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Mein erster Marathon in Hamburg Das Marathontraining hat begonnen

Blogeintrag 2: Die Marathonvorbereitung kommt ins Rollen. Das gesteigerte Trainingsvolumen machte sich am Schienbein bemerkbar, doch jetzt läuft es wieder.

Vorbereitungslauf Alster Haspa Marathon Hamburg +
Foto: Malte

Etwas geschafft aber glücklich nach der zweiten Alsterrunde am Versorgungszelt.

Wie die Marathonvorbereitung bisher lief

Bislang habe ich die meisten Laufeinheiten erfolgreich absolvieren können. Meine Vorbereitung läuft nun schon ein paar Wochen und ich merke, dass ich mich zu Beginn des Trainingsplans das Trainingsvolumen viel zu schnell gesteigert habe. Besonders in der Hinsicht, dass ich in den Monaten vor Beginn meines Praktikums nur sehr unregelmäßig gelaufen bin. Ich hatte einfach über eine gewisse Zeit, besonders zwischen September und Dezember, läuferisch kein festes Ziel vor Augen und ging daher eher etwas undiszipliniert und lustlos ins Lauftraining. Meistens war es dann so, dass ich mich zweimal die Woche für knapp eine Stunde auf das Laufband in meinem Fitnessstudio gestellt habe und in gemächlichen Tempo und mit elektronischen Bässen auf den Ohren fünf bis acht Kilometer gelaufen bin.

Meine Vorbereitung startete also alles andere als optimal. Oft war es mir auch einfach zu kalt und zu ungemütlich, um morgens vor die Tür zu gehen, meinem inneren Schweinehund mal gepflegt in den Arsch zu treten und mich auszupowern. Wenn ich dann am Tag mal länger was zu tun hatte oder ich unterwegs war, hat es mich dann auch eher ins Fitnessstudio gezogen als ohne Laufjacke bei kalten Temperaturen und in völliger Dunkelheit meine Runden drehen zu müssen. Apropos Laufjacke: Meine erste richtige Laufjacke habe ich zu Beginn meines Praktikums von unserem lieben Redakteur Urs bekommen. Inzwischen will ich beim Laufen gar nicht mehr drauf verzichten.
Ansprache Vorbereitungslauf Alster +
Foto: Malte

Viele Läufer waren am Sonntag um 10 Uhr an die Alster zum gemeinsamen Laufen gekommen.

Es langsam angehen lassen

Zurück zum Thema: Die ungewohnte Belastungssteigerung von wöchentlich zwei lockeren Laufeinheiten auf vier Einheiten war und ist für mich immer noch ungewohnt. Nach knapp zwei Wochen intensiven Laufens bekam ich dann dafür die Quittung und hatte bestimmt über zwei Wochen Schmerzen beim Laufen am Schienbein. Nach etwas Recherche und Rücksprache in der Redaktion war ich mir recht sicher, dass ich mir ein Schienbeinkantensyndrom zugezogen hatte, da ich die typischen Symptome aufwies: Langsam beim Laufen auftretende Schmerzen in der Schienbeinmitte, ausgelöst durch eine Überlastung. Gerade bei schweren Läufern, die Ihr Trainingsvolumen schnell steigern, tritt diese Verletzung wohl häufiger auf.

Das Einzige was da wirklich half, waren Kühlung, Dehnung und eine Laufpause. In meinem aufgekommenen Ehrgeiz hatte ich da natürlich gar kein Bock drauf, dass mir jetzt sowas dazwischen kommt. Ich reduzierte also erstmal mein Trainingsvolumen, um mein linkes Schienbein nicht noch weiter zu überlasten und ging nun statt viermal nur noch zwei- bis dreimal die Woche laufen. Außerdem reduzierte ich die Distanzen, bis es wieder besser wurde.

Es läuft wieder besser

Mir war es in den vergangenen Wochen, wo ich mit meinen Schienbeinproblemen zu kämpfen hatte nur wichtig, dass ich am Sonntag meinen langen Lauf machen konnte. Der musste zwar einmal aufgrund akuter Schmerzen ausfallen, vergangenes Wochenende lief es dann aber wieder rund. Ich nahm mit einem etwas mulmigen Gefühl an einem Vorbereitungslauf des Laufwerks Hamburg für den Hamburg Marathon teil. Ich war unter lauten Gleichgesinnten, die dasselbe Ziel verfolgten wie ich. Es ging zwei Runden bei frischen Temperaturen aber Sonnenschein um die Alster. Die Teilnehmer konnten sich selbst in verschiedene Tempogruppen einordnen, bei denen ein Pacer das Tempo vorne angab.

Ich lief in der Gruppe mit der 6:30er Pace mit und es lief echt überraschend gut. Ich hatte keinerlei Beschwerden und Probleme, die etwa 15 Kilometer lange Strecke hinter mich zu bringen. Mein linkes Schienbein gab Ruhe, ich war wirklich erleichtert. Alle Läufer hatten außerdem gute Laune und es war echt mal toll in einer so großen Gruppe gemeinsam unterwegs zu sein. Zwischen den Runden war am Startpunkt sogar ein Zelt aufgebaut, wo ein isotonisches Getränk, Wasser und Bananen angeboten wurden. Es war wirklich ein tolles Erlebnis und ich werde am nächsten gemeinsamen Vorbereitungslauf, der am 25.02. an der Elbe, Teufelsbrück, stattfindet, definitiv auch teilnehmen.
Lauf mit den Kollegen +
Foto: Malte Gottwald

Nach der Redaktionsrunde mit den Kollegen vor dem gemeinsamen Dehnen.

Was habe ich in den kommenden Wochen geplant?

Mein Plan für die kommenden Wochen ist es, mein Gewicht zu reduzieren, mich weiter zum Thema Laufen und Marathontraining zu informieren sowie mein Training weiter zu optimieren. Dazu möchte ich mich einer Leistungsdiagnostik unterziehen und meinen Trainingsplan weiter optimieren. Mein derzeitiger Marathonvorbereitungsplan bedarf auch einer Überarbeitung.

Unser Laufexperte und Chefredakteur Martin Grüning hat angeboten, sich meinen Laufplan mal anzuschauen und daran noch ein bisschen zu pfeilen. Mehr dazu in einem der kommenden Blogeinträge.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Drei Wochen vor meinem ersten Marathon werde ich nochmal in Berlin sein und dort beim Berliner Halbmarathon 2018 mitlaufen. Praktisch meine Generalprobe, bevor es ernst wird. Aber ich freue mich auf meine Vorbereitung und habe mein Ziel vor Augen. Ich freue mich auf die tolle Stimmung am Streckenrand und die Atmosphäre während des Laufs. Es war und ist immer wieder ein tolles Erlebnis, an einem so großen Laufevent wie in Hamburg oder Berlin teilzunehmen.
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Autor: Malte 02.02.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Marathon Hamburg 2018.

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