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Porträt David Rudisha – Kenias kommender 800-m-Star

David Rudisha gilt als Ausnahmetalent über die zwei Stadionrunden. Nicht wenige trauen ihm den Weltrekord zu.

David Rudisha, hier bei seinem Sieg beim World Athletics Final 2009, wird zugetraut, den 800-m-Weltrekord brechen zu können. +
Foto: photorun.net

David Rudisha, hier bei seinem Sieg beim World Athletics Final 2009, wird zugetraut, den 800-m-Weltrekord brechen zu können.

Bei den Weltmeisterschaften in Berlin hatte David Rudisha im vergangenen August noch das Finale verpasst, doch danach zeigte der kenianische 800-m-Läufer was in ihm steckt. Zunächst gewann er bei den hochklassigen Golden League-Meetings in Zürich und Brüssel, dann siegte er in Rieti und schließlich auch noch beim World Athletics Final (WAF) in Thessaloniki. Für Aufsehen sorgte der inzwischen 21-Jährige vor allem in Italien. In Rieti brach er den 25 Jahre alten afrikanischen Kontinentalrekord über 800 m, den Sammy Koskei 1984 mit 1:42,28 Minuten aufgestellt hatte. Mit seiner Bestzeit von 1:42,01 Minuten ist David Rudisha bereits der viertbeste Läufer aller Zeiten. Schneller als der Youngster waren nur Wilson Kipketer, Sebastian Coe und Joaquim Cruz. In der Liste der schnellsten Zeiten aller Zeiten steht David Rudisha nun schon auf Rang sieben. Und sein Resultat von Rieti ist die schnellste 800-m-Zeit seit Wilson Kipketers Weltrekord von 1:41,11 Minuten vor zwölf Jahren.

In der noch jungen Saison 2010 knüpfte David Rudisha bereits an seine Topform an: In der Jahresweltbestzeit von 1:43,15 Minuten siegte er Anfang März in Melbourne – nie zuvor war ein 800-m-Läufer bereits so früh in der Saison so schnell. Beim ersten Meeting der Diamond League bestätigte David Rudisha am Freitagabend seine Form: In 1:43,00 Minuten gewann der Kenianer auch in Doha. „Es lief gut. Ich hatte eine schnelle Zeit erwartet und bin sie gelaufen“, sagte David Rudisha.

„Das Problem war bei der WM in Berlin, dass ich mich auf meine Sprintstärke verließ und deswegen zunächst weiter hinten im Feld rannte. Als ich dann versuchte, nach vorne zu kommen, wurde viel geschubst. Zudem hatte ich ein weiteres Problem, als ich zum Sprint ansetzte.
Meine Kniesehne fühlte sich fest an. Es war so kühl und windig an diesem Tag, dass ich selbst nach dem Aufwärmen noch nicht richtig warm war“, erklärte David Rudisha, was ihm bei der WM 2009 passierte und fügte hinzu: „Dennoch habe ich bei meiner ersten großen Meisterschaft wichtige Erfahrungen sammeln können. Nächstes Mal werde ich mein Ergebnis korrigieren.“ Die Olympiaqualifikation 2008 hatte er aufgrund einer Verletzung verpasst.
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Autor: race-news-service.com 20.05.2010
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