Frankfurt-Marathon 2015 Lisa Hahner

Frankfurt Marathon

Vorbei an Wolkenkratzer-Skyline und Kleingarten-Idylle führt die große Runde beim Frankfurt-Marathon durch die Wirtschaftsmetropole bis zum einmaligen Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle.
Datum
27.10.2019
Anmeldeschluss:
06.10.2019 Nachmeldung möglich
Veranstaltungsort
60314 Frankfurt
Distanz Startzeit Startgebühr
42,195 km 10.00 Uhr 73,00 - 109,00 Euro
42,195 km 10.35 Uhr 156,00 - 191,00 Euro
Zur Anmeldung Die Anmeldung findet beim Veranstalter statt

Überblick

Der Mainova Frankfurt-Marathon zählt zu den hochklassigsten Rennen über die klassischen 42,195 km weltweit. Gemessen an dem Streckenrekord des Kenianers Wilson Kipsang, der vor fünf Jahren sensationelle 2:03:42 Stunden lief, ist der Mainova Frankfurt-Marathon der viertschnellste Lauf der Welt - hinter Berlin, London und Boston, wo allerdings die Strecke nicht rekord-konform ist. 1981 begann die Geschichte des Frankfurt-Marathons, als in Deutschland die ersten drei großen Cityrennen gestartet wurden. Zwei davon hatten im Mai ihre Premiere: Die „25 km de Berlin“ und der Frankfurt-Marathon. Im September fand dann der Berlin-Marathon erstmals auf den Straßen der Stadt statt und nicht mehr im Wald. Für die Veranstalter war eine Premiere eines Straßenlaufes damals eine große Herausforderung. In Frankfurt gab es dabei entscheidende Unterstützung vom Chemie-Unternehmen Hoechst. Das Unternehmen hat seinen eigenen Sportklub (OSC Hoechst) und rund 130 Läufer des Klubs starteten damals bei nationalen und internationalen Rennen. Irgendwann entschied eine Gruppe dieser Läufer, dass man einen eigenen Lauf organisieren sollte. Es bestand Einigkeit darin, dass es sich dabei um eine Veranstaltung handeln sollte, an der Elite- und Breitensportler zugleich teilnehmen konnten. Mit Hilfe von Hoechst wurde ein Organisationsteam zusammengestellt. Das Unternehmen wurde nicht nur Titelsponsor und unterstützte den Lauf finanziell sondern Hoechst stellte auch Personal und Material. Wolfram Bleul war der erste Race-Direktor. Am 17. Mai 1981 startete der legendäre Emil Zatopek den ersten Frankfurt-Marathon neben einer Hoechst-Fabrik. Die Premiere hatte 3.169 Meldungen und verzeichnete 2.588 Läufer im Ziel. Rund 150.000 Zuschauer säumten die Strecke. Der Schwede Kjell-Erik Stahl gewann das Rennen in 2:13:20 Stunden – eine für damalige Verhältnisse ordentliche Zeit. 1982 stieg die Anmeldezahl auf 5.529 Läufer und die Siegzeiten verbesserten sich in den Jahren nach der Premiere ebenfalls. 1983 lief Charlotte Teske mit 2:28:32 Stunden die erste Zeit unter 2:30 und stellte damit einen bundesdeutschen Rekord auf. Ein Jahr später erreichte der äthiopische Weltklasseläufer Dereje Nedi 2:11:18. Das war die bis dahin schnellste je in Deutschland gelaufene Zeit. Zuvor war Frank Shorter (USA) bei seinem Olympiasieg in München 1972 2:12:19 gelaufen. Doch nachdem sich Hoechst vom Frankfurt-Marathon zurückzog, musste das Rennen 1986 abgesagt werden – durch diesen einmaligen Ausfall findet nun die 35. Auflage erst 2016 statt und nicht 2015. Eine neue Organisation wurde geformt, wobei die Stadt Frankfurt fortan eine stärkere Rolle spielte. Die sechste Auflage des Frankfurt-Marathons wurde dann 1987 auf einem neuen Kurs gestartet. In den 90er Jahren hatte das Rennen eine Reihe von deutschen Siegern – darunter waren Katrin Dörre-Heinig, Luminita Zaituc und Herbert Steffny –, aber verglichen mit den Marathonläufen von Berlin oder Hamburg konnte Frankfurt nicht mehr mithalten. Während in der deutschen Hauptstadt eine Reihe von Weltklassezeiten und sogar Weltrekorde gelaufen wurden, wartete man am Main vergeblich auf die erste Zeit unter 2:10 Stunden. Nach starken ersten Jahren Anfang der 80er hatte Frankfurt den Anschluss verloren. Eine politische Entscheidung der Stadt Frankfurt ebnete schließlich den Weg für einen Aufwärtstrend. 2002 wurde entschieden, dass Jo Schindler die Organisation übernehmen sollte. Er hatte in den Jahren zuvor den Regensburg-Marathon erfolgreich entwickelt und war bereit für die Herausforderung. Jo Schindler hatte die Vision, den Frankfurt-Marathon zu einem Weltklasse-Event zu machen – wonach es damals überhaupt nicht aussah. Der neue Race-Direktor nutzte vorhandene und bewährte Frankfurter Kräfte, doch er band auch neue, zum Teil sehr erfahrene und erfolgreiche Personen in die Organisation ein. „Nach der Veranstaltung im Jahr 2002 haben wir alles analysiert und dann damit begonnen, Dinge zu ändern. Es war unser Ziel, den Frankfurt-Marathon als erstklassiges Eliterennen zu positionieren. Zugleich wollten wir den Breitensportlern einen herausragenden Service bieten“, erklärt Jo Schindler. Eine der ersten einschneidenden Änderungen war die Verlegung des Ziels in die Festhalle. „Wir mussten etwas sehr emotionales anbieten, denn der Marathon ist ein emotionales Event“, sagt Jo Schindler. Für den Frankfurt-Marathon 2003 brachte Jo Schindler einen neuen Koordinator für das Elitefeld in das Organisationsteam: Christoph Kopp. Der Berliner hatte einst aus dem Berlin-Marathon ein Weltklasserennen gemacht und hatte Jo Schindler bereits in Regensburg unterstützt. Er hatte umgehend auch Erfolg in Frankfurt. 2003 fiel endlich die 2:10-Stunden-Marke am Main. Der Kenianer Boaz Kimaiyo gewann das Rennen in 2:09:28. Seitdem war kein Sieger in Frankfurt langsamer als 2:10 Stunden. Sieben Streckenrekorde in den folgenden acht Jahren katapultierten das Rennen in die Gruppe der schnellsten Marathonläufe der Welt. Der bisherige Höhepunkt war der Sieg von Wilson Kipsang, der 2011 das 30. Jubiläum mit einer Kursbestzeit von 2:03:42 Stunden krönte und dabei den damaligen Weltrekord um lediglich vier Sekunden verpasste. „Der Frankfurt Marathon 2011 war eines der wichtigsten Rennen meiner Karriere. Es war mein erster Versuch, den Weltrekord anzugreifen. Und obwohl ich ihn damals um vier Sekunden verpasste, hat Frankfurt mich als Läufer auf ein neues Level gebracht. Die Gastfreundschaft der Menschen und der Zieleinlauf in Frankfurt sind großartig“, erinnert sich der spätere Weltrekordler Wilson Kipsang an dieses Rennen. Auch bei den Frauen wurde der Streckenrekord deutlich gesteigert: Die Äthiopierin Meselech Melkamu siegte 2012 mit der Weltklassezeit von 2:21:01 Stunden. Am Sonntag könnten die schnellsten Frauen vielleicht in diesen Zeitbereich kommen. In der Liste der schnellsten City-Marathonrennen der Welt hat sich Frankfurt in den letzten Jahren sowohl bei den Männern als auch den Frauen unter die Top Ten geschoben. Hier wird der Durchschnitt der zehn schnellsten je erzielten Zeiten des jeweiligen Rennens zu Grunde gelegt. Entwicklung der Streckenrekorde: MÄNNER 2:03:42Wilson KipsangKEN2011 2:04:57Wilson KipsangKEN2010 2:06:14Gilbert KirwaKEN2009 2:07:21Robert Kiprono CheruiyotKEN2008 2:07:58Wilfred KigenKEN2007 2:08:29Wilfred Kigen KEN2005 2:09:10Boaz KimaiyoKEN2004 2:09:28Boaz KimaiyoKEN2003 2:10:40Henry CheronoKEN2000 2:10:59Michael FietzGER1997 2:11:18Dereje NediETH1984 2:12:41Mehmet AltunTUR1983 2:12:54Delfim MoreiraPOR1982 2:13:20Kjell-Erik StahlSWE1981 FRAUEN 2:21:01Meselech MelkamuETH2012 2:21:59Mamitu Daska ETH2011 2:23:25Caroline KilelKEN2010 2:25:12Alevtina BiktimirovaRUS2005 2:26:01Luminita ZaitucGER2001 2:26:48Katrin Dörre-HeinigGER1997 2:27:44Franziska MoserSUI1994 2:28:32Charlotte TeskeGER1983 2:36:38Heidi HuttererGER1982 2:47:18Doris Schlosser GER1981 Text: race-news-service.com

Strecke

Frankfurt-Marathon Arne Gabius
Arne Gabius lief beim Frankfurt-Marathon 2015 einen neuen deutschen Rekord.

Der Start des Frankfurt-Marathons ist auf der Friedrich-Ebert-Anlage am Messeturm. Am Platz der Republik biegt die Strecke links in die Mainzer Landstraße ein. Nach einer Umrundung der Taunusanlage geht es während des Frankfurt-Marathons zurück zum Startbereich und zur Bockenheimer Warte und dann über die Bockenheimer Landstraße zur Alten Oper. Über den Reuterweg und die Bremer Straße läuft man nach Norden bis zum Campus Westend der Universität Frankfurt und kehrt über die Eschersheimer Landstraße und die Bockenheimer Anlage zum Opernplatz zurück. Über die Junghofstraße führt der Frankfurt-Marathon zum Roßmarkt, er passiert dann die Börse und gelangt zum Eschenheimer Tor. Vorbei am Eschenheimer Turm geht es auf dem Frankfurter Anlagenring zum Friedberger Tor, wo man nach Süden abbiegt und über die Alte Brücke nach Sachsenhausen auf der linken Seite des Mains gelangt. Parallel zum Main geht es beim Frankfurt-Marathon nun westwärts in die Stadtteile Niederrad und Schwanheim.

Frankfurt-Marathon 2016
Rund 25.000 Teilnehmer in allen Wettbewerben werden zum Frankfurt-Marathon erwartet.

Nach dem einzigen nennenswerten Anstieg der Strecke des BMW Frankfurt-Marathons auf die Schwanheimer Brücke geht es zurück auf das rechte Mainufer und zum westlichsten Punkt der Strecke in Höchst am Bolongaropalast. Über Nied geht es nun nach Osten über die Mainzer Landstraße zurück in die Innenstadt. Bei 34 km erreicht man die Galluswarte, und zwei Kilometer weiter ist man wieder an der Alten Oper angelangt. Auf einer Runde über Taunusstraße und Kaiserstraße wird die Taunusanlage erneut passiert, und ein zweites Mal geht es über den Roßmarkt zur Eschenheimer Anlage. Von dieser führen die letzten drei Kilometer an der Alten Oper entlang direkt über den Platz der Republik in die Festhalle, wo für die Läufer ein roter Teppich ausgelegt ist.

Videos

Frankfurt-Marathon 2014
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