere Radbelastungen wie das Fahren am Berg sind bei bestimmten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ungünstiger als Laufen oder Walking, da sie mit einem stärkeren Krafteinsatz und damit auch einem höheren Blutdruckanstieg verbunden sind.

Bei Übergewicht oder Gelenkserkrankungen wie Arthrosen birgt wiederum das Radfahren gewisse Vorteile, entlastet es doch den beim Laufen eher beanspruchten Bewegungsapparat. Wie Sie sehen, spielen individuelle Gesichtspunkte bei der Wahl der bevorzugten Ausdauersportart eine ganz wichtige Rolle, wobei natürlich auch dem Aspekt, welche Bewegungsform am meisten Spaß macht, Rechnung getragen werden muss und nicht zuletzt auch ein gewisses Maß an Abwechslung geboten sein soll.
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Nächste Frage aus "Experten antworten": "Ich (43, 1,71 m, 64 kg) laufe seit einem Jahr einmal pro Woche sechs bis acht Kilometer. Ich kann allerdings nicht langsam laufen: der Puls liegt immer zwischen 170 und 186 Schlägen pro Minute – bei mir angenehmer Anstrengung! Wie ich überall nachlesen kann, ist das zu hoch, oder? Muss ich mir jetzt ernsthafte Sorgen machen? Wie gesundheitsgefährdend kann das sein? Ist ein permanenter Schnitt knapp unter 180 wirklich eine Gefahr, trotz Wohlbefinden?"

Inhaltsverzeichnis
11.11.2011
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