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Leichtathletik-WM Cheruiyot will doppelt Gold

Die Kenianerin Vivian Cheruiyot ist Favoritin bei den LA-Weltmeisterschaften in Daegu über 5.000 m und 10.000 m.

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Foto: photorun

Vivian Cheruiyot (Mitte) ist Favoritin über 5.000 m und 10.000 m.

Vivian Cheruiyot, Edith Masai oder Meseret Defar – schafft es eine dieser drei, bei den Weltmeisterschaften in Daegu beide Bahn-Langstrecken zu gewinnen? Einer Läuferin gelang dies bisher in der WM-Geschichte: Tirunesh Dibaba siegte in Helsinki 2005 sowohl über 5.000 als auch über 10.000 m. Doch die Äthiopierin fehlt verletzungsbedingt in Daegu.

Als Favoritin auf den 10.000-m-Sieg muss man wohl Vivian Cheruiyot ansehen. Die amtierende 5.000-m-Weltmeisterin gewann bei den kenianischen WM-Trials die 10.000 m, nachdem sie erst im April in Spanien ihr Debüt gelaufen war (31:07,02). Sie ist auch die aktuelle Cross-Weltmeisterin und hatte bei diesen Titelkämpfen im März Linet Masai auf Platz zwei verwiesen. Masai wiederum startete bei den Trials nicht über 10.000 m sondern über 5.000 m. Als Titelverteidigerinnen von Berlin sind sie automatisch qualifiziert, so dass sie bei den WM-Trials nur die jeweils andere Strecke zu laufen brauchten.

Gute Medaillenchancen hat auch die Äthiopierin Meselech Melkamu. Und gespannt sein darf man auf Shalane Flanagan. Die US-Amerikanerin, die bereits bei Olympia 2008 die Bronzemedaille über 10.000 m gewonnen hatte, bewies in diesem Jahr, dass sie in Topform ist. Bei der Cross-WM schnappte sie Meselech Melkamu die Bronzemedaille weg und in der Jahresweltbestenliste steht sie mit 30:39,57 Minuten auf Position zwei hinter der ebenfalls in Daegu startenden Sally Kipyego (Kenia/30:38,35).

Über 5.000 m haben die Äthiopierinnen vielleicht die beste Chance auf eine Langstrecken-Goldmedaille. Mit Meseret Defar haben sie hier die zweitschnellste Läuferin aller Zeiten (14:12,88 Minuten) am Start. In dieser Saison allerdings war Vivian Cheruiyot mit 14:20,87 bereits deutlich schneller als Meseret Defar (14:29,52).

Da sich Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) in diesem Jahr auf den Frankfurt-Marathon am 30. Oktober konzentriert, wo sie sich für Olympia qualifizieren möchte, ist bei der WM einmal mehr keine deutsche Läuferin über die Bahn-Langstrecken am Start.
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Autor: race-news-service.com 26.08.2011
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