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Überraschung in Regensburg Alina Reh und Anna Gehring laufen EM-Norm

Überraschend haben Alina Reh und Anna Gehring bei der Sparkassengala in Regensburg die EM-Norm über 10.000 Meter geknackt. Dadurch verdrängen sie im letzten Augenblick Sabrina Mockenhaupt.

Alina Reh 2017 +
Foto: photorun.net

Die 21-jährige Alina Reh, die für den SSV Ulm läuft, qualifizierte sich für die Leichtathletik-EM in Berlin.

Eine große Überraschung gab es bei einem 10.000-m-Rennen in Regensburg: Über die 25-Runden-Distanz unterboten sowohl Alina Reh als auch Anna Gehring die Norm für die Leichtathletik-Europameisterschaften, die vom 6. bis 12. August in Berlin stattfinden. Dadurch verdrängten sie im letzten Augenblick Sabrina Mockenhaupt als auch Miriam Dattke von den EM-Startplätzen.

Alina Reh gelang dabei eine perfekte Premiere: In ihrem ersten 10.000-m-Rennen - auf der Straße lief sie allerdings bereits starke Zeiten über 10 km (Bestzeit: 31:38 Minuten) - erreichte die 21-jährige Läuferin des SSV Ulm eine deutsche Jahresbestzeit von 32:17,17 Minuten. Hinter Alina Reh lief Anna Gehring (ASV Köln) mit 32:20,37 Minuten ebenfalls zum EM-Ticket und zu einer starken neuen Bestzeit. Sie steigerte sich gleich um 1:13 Minuten. Während das Spitzen-Duo jubelte, endete das Rennen enttäuschend für Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg). Sie blieb zwar mit 32:44,79 (Saisonbestzeit: 32:40,58) erneut unter der EM-Norm. Doch da die in den USA lebende Deutsch-Amerikanerin Natalie Tanner (LG Eintracht Frankfurt/32:36,15) auf Rang drei in Deutschland liegt, wird Miriam Dattke über 10.000 m nun wohl nicht bei der EM in Berlin starten können. Gleiches gilt für Sabrina Mockenhaupt. Beide haben allerdings noch die Chance, sich bei den Deutschen Meisterschaften im Juli über 5.000 Meter zu qualifizieren. Für Sabrina Mockenhaupt wäre es der fünfte EM-Start ihrer Karriere.

Diana Sujew zügelte Alina Reh auf den ersten Kilometern

„Ich habe mich gut gefühlt. Und die Bedingungen waren einfach top“, sagte Alina Reh nach ihrem gelungenen Comeback nach einer Verletzungspause. Auf den ersten 4000 Metern hatte Mittelstrecklerin Diana Sujew (LG Eintracht Frankfurt) für das richtige Tempo gesorgt. „Sie hat mich ein wenig gezügelt, sonst wäre ich wohl schon nach zwei Kilometern ungeduldig geworden“, sagte Alina Reh. Nach dem Ausstieg von Diana Sujew sorgte sie selbst für Tempo. Nur noch Anna Gehring (ASV Köln) konnte folgen, musste aber zum Schluss Alina Reh ziehen lassen.

Alina Reh hatte sich erst kurzfristig für einen Start in Regensburg entschieden. Schließlich sollte der vor knapp zehn Wochen erlittene Ermüdungsbruch im rechten Wadenbein erst komplett ausheilen. Das war der Fall – und das Training lief nach dem Umstieg vom Aqua-Jogging auf normale Laufeinheiten überraschend gut. „Wir haben vor einer Woche entschieden zu laufen. Ein 5000-Meter-Test lief im Training problemlos und mit 16:10 Minuten überraschend schnell“, erklärte Alina Reh.
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Autor: race-news-service.com 24.06.2018
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