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Leserreporter Jens Georgi Beim Chasqui-Marathon auf abenteuerlichen Pfaden durch den Urwald

Der Chasqui-Marathon führte unseren Leserreporter Jens Georgi mitten durch den Urwald Boliviens.

Chasqui-Marathon +
Foto: Jens Georgi

Mitten durch den Dschungel führt der Chasqui-Marathon.

THEMEN

Marathon

Ich lebe nun schon etwas über 12 Jahre in der höchstgelegensten Hauptstadt der Welt, in La Paz, Bolivien (3.300-4.080 Hm), habe hier meine zweite Heimat gefunden und mich an das Laufen in den Bergen und der Höhe mit wenig Sauerstoff gewöhnt. Wie vorher in Deutschland nehme an allen möglichen interessanten Lauf-Veranstaltungen teil und habe mich letztlich in die langen Kanten und Trails in dieser herausragenden Naturkulisse verliebt.

Der 1. Chasqui-Marathon im subtropischen immergrünen Regenwald fand am 4. Juni 2017 statt nach einem Versuch 2016, wo wir wegen eines Erdrutsches nur 32 km schafften. Dieser Marathon ist ein unglaublich schönes Ereignis in dieser wunderbaren Naturvielfalt und eine ausgezeichnete Herausforderung, die ich voll genoss. Dieser Lauf mit zwei weiteren Angeboten (16 km und 9 km für Kinder und Jugendliche) war unter dem Motto des Umwelt-Schutzes ausgeschrieben.

Wir starteten um 6:40 Uhr im Morgengrauen in Chairo im Nationalpark Cotapata (einer unter den Top-10 Nationalparks Boliviens) mit einer riesigen Naturvielfalt und 90% relativer Luftfeuchte. Die üppige Vegetation triefte. Dieser herrliche Geruch des Urwaldes! Wir saugten dermaßen die frische Luft in uns hinein, eine Wohltat für unsere Lungen, die an den Sauerstoffmangel in der Großstadt gewöhnt sind. Durch starke Regenfälle einige Wochen zuvor hatte das Grün die Pfade schlichtweg eingenommen und man hatte mit der Machete einige Bereiche komplett freihauen müssen.
Chasqui-Marathon +
Foto: Privat

Autor Jens Georgi unterwegs im Urwald.

Steil bergan beim Chasqui-Marathon

Die Strecke stieg sofort steil an, wir schraubten uns auf dem Choro-Trail bis Santillani hoch, danach ging es auf schmalen, abenteuerlichen Pfaden in den Urwald.

Schlamm, glitschige Steine mit Moos, Teppich aus Blattwerk, buecken, steigen und springen über Baumstämme und Äste, überholen schwer möglich. Mir kamen meine Gamaschen wunderbar zugute.

Auf dem Rückweg nach 21 Kilometern kostete mich der Abstieg auf den engen Serpentinen unter der starken Sonne viel Kraft. Fast an der Grenze meiner Kräfte lief ich in einer Zeit von 4:59 Stunden ins Ziel und küsste überglücklich die bolivianische Erde.
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Autor: Jens Georgi 27.06.2017
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