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Verbands-Chaos Äthiopien läuft „Amok“: Bekele erbost nach Sperre

Bei den äthiopischen Funktionären und den Langstreckenstars liegen die Nerven blank. 35 Läufer wurden gesperrt. Funktionäre lenken jedoch offenbar ein.

Olympiasieger Kenenisa Bekele +
Foto: photorun.net

Fünf Monate nach dem Absturz bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften und wenig mehr als sechs Monate vor den Olympischen Spielen in London liegen bei Äthiopiens Leichtathletik-Funktionären die Nerven blank. Bei der WM in Südkorea waren die jahrelang dominierenden Bahn-Langstreckler des Landes im vergangenen Jahr weit hinter ihre Konkurrenten aus Kenia zurückgefallen. Während Kenias Läufer siebenmal Gold, sechsmal Silber und viermal Bronze abräumten, mussten sich die erfolgsverwöhnten Äthiopier mit einem Sieg und vier dritten Plätzen zufrieden geben. Damit lagen sie in einem nur auf die Laufwettbewerbe beschränkten Medaillenspiegel nicht nur hinter dem Erzrivalen Kenia sondern auch noch hinter Russland und Großbritannien.

Weil eine Gruppe von Athleten bei den daraufhin vom Verband angeordneten, zentralen Trainingsmaßnahmen nicht erschienen ist, sperrten die Funktionäre kurzerhand 35 Läufer ab sofort bis nach den Olympischen Spielen in London. Zu dieser Gruppe zählen einige der besten Läufer aller Zeiten. So wurde zum Beispiel gegen Kenenisa Bekele ebenso ein internationales Wettkampfverbot verhängt wie gegen Tirunesh Dibaba. Die beiden Ausnahmeläufer gewannen bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in Peking jeweils beide Langstrecken, also die 5.000 und die 10.000 m. Internationale Medaillengewinner wie Sileshi Sihine, Bekeles jüngerer Bruder Tariku, Meselech Melkamu oder Wude Ayalew stehen ebenfalls auf der Liste. Allerdings lenken die äthiopischen Funktionäre jetzt offenbar ein.

Besonders hart traf es jene Athleten, die sich am kommenden Freitag beim Dubai-Marathon für die Olympischen Spiele qualifizieren wollen. Nach monatelanger Vorbereitung kam für sie die Sperre wie ein Knock-out im Kampf um die London-Tickets. Zu den Betroffenen zählt zum Beispiel auch die Vorjahressiegerin des Dubai-Marathons: Aselefech Mergia hat eine Bestzeit von 2:22:38 Stunden und gehört damit theoretisch zu den heißen Kandidatinnen auf einen der drei Olympia-Startplätze Äthiopiens. Beim WM-Marathon in Berlin 2009 war sie Dritte. Bezüglich der betroffenen Dubai-Starter deutet sich inzwischen allerdings eine Lösung an. „Wir gehen davon aus, dass unsere äthiopischen Athleten, die in Dubai auf der Startliste stehen und gesperrt wurden, am Freitag laufen können. Einige von ihnen waren inzwischen ein paar Mal bei dem Verbands-Training in Addis Abeba oder sie haben sich mit den Verantwortlichen unterhalten“, erklärte Valentijn Trouw, der zur Management-Gruppe des Holländers Jos Hermens gehört, gegenüber race-news-service.com.
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Autor: race-news-service.com 24.01.2012
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