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Abnehmen durch Laufen
Kalorien verbrennen beim Laufen iStockphoto.com

Kalorienverbrauch ankurbeln

Effektiv abnehmen Kalorienverbrauch durch Laufen ankurbeln

Laufen ist ideal zur Erhöhung des Kalorienverbrauchs. Wir zeigen, wie Sie Ihren Stoffwechsel noch effektiver auf Trab bringen.

Der häufigste Grund, Sport zu treiben, ist der Wunsch, überschüssige Pfunde abzubauen. Wer sich dabei fürs Laufen entscheidet, profitiert doppelt: Bei keiner anderen Sportart werden mehr Kalorien verbraucht. Außerdem erhöht sich durchs regelmäßige Lauftraining die Muskelmasse. Dadurch wird der Grundumsatz, also der Kalorienverbrauch in Ruhe, angekurbelt. Aber vergessen Sie nicht, das Laufen auch zu genießen. Denn nur wenn Sie Spaß an einer Sportart haben, kann sie zur Routine und somit erfolgreich umgesetzt werden.

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Tipps für einen höheren Kalorienverbrauch

Oft ist von einer Aktivierung des Fettstoffwechsels oder der Fettverbrennung zu lesen. Demnach soll man besonders langsam joggen, da im niedrigen Intensitätsbereich am meisten Fett verbrannt würde.

Richtig ist, dass bei einer Trainingsintensität von 50 Prozent der maximalen Herzfrequenz (HFmax) 90 Prozent der verbrauchten Kalorien Fettkalorien sind. Diese niedrige Intensität ist beim Joggen aber kaum zu erreichen, man müsste dafür fast schon gehen. Schon beim (immer noch langsamen) Laufen mit einer Intensität von 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz stammen nur noch 60 Prozent der verbrannten Kalorien aus den Fettdepots des Körpers, der überwiegende Rest dagegen aus den Glykogenspeichern in den Muskeln.

Doch das bedeutet nicht, dass nun weniger Fett verbrannt würde, denn bei solchen Überlegungen wird oft der Unterschied zwischen absolutem und relativem Kalorienverbrauch aus Fetten übersehen. Ein relativ hoher anteiliger Fettverbrauch ist dann ineffektiv, wenn insgesamt nur wenige Kalorien verbraucht werden; denn das hat einen niedrigen absoluten Fettverbrauch zur Folge.

Bei welchem Tempo ist die Fettverbrennung am höchsten?

Deutlich wird dies an folgendem Rechenbeispiel: Beim Joggen mit 50 Prozent der maximalen Herzfrequenz werden nur sieben Kalorien verbraucht, während es bei 75 Prozent schon 14 Kalorien sind – also doppelt so viele. Setzt man diese Werte ins Verhältnis, so kommt man beim forcierten Training auf 8,4 verbrannte Fettkalorien pro Minute (60 Prozent Fettkalorien von 14 Kalorien) gegenüber 6,3 Fettkalorien (90 Prozent Fettkalorien von 7 Kalorien) beim langsamen Dauerlauf.

Das bedeutet: Je schneller Sie laufen, desto mehr Fett verbrennen Sie, auch wenn der prozentuale Anteil des Fettstoffwechsels an der Energiebereitstellung abnimmt.

Allerdings kommt jetzt noch ein weiterer Faktor ins Spiel, und zwar die Dauer des Laufs. Denn auch je länger Sie laufen, desto mehr Energie verbrauchen Sie.

Wenn man insgesamt möglichst viele Kalorien verbrauchen will, muss man also ein möglichst hohes Lauftempo finden, das man möglichst lange durchhalten kann.

Die besten Trainingseinheiten zur Ankurbelung des Stoffwechsels

Da die Verwertung der Energie bei verschiedenen Geschwindigkeiten unterschiedlich effektiv erfolgt, eignen sich bestimmte Belastungsarten innerhalb des Lauftrainings besser zum Kalorienverbrennen als andere.

Wer in kurzer Zeit viele Kalorien verbrennen will, sollte schnell laufen, um seinen Puls und damit den Stoffwechsel auf Trab zu bringen. Da man dabei aber auch recht schnell an seine Grenzen stößt – sowohl organisch als auch orthopädisch – sollten Läufer ein Trainingsprogramm befolgen, das verschiedene Geschwindigkeiten mischt, sei es von Training zu Training oder innerhalb eines Laufs. Wer also abnehmen möchte und an einem Tag nicht so viel Zeit zum Laufen zur Verfügung hat, sollte lieber 30 Minuten flotter absolvieren als langsam durch die Gegend zu trotten.

1) Tempodauerlauf: Abnehm-Programm für Erfahrene

Die klassischste unter den intensiven Einheiten ist der Tempodauerlauf: In einem zügigen bis schnellen Tempo wird gleichmäßig und kontrolliert gelaufen. Die Herzfrequenz sollte im Idealfall zwischen 85 und 88 Prozent der maximalen Herzfrequenz liegen. Ein typischer Tempodauerlauf für einen Marathonläufer sind 12 bis 15 Kilometer, die im Marathonrenntempo gejoggt werden. Weniger fortgeschrittenen Läufern reichen auch zügig gelaufene Strecken ab 3 Kilometern. Dennoch gilt: Nur wer eine gute Grundlagenausdauer besitzt, sollte Tempodauerläufe ins Training einstreuen. Mindestens 10 Minuten Ein- und Auslaufen gehören zum Tempodauerlauf übrigens immer dazu.

2) Fahrtspiel: Spielend leicht Kalorien verbrennen

Eine Abwandlung des Tempodauerlaufs ist das Fahrtspiel. Meistens im Wald, auf möglichst leicht profiliertem Terrain, wird das Jogging-Tempo spielerisch gewechselt. Langsame Abschnitte wechseln sich mit schnellen ab, das Tempo reicht vom zügigen Joggen bis zum Sprint. Die Länge der jeweiligen Abschnitte richten sich nach Tagesform, Lust und Laune, Beschaffenheit der Strecke und dem Leistungsvermögen des Läufers. Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Nur zu Beginn und am Ende des Fahrtspiels sollten Sie es zum Auf- und Abwärmen locker angehen.

3) Intervalltraining: Power-Training zum Abnehmen

Das Intervalltraining zeichnet sich durch den stetigen Wechsel von Belastung und Erholung aus. Zumeist werden auf einer 400-Meter-Bahn Tempoläufe von 400 bis zu 5.000 Meter Länge absolviert. Klassiker sind 10 x 400 Meter mit 90 Sekunden Trabpause oder 5 x 1.000 Meter mit 2 Minuten Trabpause. In den Pausen sollte Ihr Puls auf mindestens 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz herabsinken. 1.000-Meter-Intervalle werden gewöhnlich im 10-Kilometer-Renntempo gelaufen, die Geschwindigkeit der 400-Meter-Läufe ist etwas langsamer als das 5-Kilometer-Renntempo.

4) Hügeltraining: Garant für hohen Kalorienverbrauch

Anstrengend, aber auch hocheffektiv, ist ein Hügeltraining. Bergan-Läufe kräftigen nicht nur die Beinmuskulatur, sondern sind auch einer echter Garant für einen hohen Kalorienverbrauch. Suchen Sie sich einen Berg, Hügel oder sonstigen Anstieg. Der Steigungsgrad sollte spürbar, aber ohne Bergsteigerausrüstung zu bewältigen sein. Die Länge der Anstiege beträgt mindestens 200 Meter, besser sogar etwas mehr. Ihr Tempo sollte dabei zügig, aber gleichmäßig zu halten und über die gesamte Strecke zu kontrollieren sein. Achten Sie auf einen ausgeprägten Kniehub sowie Fußabdruck und setzten Sie Ihre Arme bewusst ein. Geübte Läufer wiederholen Ein-Minuten-Bergauf-Läufe bis zu zehnmal, Vier-Minuten-Bergan-Läufe bis zu viermal. Die Strecke bergab traben Sie ganz locker und erholen sich indes für den nächsten „Aufstieg“.

Hoher Kalorienverbrauch bei langen, langsamen Läufen

Langsame Dauerläufe sind als Kalorienverwerter ideal, aber nur bei einer Laufzeit ab 90 Minuten bis zwei Stunden. Das relativ langsame Tempo, das den Stoffwechsel in die Fettverbrennungszone setzt, maximiert in Kombination mit der langen Belastungsdauer den Gesamtkalorienverbrauch. Ein Mann mit 75 Kilo Gewicht kann mit einem 90-minütigen lockeren Dauerlauf mehr als 1.000 Kalorien verbrennen.

Die meisten Laufanfänger können jedoch gar nicht so lange am Stück laufen. Außerdem gilt: Lange, langsame Dauerläufe sind gut, doch kann man sie kaum täglich durchführen. Während eines 30-minütigen Tempolaufs kann ein Mann mit 75 Kilo Gewicht über 480 Kalorien verbrennen, das ist in einem Drittel der Zeit nahezu die Hälfte dessen, was er in 90 Minuten langsamen Laufens verliert.

Nachbrenneffekt nutzen

Wer neben dem eigentlichen Training noch zusätzlich Kalorien verbrennen will, sollte auf den Nachbrenneffekt setzen. Nach einem Jogging, vor allem einem temporeichen, ist der Stoffwechsel in besonderem Maße angeregt. Noch Stunden nach dem Lauf werden verstärkt Kalorien verbraucht. Je intensiver der Lauf, desto stärker ist dieser Effekt. Blockiert wird der Nachbrenneffekt, wenn sofort nach dem Laufen wieder kohlenhydratreiche Lebensmittel zugeführt werden. Aber beachten Sie auch, dass sich Ihre Regeneration beschleunigt, wenn Sie Ihre Energievorräte unmittelbar nach dem Training auffüllen. Füllen Sie also Ihre Glykogenspeicher auf und nehmen Sie nach hartem Training auch etwas Proteine zu sich, aber übertreiben Sie es nicht. Beachten Sie auch Ihre Kalorienbilanz.

Weitere Informationen zum Trainingsplan für Anfänger mit zwei Beispielwochen finden Sie hier.

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