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Deutsche Meisterschaft 10.000 Meter Essen 2019 Alina Reh und Richard Ringer holen Titel

Mit 31:19,87 Minuten schob sich Alina Reh auf Platz vier der ewigen deutschen Bestenliste nach vorne. Richard Ringer siegte unterdessen nach 2014 zum zweiten Mal.

Alina Reh +
Foto: Norbert Wilhelmi

Alina Reh wurde in Essen zur viertschnellsten deutschen 10.000-m-Läuferin aller Zeiten.

Alina Reh und Richard Ringer haben in Essen die Rennen um die Deutschen Meisterschaften über 10.000 m gewonnen. Während Ringer den Titel mit 28:28,89 Minuten zum zweiten Mal nach 2014 souverän gewann, triumphierte Reh erstmals bei diesen Titelkämpfen. Sie sorgte mit einer hochklassigen Zeit von 31:19,87 Minuten für das Glanzlicht des Abends. Damit schob sich Alina Reh in der Liste der schnellsten deutschen 10.000-m-Läuferinnen aller Zeiten von Platz 13 bis auf Rang vier nach vorne.

Alina Reh verbessert sich um eine knappe Minute

Alina Reh war in Essen ihren Konkurrentinnen weit voraus. Die 22-jährige Läuferin des SSV Ulm rannte im Alleingang zum Sieg und hatte die 5.000-m-Marke bereits nach 15:33 Minuten passiert. Damit lag sie sogar im Bereich des deutschen Rekordes, den die Berlinerin Kathrin Ullrich-Weßel 1991 mit 31:03,62 aufgestellt hatte. Dieses Tempo konnte Alina Reh, die in der zweiten Hälfte eine Reihe von Läuferinnen überrundete, dann nicht ganz halten. Doch mit 31:19,87 Minuten gelang ihr im vierten 10.000-m-Rennen ihrer Karriere eine deutliche Steigerung. Bisher stand ihre Bestzeit bei 32:17,17. Hinter ihr folgte mit großem Abstand Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg/32:50,10) als Zweite und wiederum deutliche Siegerin der Juniorinnen, Dritte wurde die Marathonläuferin Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) mit 33:35,18.

In den letzten 25 Jahren war nur eine deutsche Läuferin schneller als Alina Reh: Sabrina Mockenhaupt hatte 2008 ihre Bestzeit von 31:14,21 erreicht. Hinter Weßel, Mockenhaupt und Ulrike Bruns (31:19,76 / 1986) ist Alina Reh nun die viertschnellste Deutsche. Unmittelbar hinter ihr folgen in dieser Liste die früheren Marathon-Weltklasseläuferinnen Uta Pippig (31:21,36) und Irina Mikitenko (31:29,55).

Ganz überraschend kam diese Leistung von Alina Reh jedoch nicht, denn die Langstrecken-Hoffnung hatte sich im vergangenen Herbst über 10 km auf der Straße in Berlin bereits auf 31:23 Minuten gesteigert. Hier ist sie hinter Irina Mikitenko (30:57) die zweitschnellste Deutsche aller Zeiten.

WM- und Olympianorm unterboten

„Ich wollte schon etwas riskieren. Aber mit so einer Zeit habe ich nicht gerechnet. Ich hatte eher 31:40 Minuten im Visier. Doch ich war gleich von Beginn an voll im Flow. Die 25 Runden mit den tollen Zuschauern haben richtig Spaß gemacht“, sagte Alina Reh, die in Essen bestätigte, dass sie über die 25-Runden-Distanz zur europäischen Spitze gehört. Im vergangenen Jahr hatte sie bei der EM in Berlin bereits den vierten Platz im 10.000-m-Finale belegt. Am Sonnabend blieb Alina Reh deutlich unter der WM-Norm von 31:50,00 Minuten und unterbot zudem die internationale Olympia-Norm für Tokio 2020 (31:25,00). Erst vor einer Woche hatte sich Alina Reh über 5.000 m in Stockholm auf 15:04,10 Minuten gesteigert. Ob die 22-Jährige bei den Weltmeisterschaften in Doha Ende September die 5.000 m oder die 10.000 m laufen wird, entscheidet sie erst zu einem späteren Zeitpunkt.

„Für mich war es eher ein lockeres Rennen"

Für Richard Ringer waren die Deutschen Meisterschaften der Start in die Bahnsaison. Der Läufer des LC Rehlingen war in 28:28,89 Minuten ungefährdet. „Für mich war es eher ein lockeres Rennen. Ich bin nicht auf eine bestimmte Zeit gelaufen, das war in dem großen Feld und mit den vielen Überrundungen nicht möglich. Beim Europacup möchte ich dann angreifen“, erklärte Richard Ringer, der Anfang Juli beim 10.000-m-Europacup in London als Titelverteidiger an den Start gehen wird.

Hinter Richard Ringer belegten in Essen Sebastian Hendel (LG Vogtland/28:43,67) und Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg/28:45,34) die Plätze zwei und drei.
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Autor: race-news-service.com 09.06.2019
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