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Barmer Women's Run Berlin 2018 Ganz viel Glitzer in Berlin

Das Reiterstadion auf dem Olympischen Gelände in Berlin bot zum fünften Mal eine prächtige Kulisse für den Barmer Women's Run. 3.000 Teilnehmerinnen sorgten für Glanzmomente.

Women's Run Berlin 2018 +
Foto: Norbert Wilhelmi

Glitzer und Seifenblasen: Der Barmer Women’s Run 2018 in Berlin.

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Frauenlauf

So viel Glanz hat das Reiterstadion am Olympiagelände in Berlin wohl selten gesehen. Beim fünften Barmer Women’s Run in Berlin waren es die knapp 3000 Teilnehmerinnen selbst, die für große Glanzmomente sorgten. Unter dem Motto Glitzerflitzer, das auf den Odlo-Funktionsshirts der Läuferinnen prangte, starteten gutgelaunte Frauen über die beiden Distanzen von fünf und acht Kilometern.

Für RUNNER’S WORLD war unser Fotograf Norbert Wilhelmi in Berlin unterwegs. Seine Bilder der Glitzerflitzer finden Sie in den großen Fotostrecken über und unter diesem Artikel.

Langweilig war es vielleicht allein für das Medical-Team, das (zum Glück) kaum etwas zu tun bekam. Der vorhergesagte und befürchtete Regen kam tatsächlich – allerdings deutlich vor dem Start, dann in der Pause zwischen den Läufen und schließlich erst gegen Ende des zweiten Laufs, aber da waren nach 70 Minuten die meisten der 1139 Finisherinnnen über die acht Kilometer lange Strecke bereits im Ziel.

Die Sonne glitzert mit

Wohl selten gab es in der Geschichte des Womens Run ein Laufmotto, dass so bildlich umgesetzt werden kann – und in einzelnen Fällen fast künstlerisch in Szene gesetzt wurde. Viele der Teilnehmerinnen nahmen das Motto „Glitzerflitzer“ wörtlich – und nutzten die eigens eingerichtete „Glitzer-Station“ mit zahlreichen funkelnden Schminkmöglichkeiten. Da leuchteten Sterne im Gesicht, funkelten Wellen auf der Stirn oder flatterten Glitzerstreifen im Haar. Und die Sonne vor dem Start ließ alles erstrahlen.

Das Reiterstadion als Austragungsort des Berliner Women’s Run liegt etwas abseits des Olympiastadions und bietet mit seinem parkähnlichen Gelände einen nahezu perfekten Austragungsort. In dem von hohen Baumbestand umgebenen Eventgelände fügen sich die Aussteller- und Verpflegungszelte harmonisch in die Landschaft. Und zwischendrin ist Platz für Freundinnen-Treffpunkt, Bierzeltgarnituren, Kinderbetreuung und Aufwärmplatz. Platz ist hier auch für jede Menge Geschichten, denn jede Starterin hat ihre eigene, besondere Geschichte, die sie hier an den Start vom Women’s Run gebracht hat.

Per Bagel zum Startplatz

Wie etwa bei der Siegerin des 5-km-Laufes, Agneta Strausa, die das Feld der 1764 Finisherinnen anführte. Die Hamburgerin vom Laufteam Haspa Marathon hatte Kontakt zu der Berliner Run-Crew „Bagel-Runners“, die wiederum einen Startplatz für den Women’s Run verlost haben. Dazu hatte sich Agneta mit ihrer besten Lauffreundin aus Hamburg beworben – und gewonnen, „völlig unerwartet“, so Agneta. Und gewonnen hat sie dann auch noch den Lauf über die 5-km-Distanz, „auch wenn es sehr windig war, aber die Strecke war einfach schön.“ Und die wettkampferfahrene Bahnläuferin fügt an: „Wenn man im Stadion läuft, ist alles viel ernster. Hier ist viel mehr los! Viel mehr Stimmung, und hier hat man halt Spaß, aber man kann trotzdem schnell laufen, und die Musik gefällt mir! Und die Snacks!“

Der Geruch nach Grillwurst

Und dann schiebt sie noch hinterher: „Eins ist aber gleich beim Laufen beim Women’s Run: Es gibt Bratwurst-Geruch im Ziel, das ist genau wie im Stadion.So kurz vorm Ziel kommt immer ein Lüftchen mit Grillgeruch!“ Und sie resümiert: „Das war eine tolle Erfahrung. Und das nächste Mal werde ich meine Freundin mitnehmen, oder meine Mama!“

Genau so urteilt auch Denise Fertig, die nach 29 Minuten ins Ziel lief: „Es hat Spaß gemacht, alle verschiedenen Läuferinnen zu sehen, alle mit ihrer eigenen Geschichte! Ich war aber zum ersten Mal beim Women’s Run, und meine Erwartungen wurden vollends erfüllt.“ Die Berlinerin analysiert: „Das ist schon beeindruckend hier, wie man sich gegenseitig unterstützt, da gibt es keine Ellenbogen, das fand ich ganz toll. Da hat jeder sein Raum und kann laufen wie er mag!“

Von der entspannten Atmosphäre sind auch die Männer beeindruckt

Auch die zuschauenden Männer, wie Christian Jost, Marathon-Organisator aus Berlin, waren beeindruckt von der Stimmung: „Den Women’s Run macht aus, dass die Stimmung viel besser ist und viel entspannter ist, und dass die Leute vor und nach dem Lauf viel entspannter sind. Die Atmosphäre ist viel gelöster, viel fröhlicher als bei der ehrgeizigen und konzentrierten Marathonstimmung.“ Und auf die Frage, warum es keinen äquivalenten „Men’s Run“ gäbe, antwortet der Marathonexperte diplomatisch: „Das haben wir auch schon hier und da in Erwägung gezogen. Und ehrlich gesagt gibt es ja hier in Berlin einen. Aber das geht da sehr in die eine, bestimmte Richtung.“

Event-Fotograf Norbert Wilhelmi schließt sich mit seiner Meinung zum Women’s Run den Teilnehmerinnen an: „Der Job hier macht Spaß.“ Und Wilhelmi stellt unmissverständlich fest: „Hübsche Frauen sind netter zu fotografieren als Männer, die total schlapp ins Ziel kommen. Hier ist es ja so, dass die ganz begeistert ins Ziel kommen und sich freuen!“ Ein Beispiel dafür ist 5-km-Läuferin Jacqueline, die extra für den Women’s Run aus Köln nach Berlin gekommen ist und ein riesiges Kompliment macht: „Die Strecke ist toll, sogar besser als in Köln!“

Hand-in-Hand ins Ziel

Nach einem zwischenzeitlichen Regenguss im Reiterstadion zeigte sich pünktlich zum Start des später gestarteten 8-km-Laufs wieder die Sonne. Sinnbildlich für die Freundinnen-Atmosphäre liefen Jessica Löschke und Maja Seidel, nachdem sie das ganze Rennen gemeinsam bestritten hatten, Hand in Hand ins Ziel.

„Heute waren in Berlin perfekte Laufbedingungen“, strahlte Stephanie Fahnemann im Ziel ihres 5-km-Laufs. Die Eventchefin hatte Dank ihres eingespielten Teams einen ruhigen Tag und konnte selbst mitlaufen. „An der Strecke war mehr los als letztes Jahr“, urteilt sie. „Die Strecke hat super Spaß gemacht. Ich bin grundsätzlich ein Fan von Olympischen Spielen: Und hier zu laufen, am Olympischen Schwimmbecken vorbeizulaufen, am Olympiastadion vorbeizulaufen und dann im Reiterstadion ins Ziel zu kommen, das ist etwas Besonderes!“

Barmer Women’s Run 2018: Das sind die weiteren Termine

Wer nun bei einem (oder einem weiteren) Frauenlauf-Spektakel dabei sein will, hat in diesem Jahr noch einige Gelegenheiten. 2018 findet der Barmer Women’s Run in insgesamt sieben Städten statt. Neben Stuttgart und Berlin wird auch in Hamburg (7. Juli), Frankfurt (28. Juli), Köln (4. August) und München (8. September)gelaufen. Auch wird es dieses Jahr am 29. September erstmals eine Ausgabe in Hannover geben. Anmeldungen sind noch möglich.
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Autor: Urs Weber 25.06.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum BARMER Women's Run Berlin 2018.

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