Tights sind anschmiegsam, bequem und funktional. Die kurzen Ausführungen sind ideal für den Sommer und können gegenüber der lockeren Variante Vorteile bieten. Damit du unter der riesigen Auswahl deine perfekte Hose für den Sommer findest, geben wir dir Tipps zum Kauf und verraten, worauf es bei einer kurzen Tight fürs Laufen ankommt.
Kurze Lauftights im Test: Unsere Empfehlungen und Testsieger
🏆 Toller Schnitt und perfekter Sitz: On Performance Tight für Frauen – Die Performance Tight überzeugt mit einem guten Tragegefühl und festem Halt bei jeder Bewegung.
🏆 Hochwertig und praktisch: lululemon Fast and Free Shorts mit hohem Bund – Das Material ist wahnsinnig anschmiegsam und hochfunktional. Plus: Durch die clever eingebauten Taschen hat man viele Verstaumöglichkeiten.
🏆 Durchdacht und bequem: CEP Core Run Compression Shorts – Die CEP Core Run Compression Shorts punktet vor allem durch ihre hochwertige Materialqualität und den durchdachten anatomischen Schnitt
Die optimale Passform: So muss eine kurze Lauftight sitzen
Eine kurze Tight sollte, ebenso wie ein langes Modell, eng an der Haut, aber dennoch bequem sitzen. Achte also auf einen körpernahen Sitz, der aber nirgends drückt oder reibt. Gerade am Bund ist ein optimaler Sitz wichtig für den nötigen Halt ohne Druckgefühl.
Die Beinlänge einer kurzen Tight ist Geschmackssache. Im Test fiel auf, dass Männermodelle oft etwas länger geschnitten sind und der Länge nach eher Radhosen ähneln, während Frauenmodelle meist knapper ausfallen und mittig am Oberschenkel oder noch höher enden. Wichtiger als die Länge ist aber vielmehr der optimale Sitz des Beinabschlusses, denn auch hier sollte die Hose nicht einschneiden und nicht hochrutschen.
Tights vs. weite Shorts: Welche kurze Laufhose passt zu dir?
Optisch am nächsten kommen die kurzen Tights der klassischen Radlerhose. Doch tatsächlich gibt es hier einige feine Unterschiede. Was als Erstes auffällt, ist die Passform. Radlerhosen sind oft mit einem Polster ausgestattet, um lange Strecken auf dem Sattel gut zu überstehen. Manche verfügen auch über Schulterträger für einen sichereren Sitz. Beides haben Lauftights nicht – dafür andere funktionelle Details. Auch in ihrem Material unterscheiden sich die eher robusten, festeren Radlerhosen von den dünnen, leichten Lauftights.
Im Vergleich zu gewöhnlichen, lockeren Shorts sind die Unterschiede auf den ersten Blick ersichtlicher. Die luftigen Shorts sind meist etwas kürzer und liegen nicht eng am Bein an. Für hohe Temperaturen kann das angenehmer sein, als den Stoff direkt eng auf dem Oberschenkel zu spüren. Die Tights schützen wiederum vor Reibung der Oberschenkel und unangenehmen Scheuerstellen, gerade auf langen Strecken. Besonders engere Passformen können auch kompressiv wirken und die Muskeln sowie die Blutzirkulation unterstützen. Es gibt auch Modelle, welche eine hautenge Shorts mit einer lockeren Hose darüber vereinen. Nichtsdestotrotz bestehen beide Varianten aus Funktionsmaterialien, welche Feuchtigkeit ableiten und so das Schwitzen verringern. Die Stoffe der lockeren Shorts sind jedoch leichter, damit sie in der Bewegung nicht stören. Klassische Materialien der kurzen Tights sind Polyester, Polyamid oder Elasthan.
In Sachen funktioneller Details hat die eng anliegende Variante den Vorteil, dass Handy, Schlüssel und Co. innerhalb der Einschubtaschen an Bein oder Rumpf, eng am Körper liegen. Kein nerviges Wackeln oder Herausfallen. So kann auf zusätzliche Laufgürtel oder Armtaschen verzichtet werden. Auch lockere Hosen können zwar körpernahe Taschen am Bund besitzen, diese sind dennoch meist etwas lockerer. Wen das besonders stört, greift also besser auf eine enge Tight zurück.
Kaufberatung: Wichtige Kriterien für kurze Laufhosen
Bevor du im Laden zu deiner neuen Lieblings-Tight in kurz greifst, kommen hier noch ein paar Punkte, auf die du besonders achten solltest. So ersparst du dir einen Fehlkauf:
Atmungsaktivität
Atmungsaktivität ist bei eng anliegender Laufkleidung umso wichtiger. Auch wenn der Großteil des Beins frei ist, darf sich auch unter der kurzen Hose keine Feuchtigkeit stauen. Um das zu vermeiden, bestehen die Tights aus Funktionsmaterialien. Polyester, Nylon und Elasthan geben einen guten Mix aus feuchtigkeitsableitenden, atmungsaktiven und strapazierfähigen Eigenschaften. Technisch gute Hosenmodelle stellen eine Luftzirkulation während des Laufens sicher. Laufhosen aus Baumwolle oder Bambusfasern sind kaum atmungsaktiv. Sie können sich dennoch bei extensiveren Trainingseinheiten gut tragen, wenn du weniger schwitzt.
Taschen
Das ein oder andere brauchen wir dann doch auf unserer Laufrunde, egal ob Handy, Gel oder Schlüssel. Alles in der Hand zu halten, ist nervig und führt auf Dauer möglicherweise zu einer schlechten Armhaltung und Verspannungen. Taschen, insbesondere direkt an der Kleidung, sind hier immer die beste Lösung. Die meisten kurzen Lauftights verfügen über mindestens eine Tasche am Bund und noch eine weitere am Oberschenkel. Je nach Größe bekommt man so alles Wichtige unter. Praktisch an der engen Passform ist, dass in den Taschen alles fest sitzt und nicht umherwackelt. Für Schlüssel und Geld solltest du darauf achten, die Tasche schließen zu können. Hier sollten Umklapper oder Reißverschlüsse vorhanden sein.
Kompression
Einige der kurzen Laufhosen sitzen nicht nur eng, sondern supereng. Dann sind es vermutlich Kompressionshosen. Sie üben Druck auf die Gesäßmuskeln sowie die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur aus, was das Gewebe stabilisiert. Der gezielte Druck sorgt außerdem für eine bessere Durchblutung, wodurch die Muskeln mehr Nährstoffe erhalten. Auch die Aufprallbelastung wird durch die stützende Wirkung der Hose verringert. Ob deswegen jedoch die Wahl auf eine Kompressionsshorts fallen sollte, muss jeder selbst entscheiden. Die sehr enge Passform wird von einigen als unbequem empfunden, und der Effekt ist nicht für jeden maßgeblich spürbar. Diese Hosen eignen sich auch unter einer lockeren Hose, so profitierst du von den Effekten ohne den super engen Look.
Länge
Wie lang die kurze Hose an deinen Beinen sitzt, ist natürlich individuell, abhängig von der Körpergröße. So kann ein und dasselbe Modell je nach Person unterschiedlich sitzen. Bestenfalls probierst du verschiedene Längen durch, um zu schauen, worin du dich am wohlsten fühlst. Denn schlussendlich geht es um den Wohlfühlfaktor beim Laufen, und die kurze Hose sollte bestenfalls einen Beitrag dazu leisten. Achte nur darauf, dass sie nicht in der Kniekehle endet, um Druckstellen und Reibung zu verhindern. Einige Hersteller geben die Länge in 3 bis 7 inches an. Dabei entspricht 1 inch 2,5 Zentimetern.
Einsatzbereich
Ähnlich wie kurze Laufshorts werden auch die kurzen Tights ab dem Frühjahr wieder aus dem Schrank gekramt. Viele Läufer wechseln ab einer Temperatur von 10 bis 15 Grad von der langen zur kurzen Hose. Die Tights bieten je nach Länge einen guten Übergang zur kurzen Split-Shorts, welche auch bei Männern wieder beliebter werden. Besonders für lange Läufe verringern Tights das Risiko der Oberschenkelreibung und damit verbundenen Scheuerstellen, weshalb sie hier die bessere Wahl sein können. Bei schnellen Läufen oder im Wettkampf haben sie den Vorteil, dass nichts flattert und so die Aerodynamik besser ist. Die Kleidung liegt eng am Körper und bewegt sich mit dem Läufer statt mit dem Gegenwind. Auch im Winter kann eine enge Hose unter einer längeren Laufhose zum Einsatz kommen. Das bietet entweder die genannte Kompression oder zusätzliche Wärme bei niedrigen Temperaturen.
Preis-Leistung
Gute Qualität ist für Funktionskleidung ein wichtiges Kriterium. Das bedeutet aber nicht, dass die beste kurze Hose immer auch die teuerste ist. Vor allem, weil es nicht die eine Hose für alle gibt. Eine gute Lauftight kann bei 20 Euro anfangen und bis zu 80 oder gar 100 Euro kosten. Die hochpreisigen Modelle bieten meist hochwertigere Materialien und eine aufwändigere Verarbeitung (flache Nähte!), teilweise auch bessere Arbeitsbedingungen und Umweltstandars. Doch wer mit der 20-Euro-Hose das beste Lauferlebnis hat, muss nicht mehr Geld ausgeben als nötig. In unserer Auswahl ist für jedes Budget etwas dabei.
FAQ: Häufige Fragen zu kurzen Laufhosen
Beim Laufen gilt die Faustregel, sich ca. 10 Grad über der tatsächlichen Temperatur zu kleiden. Wenn es draußen also 10 Grad ist, ziehst du beim Laufen ein Outfit an, welches du ohne Sport bei 20 Grad tragen würdest. Demnach kann man mit der kurzen Tight je nach Kältegefühl und Trainingsintensität ab 10 bis 15 Grad schon gut vor die Tür.
Spezielle Marathon-Modelle gibt es nicht. Beim Marathon ist es umso wichtiger, dass du auf einen langfristig guten Sitz der Hose achtest und sie eventuell durch ein wenig Kompression deine Beine unterstützt. Achte auf potenzielle Scheuerstellen wie unsaubere Nähte. Einschubtaschen an den Beinen sind praktisch für Handy und Gels. Im Prinzip kann jedoch jede kurze Tight eine Marathon-Hose sein, Hauptsache, sie passt zu dir. Wichtig. Teste sie vorab sowohl bei langen, als auch bei intensiven Läufen.
Split-Shorts sind eher lockere, sehr kurze Laufhosen, die, wie der Name verrät, einen Schlitz an der Beinaußenseite haben. Dieser kann unterschiedlich hoch sein und ermöglicht eine höhere Bewegungsfreiheit, eine größere Schrittlänge und mehr Beinfreiheit. Split-Shorts sind weit verbreitet bei Training und Rennen auf der Bahn, bei kürzeren Straßenläufen und anderen Wettkämpfen. Meist greifen eher ambitionierte Athletinnen und Athleten zu den knappen Hosen.
Ja, tatsächlich schützen dunkle Laufhosen deutlich stärker vor gefährlicher UV-Strahlung. Denn dunkle Farben absorbieren einen Großteil der Strahlen, anstatt sie durchzulassen oder zu reflektieren. Bei sehr hellen oder weißen Stoffen können die Strahlen hingegen leichter auf die Haut treffen. Entscheidend sind daneben Faktoren wie Stoffdichte, Dehnbarkeit und persönliches Hitzeempfinden. Modelle mit hoherm Spandexanteil lassen beispielsweise mehr Strahlung durch als solche aus Elasthan oder ein Kompressionsmaterial.
Im Vergleich zu lockeren Laufshorts minimieren engere Tights auch wegen ihrer Länge grundsätzlich schon mal scheuernde Oberschenkel – denn je weniger Bewegung zwischen Stoff und Haut, desto weniger Reibung. Auch eine kompressive Passform hält die Beine beim Laufen in Form und vermindert Scheuern. Durch das feuchtigkeitsableitende und atmungsaktive Material wird außerdem die Feuchtigkeitsbildung minimiert, sodass die Haut weniger gereizt wird. Vermeide Baumwolle, denn diese wird schnell nass und unangenehm auf der Haut. Falls doch etwas reibt, können spezielle Reibungsschutz-Sticks oder Cremes Abhilfe schaffen. Diese einfach großzügig auf der Innenseite der Oberschenkel auftragen.
Aufgrund der Funktionsmaterialien solltest du deine Sporthosen bei maximal bei 40 Grad waschen. Verwende außerdem ein mildes Waschmittel und verzichte auf Weichspüler. So stellst du sicher, dass die Funktionsfähigkeit des Kleidungsstücks möglichst lange erhalten bleibt. Zusätzlich solltest du sie auf links drehen und alle Reiß- und Klettverschlüsse schließen. Nach der Wäsche sollte Sportkleidung immer lufttrocknen, jedoch nicht im direkten Sonnenlicht. Dieses sorgt genau wie der Trockner für einen schnellen Materialverschleiß. Beachte für eine lange Haltbarkeit immer die Pflegeangaben des Herstellers.
Da die meisten kurzen Tights, ebenso wie lange Tights, mit Nähten im Schrittbereich daherkommen, empfiehlt sich grundsätzlich das Tragen von (Sport-)Unterwäsche unter den Modellen. Doch auch hier gilt: Was sich gut anfühlt, funktioniert am besten. Wer sich also in seiner kurzen Tight auch ohne zusätzliche untere Schicht wohlfühlt, macht hier nichts verkehrt.












