Himalayan 100 Mile Stage Race 1-2

Himalayan 100 Mile Stage Race

Seit über 25 Jahren begeistert das Himalayan 100 Mile Stage Race Ultraläufer aus aller Welt.
Datum
07.11.2019
Veranstaltungsort
Indien IND-110091 Palmajua
Veranstalter
www.himalayan.com
Distanz Startzeit Startgebühr
27,4 km 7.00 Uhr
Zur Anmeldung Die Anmeldung findet beim Veranstalter statt

Überblick

Vom 3. bis 7. November 2019 bewältigen die Teilnehmer beim Himalayan 100 Mile Stage Race in fünf Tagen 100 Meilen und unzählige Höhenmeter in den nordindischen Ausläufern des Himalayas. Nahe der nepalesischen Grenze bieten sich fantastische Ausblicke auf einige der höchsten Berge der Welt, Mount Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenjunga.

Strecke

Himalayan 100 Mile Stage Race 5-2
Die Einheimischensorgen für gute Stimmung auf der Zielgeraden des Himalayan 100 Mile Stage Race.

Der erste Tag des Himalayan 100 Mile Stage Race bietet gleich zum Auftakt die härtesten Anforderungen. Vom Start in Manebhanjyang (2.134 m) führen die 24 Meilen hinauf bis zum Ziel in 3.636 m Höhe. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass es zwischendurch nicht immer wieder mal einige hundert Höhenmeter bergauf und bergab ginge. Viele Passagen sind extrem steil und für fast alle Teilnehmer nur im Laufschritt zu bezwingen. Die Laufstrecke des zweiten Tages ist 32 Kilometer lang und bleibt in Höhen zwischen 3.200 und 3.800 Metern. Das bedeutet ein beständiges Bergauf und Bergab auf einer laufbaren Piste. Eigentlich ist das Panorama viel zu schade für den flüchtigen Blick im Vorbeilaufen. Der Wendepunktkurs folgt meist dem Grenzweg zu Nepal. So sind die Grenzsoldaten ein ständig wiederkehrendes Publikum für die Läufer. Freundlich grüßen sie oder feuern an. Die Organisation dieser Etappe des Himalayan 100 Mile Stage Race ist - wie bei jeder Etappe - optimal. Was hier im unwirtlichen Niemandsland auf die Beine gestellt wird, ist nicht mehr zu toppen. Auf der Strecke sind etwa alle 3 km Wasserstellen aufgebaut, jede dritte bietet neben dem Wasser auch Elektrolytpulver, Bananen, Kartoffeln mit Salz sowie Kekse – alles, was unser geschundener Läuferkörper während der langen Wettkampfstunden begehrt. Und ab und an sind sogar Toiletten in der Wildnis aufgebaut! Beim Mount Everest Challenge Marathon wird zunächst auf der gleichen Laufgenuss-Piste wie am Vortag auf der dritten Etappe des Himalayan 100 Mile Stage Race getrabt. Nach 28 Kilometern beginnt die besondere Herausforderung dieses Tages, der Bergabteil. Auf den nächsten rund 8 km stürzt der Kurs um mehr als 1.300 Höhenmeter bergab. Das Racebook beschreibt die folgenden Kilometer so: „The trail gets steeper... Runners pick their own line and speed for the next few miles“. Meist bedeutet das aber: Auf völlig ausgeschwemmten Pfaden geht es steil bergab.

Himalayan 100 Mile Stage Race 4-2
Fotofinish beim Himalayan 100 Mile Stage Race

Auf den ersten Kilometern der vierten Etappe des Himalayan 100 Mile Stage Race sind 450 Meter Höhendifferenz zu überwinden – bergab! Der Untergrund aus einer asphaltierten Straße. Die 21 km sind eine Art Dorflauf, denn die Gegend hier ist bewohnt. Schulkinder in Uniform kreischen, Frauen blicken auf vom Bach, in dem sie ihre Wasche waschen, Männer starren gelangweilt durch die Läufer hindurch. Aber die meisten grüßen mit einem freundlichen „Namaste!“ Unten im Tal folgt der Kurs eben dem Fluss. Nach dem Überqueren des Flusses kommen die Bergauf-Spezialisten zu ihrem Recht. 520 Höhenmeter steigt der Kurs an. Alles ist gut zu laufen, weil keine unbehauenen Steine, sondern Asphalt den Untergrund bildet. Der Kurs der fünften und letzten Etappe des Himalayan 100 Mile Stage Race ist einfach zu beschreiben: Einmal auf einen Bergrücken und auf der anderen Seite wieder herunter. Es geht aber auch genauer: Zunächst knapp 700 Höhenmeter auf einer asphaltierten Straße bergan und dann gut 700 Höhenmeter hinab. Dschungelähnliche Vegetation und große Pinienwälder bilden die Kulisse. Kurz vor dem Erreichen des Bergkamms wird der Dschungel lichter und erlaubt eine gigantische Aussicht. Unter den Läufern der riesige Dschungel mit all den verschiedenen Grün- und Gelbfärbungen und auf der anderen Seite des Tals die schneebedeckte Bergriesen, die aus den Wolken aufragen, bilden eine überwältigende Kulisse.

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