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Irina Mikitenko „Wir können uns gegenseitig anspornen“

Irina Mikitenko erklärt, was deutsche Läuferinnen tun müssen, um im internationalen Vergleich bestehen zu können.

Irina Mikitenko ist zuversichtlich, dass Deutschland zum Olympischen Marathon 2012 eine starke Frauenmannschaft an den Start bringen kann. +
Foto: Nike

Irina Mikitenko ist zuversichtlich, dass Deutschland zum Olympischen Marathon 2012 eine starke Frauenmannschaft an den Start bringen kann.

RW: Wie sehen sie zurzeit die deutschen Marathonläuferinnen im internationalen Vergleich? Sie stechen mit Ihren Leistungen ja deutlich hervor. Aber dahinter hapert es zumindest in dieser Saison aus den verschiedensten Gründen. Ulrike Maisch war verletzt, Susanne Hahn ist in einer Babypause und Sabrina Mockenhaupt konzentriert sich wieder stärker auf die 10.000 Meter. Kann Deutschland im Frauenbereich noch mehr Marathonstars hervorbringen?

Irina Mikitenko: „Im Frauenmarathon war Deutschland traditionell eigentlich immer gut besetzt, nur im Moment haben wir etwas Schwierigkeiten. Aber ich denke, wenn Susanne Hahn zurückkommt und sich Sabrina Mockenhaupt wirklich völlig auf die Marathondistanz konzentrieren kann, dann können wir uns durch die Konkurrenzsituation noch einmal gegenseitig anspornen. Bis zu den Olympischen Spielen werden wir wieder eine starke deutsche Mannschaft beisammen haben.“

RW: Können Sie als erfahrene Läuferinnen jungen Kolleginnen einen Rat geben, was besonders wichtig ist, um international erfolgreich zu sein?

Irina Mikitenko: „Vor allem muss man bei internationalen Wettkämpfen laufen und nicht nur bei kleinen Läufen in Deutschland. Man muss keine Angst haben, wenn man nicht gleich gewinnen kann. Aber ohne die Erfahrungen aus internationalen Rennen, wird man nie eine erfolgreiche Läuferin.“

RW: In dem Zusammenhang ist es sehr schade, dass beispielsweise bei der letztjährigen Halbmarathon-Weltmeisterschaft oder in diesem Jahr bei der Crosslauf-WM überhaupt keine deutschen Läuferinnen vertreten waren.

Irina Mikitenko: „Genau davon rede ich. Man darf sich nicht nur auf die kleinen Läufe konzentrieren und zufrieden damit zu sein, dort gewinnen zu können. Man muss sich mit Läuferinnen vergleichen, die schon Titel gewonnen haben und einen Namen haben. Wenn man dann gewinnt, bringt das noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub und dann kommt auch der Erfolg.“

RW: Im breitensportlichen Bereich werden Frauenläufe immer populärer. Was halten Sie von diesem Konzept?
Irina Mikitenko: „Ich finde das sehr schön. Und wenn wir viel mehr Frauen motivieren können sich zu bewegen, können wir auch noch mehr Kinder dazu motivieren. Daher finde ich Veranstaltungen wie den Österreichischen Frauenlauf sehr schön, an dem ich in der Vergangenheit schon einmal teilgenommen habe. Und es stehen viele Männer an der Strecke, die uns anfeuern und uns applaudieren.“
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Autor: Dirk Stelzner 03.06.2010

Hier finden Sie weitere Informationen zum Chicago Marathon 2018.

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